Magnet für Multimillionäre: Berlin hängt New York und Hong Kong ab

In diesen deutschen Städte jagen Superreiche Luxusimmobilien

Berliner Luxusimmobilien stehen bei den Superreichen der ganzen Welt hoch im Kurs. Das stellte nun ein internationales Beratungsunternehmen im Rahmen einer Studie fest. Auch zwei weitere deutsche Städte schafften es in die Top 20.


placeholder

Berlin pulsiert: In keiner deutschen Stadt entstehen jährlich mehr Start-ups, die Lebenskosten bleiben stabil, die kulturelle Vielfalt ist bunt, das Wertsteigerungspotenzial von Immobilien beachtlich. Kein Wunder, dass es auch die Superreichen in die deutsche Hauptstadt zieht. Dass immer mehr Multimillionäre sich hier einen Zweitwohnsitz zulegen, belegt eine aktuelle Studie des internationalen Beratungsunternehmens „Knight Frank“.

Der „Wealth Report“ erforscht das Kaufverhalten von Anlegern aus dem In- und Ausland, die über ein Vermögen von mehr als 30 Millionen US-Dollar verfügen. Die Ergebnisse aus Befragungen und Immobilienmarktanalysen zeigen, dass sich die betuchte Käufergruppe immer häufiger eine Luxusimmobilie in Berlin kauft. Das ist aber nicht die einzige deutsche Stadt, die beim Immobilieninvestment im internationalen Vergleich punktet.

Berlin hängt New York, Hong Kong und Stockholm ab


Die 100 Metropolen, die zurzeit am angesagtesten sind, listet die Studie im sogenannten "Prime International Residential Index" (PIRI) auf. Die Rangliste stützt sich unter anderem auf die Wertentwicklung hochklassiger Immobilien, die sich in Citylage befinden.

Beim PIRI mischt Berlin ganz vorne bei den Topmetropolen mit: Es sicherte sich dieses Jahr den 13. Platz. Damit hängte es Weltstädte wie Stockholm (Platz 18), New York (Platz 22) und Hong Kong (Platz 38) ab. Neben Berlin ergatterten auch München und Frankfurt am Main Plätze unter den Top-20. Die bayerische Hauptstadt landete in dem Ranking auf Platz 15, Frankfurt auf Platz 19. Weitere deutsche Städte sind in dem Index nicht vertreten.



Asiatische Städte führen PIRI an


Die Topmetropolen liegen laut Prime International Residential Index vor allem im asiatischen Raum. Angeführt wird der PIRI von Shanghai, Peking, Guangzhou und Seoul. Erst auf dem fünften Platz liegt mit Auckland eine neuseeländische Metropole, gefolgt von einem internationalen Städte-Mix aus Toronto, Vancouver, Amsterdam, Gstaat und Seattle.

Die Multimillionäre entscheiden sich in der Regel nicht für den Kauf einer Immobilie in diesen Städten, weil diese einen besonders guten Erholungseffekt versprechen. Hinter den Kaufabsichten der privaten Immobilienkäufer stehen vor allem finanzielle Interessen. Sie beziehen bei der Wahl ihrer Luxusimmobilie auch die Entwicklungstendenz der Städte ein. Je steiler hier die Kurve ansteigt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die wohlhabende Klientel hier niederlässt. Mit einer guten Entwicklungsprognose steigt schließlich auch der Wert der Immobilie. So zahlt sich die Investition in Immobilien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus.


Info: Gentrifizierung heizt Immobilienkäufe an

Bei der Wahl einer geeigneten Luxusimmobilie spielt die Gentrifizierung in dem betreffenden Stadtteil eine erhebliche Rolle. Aber was bedeutet das genau?

Gentrifizierung bezeichnet einen Veränderungsprozess in einem Stadtteil, bei dem finanzschwache Einwohner von finanzstärkeren Einwohnern verdrängt werden. Mit dem Zuzug der reicheren Klientel verändert sich auch das Gesicht des Stadtteils: Die Immobilien werden durch Investitionen aufgewertet, das Image des Viertels verbessert.

Zieht es Künstler und kreative Menschen in ein Wohnviertel, dauert es in der Regel nicht lange, bis ein unbeliebter Stadtteil zum Geheimtipp wird und schließlich zum angesagten Wohnquartier avanciert. Mit der steigenden Nachfrage ziehen auch die Immobilienpreise an – für Anleger ist es also ein lohnendes Geschäft, Immobilien in einem Stadtteil mit positiver Gentrifizierungsprognose zu erwerben.


Diese Artikel könnten Sie interessieren: