Immobilienkauf während der Corona-Pandemie

Wer plant, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, steht jetzt vor vielen Fragen: Wie entwickeln sich die Immobilienpreise? Sind Besichtigungen noch möglich? Welche Zinsbindung ist jetzt sinnvoll?

Wir stehen an Ihrer Seite und geben Antworten auf die wichtigsten Fragen
rund um den Immobilienkauf.


Fragen zu Auswirkungen der Corona-Pandemie
auf Hausbau, Bauträger-Projekte, Mietverhältnis oder Umzug
Hier finden Sie Antworten.

Aktualisiert am 04. Juni 2020, 17:04
Veröffentlicht am 30. März 2020, 13:38


Die wichtigsten Antworten zum Immobilienkauf während der Corona-Pandemie

Ist ein Immobilienkauf derzeit sinnvoll?
Wie entwickeln sich die Bauzinsen?
Was ist jetzt die ideale Zinsbindung?
Darf ich noch zum Notar, um den Kaufvertrag zu unterschreiben?
Kann ich eine Baufinanzierung auch online abschlieĂźen?
Ich kann aufgrund von weggefallenem Einkommen meine Raten nicht mehr zahlen. Wie geht es nun weiter?
Finden Besichtigungen weiterhin statt?
 Darf ich während der Corona-Pandemie umziehen?
​Kann ich Renovierungsarbeiten durchführen lassen?



Diagramme als Illustrationen

Immobilienmarkt: Was bringt die Zukunft?



Einerseits könnte sich die Nachfrage abschwächen, weil immer mehr Menschen in Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit gedrängt werden. Bis Ende April wurde 2020 bereits fĂĽr rund 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit beantragt, teilte die Bundesagentur fĂĽr Arbeit mit. Andererseits bekommt angesichts abstĂĽrzender Aktienmärkte das Betongold neuen Auftrieb: zur Eigennutzung oder als Geldanlage. In welche Richtung treibt Corona die Preise?







Ist der Immobilienkauf jetzt sinnvoll?



Die Folgen der Coronavirus-Pandemie beeinflussen derzeit unseren Alltag und bringen manche Verunsicherung mit sich. Doch es gibt keinen Grund, den Traum von den eigenen vier Wänden deshalb aufzuschieben – oder gar aufzugeben. Gerade jetzt können Immobilienkäufer mit guten Finanzierungsbedingungen rechnen: Die Zinsen sind auf Rekordtief. Lesen Sie, warum der Immobilienkauf auch in Zeiten von Corona eine gute Idee ist: 



Baufinanzierung in der Corona-Krise



Wer gerade eine Immobilie zum Kauf sucht oder den Kaufvertrag schon unterschrieben hat, fragt sich angesichts der aktuellen Corona-Krise vielleicht, ob es mit der Baufinanzierung so weitergehen kann wie bisher. Werden Baufinanzierungen ĂĽberhaupt noch vergeben? Und was passiert, wenn ich aufgrund von UmsatzeinbuĂźen mein Darlehen nicht mehr bedienen kann? Hier finden Sie ausfĂĽhrliche Antworten:





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Zinskommentar Mai: Bauzinsen schrauben sich leicht nach oben



Das Coronavirus zwingt die Zentral­banken zu Anleihe­käufen in ungeahnter Höhe. Tages- und Festgeld­zinsen steigen wieder, und mit ihnen auch die Bau­finanzierungs­zinsen. Werden Darlehen jetzt wieder teurer?









Treibt Corona die Preise in die Höhe?



Das Virus hat das Gesundheitssystem, das soziale Leben, die Wirtschaft und die Aktienkurse fest im Griff. Angesichts fallender Börsenkurse stellt sich natürlich schnell die Frage: Wirkt sich der neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 auch auf die Immobilienpreise aus? Schließlich sind Immobilien beliebte Anlageobjekte. So entwickeln sich jetzt die Preise:





Zinskommentar April: Corona schickt Bauzinsen auf Talfahrt



Das Coronavirus sorgt für massive Kursverluste und lässt auch die Bauzinsen weiter sinken. Für die Finanzierung einer Immobilie ist das ein Vorteil. Wichtig ist, jetzt eine möglichst lange Zinsbindung zu wählen:




Immobilienkauf in Corona-Zeiten: Was ist anders?

Die 4 Phasen im Kaufprozess während Corona

Ist der Kauf jetzt sinnvoll? Was macht Corona mit den Preisen? Wie laufen Besichtigungen ab und was läuft bei der Finanzierungsvergabe anders? Von der Überlegung bis zum Umzug: die vier Kaufphasen während der Corona-Pandemie.




Phase 1: Jetzt kaufen?


Vor jedem Immobilienkauf steht die Frage: Lohnt sich das überhaupt? Das war auch schon vor der Corona-Pandemie so, doch kommt nun die Frage hinzu, wie sich Corona auf den Immobilienmarkt auswirkt. Wie sich die Preise in Zukunft entwickeln, lässt sich derzeit zwar noch nicht vorhersagen, aber eins ist klar: Bisher zeigen sich die Kaufpreise von der Corona-Pandemie ziemlich unbeeindruckt. Das hat eine deutschlandweite Auswertung der ImmoScout24-Angebotspreise ergeben, die wir gemeinsam mit dem Data-Science-Team von Sprengnetter durchgeführt haben. Demnach sind die Preise bis Ende März angestiegen, haben sich nun aber stabilisiert. Der befürchtete „Run auf das Betongold“, der die Preise in die Höhe treibt und einen Immobilienkauf damit unattraktiver macht, ist also ausgeblieben. Eine Wohnung oder ein Haus sind noch immer eine lohnenswerte Investition.


Ralf Weitz, Geschäftsführer von ImmoScout24:
"Die fundamentalen Kennzahlen des deutschen Immobilienmarkts sind trotz der Corona-Pandemie stabil geblieben. Bislang gab es vor allem in den deutschen Top-10-Metropolen einen immensen Nachfrage-Überhang. Dieser hat ein Stück weit abgenommen. Wir sehen aber nach wie vor eine hohe Nachfrage und genug Kapital im Markt. Die Marktaktivität geht weiter. Das ist ein ganz wichtiger Faktor, der Deutschland von anderen Märkten unterscheidet, wo die Kontakteinschränkungen viel härter sind, wie z.B. in Italien, Spanien und Australien."


Mieten statt kaufen?

Ihr seid euch noch nicht sicher, ob der Kauf jetzt die richtige Entscheidung ist? Vielleicht doch lieber weiter mieten statt kaufen? Unser praktische Mieten-Kaufen-Rechner hilft euch beim Abwägen:

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Phase 2: Immobiliensuche



Die Immobiliensuche hat sich durch Corona schon verändert: Massenbesichtigungen gehören der Vergangenheit an. Stattdessen hat auch hier die Digitalisierung Einzug gehalten: Viele Immobilien können nun von zuhause aus besichtigt werden. ImmoScout24 bietet dazu seit Ende März die Option an, Anzeigen mit dem Hinweis "Online-Besichtigung möglich" zu kennzeichnen.

Für Online-Besichtigungen gibt es drei verschiedene Möglichkeiten – je nach technischer Ausstattung der Interessierten und der Anbietenden:

  1. 360-Grad-Besichtigung: Dabei handelt es sich um einen vorab durchfotografierten Rundgang durch die Räume. Das funktioniert mithilfe spezieller Kameras, die einen Rundumblick ermöglichen. Die Kaufinteressierten können rund um die Uhr in den digital nachgebildeten Zimmern bestimmte Punkte ansteuern und sich mithilfe von Mausbewegungen frei umschauen. Auch Ausmessungen sind dabei möglich. So lässt sich zum Beispiel nachmessen, ob der große Schrank ins Schlafzimmer passt oder nicht.
  2. Virtual-Reality: Einige Objekte können bereits im VR-Modus besichtigt werden. Kausuchende, die eine Virtual-Reality-Brille besitzen, können sich dann tatsächlich so fühlen, als würden sie in den Räumen stehen. Sie müssen einfach den Kopf bewegen und können sich die Wohnung in Ruhe ansehen. Sogar ein "Spaziergang" im Garten ist möglich, wenn Bilder davon vorliegen.
  3. Live-Besichtigung: Eine immer beliebter werdende Form ist die Videobesichtigung einer Immobilie. DafĂĽr verabreden sich die Kaufinteressierten mit dem Makler oder der Maklerin und sehen sich die Wohnung oder das Haus per VideoĂĽbertragung an. DafĂĽr bieten sich Kommunikationsprogramme wie Skype, Zoom, Facetime oder Google Hangouts an.



Vor-Ort-Besichtigung: Hygieneregeln beachten


Wer auf einen Besichtigungstermin vor Ort eingeladen wird, sollte die gängigen Hygienevorschriften beachten: Zwei Meter Abstand halten, vorher und hinterher Hände waschen, nur in die Armbeuge niesen und husten – die Regeln dürften mittlerweile bekannt sein. Achtet auch darauf, nach Möglichkeit nichts mit der baren Hand anzufassen. Nehmt am besten ein Tuch mit, um den direkten Kontakt mit Oberflächen zu vermeiden. Praktisch sind auch leere Klopapierrollen, um Türklinken oder Fenstergriffe zu umfassen.


Wenn ihr eine Immobilie gefunden habt, auf die ihr euch bewerben wollt, dann verschickt eure Bewerbungsunterlagen am besten digital. DafĂĽr eignet sich zum Beispiel die Vorstellungsmappe von unserem praktischen KäuferPlus-Service, die eure Selbstauskunft, den SCHUFA-BonitätsCheck und ein Käuferzertifikat enthält.


Phase 3: Immobilie gefunden


Ihr habt eine Immobilie gefunden? Toll! Dann gilt es jetzt, die Finanzierung zu klären. Viele Kaufinteressierte fragen sich derzeit, ob Baufinanzierungen momentan überhaupt vergeben werden. Dazu können wir Entwarnung geben: Ja, das Baufinanzierungsgeschäft läuft weiter. Das ist auch gut so, denn die Finanzierungsbedingungen sind gerade extrem gut. Die Zinsen, dank anhaltendem Abwärtstrend schon lange auf sehr niedrigem Niveau, wurden von Corona noch einmal mehr nach unten gedrückt. Zwar sind sie aktuell nicht mehr auf dem super niedrigen Niveau vom März, sie haben sich aber nur kurz darüber eingependelt und bieten damit besonders günstige Bedingungen für ein Darlehen.


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Online-Finanzierungsberatung


Die Beratung in der Baufinanzierung findet bei vielen Banken mittlerweile ebenfalls digital statt. Das funktioniert dann meist über Videochat, bei dem die Beraterin oder der Berater den Bildschirm mit den Finanzierungswilligen teilt. Mirjam Mohr, Interhyp-Vorständin für das Privatkundengeschäft, erklärt: „Alle Details eines Beratungsgesprächs, zum Beispiel das persönliche Budget sowie mögliche Angebotsgestaltungen und Eckdaten wie Tilgungshöhe oder Zinsbindung, können auf diese Weise gut gezeigt und besprochen werden.“

Wichtig: Die Zinsbindung sollte aktuell aufgrund der guten Zinslage so langfristig wie möglich gewählt werden, also zehn Jahre oder länger. Sollten sich die Zinsen zuungunsten der Darlehensnehmenden verändern, haben diese nach zehn Jahren ein Sonderkündigungsrecht. Das heißt, dass ihr dann auch längerfristige Darlehen kündigen könnt. Die Bank darf das nicht.


Tipp zur Finanzierung: Hohe Anfangstilgungen von mindestens drei Prozent wählen und einen möglichen Tilgungssatzwechsel sowie Sondertilgungen vereinbaren. Beide Instrumente helfen dabei, die aktuell durch Corona bedingte Unsicherheit etwas abzufedern: Mit Sondertilgungen kann die Restschuld auf einen Schlag reduziert werden. Tilgungssatzwechsel ermöglichen es bei Kurzarbeit oder der Gefahr eines Jobverlustes, die monatliche Belastung zu reduzieren – und so die Durststrecke bis zur Besserung der Lage zu überbrücken.


Die Verträge werden online ausgehandelt und dann per Post zur Vertragsunterzeichnung gesendet – die Unterschrift lässt sich noch nicht digital setzen.


Baufinanzierungsrechner

Notartermin am besten im Freien


Ebenfalls noch nicht online möglich ist der Notartermin: Notarielle Beurkundungen funktionieren weiterhin nur, wenn die Vertragsparteien persönlich anwesend sind. Immerhin: Mittlerweile ist es möglich, eine bevollmächtigte Person zu schicken. Das geht zum Beispiel, wenn ihr zu einer Risikogruppe gehört oder selbst an Covid-19 erkrankt seid. Dazu müsst ihr eine schriftliche Vollmacht ausstellen. In jedem Fall ist es sinnvoll, den Termin im Freien stattfinden zu lassen, wenn das Wetter mitspielt – so empfiehlt es die Notarkammer.


Phase 4: Wohnung herrichten und umziehen


Sind alle Verträge unterschrieben, stehen noch einige Punkte auf dem Programm, bevor es ins Eigenheim geht. Es gilt, den Umzug zu planen, die alte Wohnung übergabefertig zu machen und die frisch erstandene Immobilie herzurichten. Aber der Reihe nach:

  1. Wohnung kündigen: In Deutschland beträgt die Kündigungsfrist für Mietwohnungen für gewöhnlich drei Monate. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, zum Beispiel mithilfe dieser kostenlosen Vorlage. Plant sie am besten so ein, dass ihr gar nicht oder nur kurze Zeit doppelt zahlen müsst, also gleichzeitig die ersten Raten und die Miete begleichen müsst. Aber Vorsicht: Kündigt erst, wenn der Umzug bereits sicher geplant ist.
  2. Umzug planen: Ganz wichtig: Solange die Kontaktbeschränkungen gelten, sind private Umzüge mithilfe von Freundinnen und Freunden NICHT möglich. Ihr könnt Umzüge nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt oder professionellen Umzugsunternehmen durchführen. Da das für alle gilt, sind Umzugsunternehmen derzeit gut ausgelastet – fragt also frühzeitig euren Wunschtermin an. Umzugsunternehmen könnt ihr ganz einfach hier vergleichen.
  3. Umzug vorbereiten: Mit der Umzugsplanung solltet ihr etwa drei Monate vor dem Umzugstermin starten. Mit dieser Checkliste habt ihr dabei alles Wichtige zur richtigen Zeit im Blick. Nutzt den Umzug auch, um mal wieder richtig auszusortieren und unnötigen Kram loszuwerden. Kleidung, Möbel, Küchengeräte etc. solltet ihr aber nicht gleich entsorgen: Derzeit werden Sachspenden vielerorts dringend benötigt. Informiert euch einfach auf Nachbarschaftsportalen oder in den sozialen Medien – oftmals werden Spenden auch zuhause abgeholt.
  4. Wohnung übergabefertig machen/Eigenheim renovieren: Habt ihr eine Bestandsimmobilie gekauft, kann es gut sein, dass vor dem Umzug Renovierungsarbeiten oder Modernisierungen notwendig sind. Außerdem muss die Mietwohnung übergabefertig gemacht werden. Wenn ihr dabei auf professionelle Hilfe zurückgreifen wollt, ist das kein Problem: Handwerksunternehmen dürfen trotz der Kontaktbeschränkungen weiterhin auch in privaten Räumen arbeiten. Ihr fragt euch, was überhaupt alles zur Renovierungspflicht in der Mietwohnung zählt? Hier findet ihr alles zum Thema Schönheitsreparaturen.

Nun seid ihr gut gerüstet für den Immobilienkauf während der Corona-Pandemie. Schließlich ist ein schönes Zuhause zum Wohlfühlen besonders jetzt sehr wünschenswert. Wenn sich weitere Änderungen im Kaufprozess ergeben, informieren wir euch natürlich. Guckt dazu einfach immer mal wieder auf dieser Seite vorbei – oder abonniert unseren Newsletter. Viel Erfolg beim Immobilienkauf!


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