SPD-Wahlkampfthema: Wohnungsmarkt

Kampfansage mit Familienbaugeld und verschärfter Mietpreisbremse

Martin Schulz will mit seiner SPD im Fall einer Regierungsbeteiligung den Wohnungsmarkt sozial verträglicher gestalten. Auch Geringverdiener sollen sich ihren Traum vom Eigenheim erfüllen können. Die Mietpreisbremse wird „nachjustiert“.


placeholder

Bald ist wieder Bundestagswahl. Höchste Zeit für Parteien, sich in Position zu bringen, Themen zu besetzen und Wahlprogramme zu vertonen. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat sich als Teil seines Wahlprogramms den sozialen Wohnungsbau vorgenommen. Unter dem Motto „Es ist Zeit für ein gutes Leben – in der Stadt und auf dem Land“ wird seine Partei, im Falle eines Wahlerfolgs, die Stellung der Mieter stärken.

Dazu will er folgende Aufgaben anpacken:

  •  eine höhere Transparenz bei Mieten zur besseren Durchsetzung der Mietpreisbremse
  • eine stärkere Begrenzung der zulässigen Mieterhöhung nach einer Modernisierung
  • die Dynamisierung des Wohngeldes und
  • die Einführung eines sozial gestaffelten Familienbaugelds

Mietverträge sollen transparent werden


Die höhere Mieten-Transparenz soll erreicht werden, indem ein neuer Mieter den Vertrag des Vormieters einsehen darf. Vermieter sollen daher verpflichtet werden, den „alten“ Mietvertrag vorzulegen. Schließlich könne der neue Mieter nur so eine deutliche Mieterhöhung erkennen. Der Deutsche Mieterbund, der Immobilienverband Deutschland (IVD) und in einzelnen Ländern auch die CDU wittern darin allerdings rechtliche Probleme. Die Diskussion zum Für und Wider bleibt spannend.


MietpreisCheck - Wie fair ist der Mietpreis für Ihre Wohnung?

Die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete ist meist mit Aufwand verbunden. Eine erste Einschätzung erhalten Sie aber schon jetzt mit dem MietpreisCheck von ImmobilienScout24.

Mietpreis überprüfen


Angespannte Märkte – hohe Mieten


In Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart – alles Städte mit äußerst angespannten Wohnungsmärkten – können sich Haushalte mit mittleren Einkommen nur noch eine Wohnung mit weniger als 70 Quadratmetern leisten. Das zeigt eine Untersuchung des Prognos-Instituts für das Verbändebündnis Wohnungsbau.

Erfahrene Wohnexperten raten: Mehr Wohnungsbau schafft mehr Wohnraum. Der Markt entspannt sich, die Mieten bleiben im Rahmen. Martin Schulz geht einen Schritt weiter. Er plädiert dafür, mithilfe sozialer Wohnraumförderung die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sich der Bau bezahlbarer Wohnungen auch für Geringverdiener rechne.

Da wegen steigender Grundstückspreise viele ihren Traum von den eigenen vier Wänden begraben müssten, will Schulz Familien beim Bau und Erwerb von Wohneigentum mit einem „Familienbaugeld“ unterstützen. Vor den Wahlen sprudeln die Ideen!


Diese Artikel könnten Sie interessieren: