Rechtzeitig Mietausfall angeben und Grundsteuer sparen

Aus diesen Gründen können Vermieter ihre Grundsteuer mindern

Vermieter können einen Teil der Grundsteuer sparen, wenn ihr Mietobjekt über einen längeren Zeitraum hinweg leer steht. Voraussetzung dafür ist, dass sie für den Mietausfall nicht verantwortlich sind und den Antrag rechtzeitig vor Ablauf der Frist einreichen.


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Finden Vermieter für ihre Mietwohnung keinen Mieter, kann das viele Gründe haben: Das Mietobjekt liegt weit außerhalb, die Miete ist zu hoch oder die Wohnung befindet sich in einem schlechten Zustand. Bei Mietausfall, aber auch wenn der Mieter die Miete kürzt, verringern sich die Einnahmen des Vermieters. In beiden Fällen kann er seine finanziellen Einbußen steuerlich geltend machen und einen Antrag auf Grundsteuererlass beim Steueramt seiner zuständigen Gemeinde oder seiner Stadt stellen. Bei Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen ist hierfür das Finanzamt zuständig. Wer die notwendigen Unterlagen bis jetzt noch nicht zusammengestellt hat, muss sich beeilen. Für 2016 läuft die Frist für einen Grundsteuererlass aufgrund von Mietausfall am 31. März ab.

Voraussetzung für einen Grundsteuererstattung


Wie viel Geld Vermieter bei der Grundsteuer sparen können, hängt von der Höhe ihres Verlustes ab. Büßte er im vergangenen Jahr über die Hälfte seiner üblichen Mieteinnahmen ein, reduziert der Fiskus seine Steuerforderung um 25 Prozent. Verzeichnet der Vermieter sogar einen Totalausfall der üblichen Miete, zahlt er nur 50 Prozent des Grundsteuersatzes. Diese Staffelung hält das Grundsteuergesetz in Paragraph 33 fest.

Das Finanzamt erstattet Teile der vorausgezahlten Grundsteuer aber nicht in jedem Fall. Voraussetzung für einen Grundsteuererlass ist, dass der Vermieter keine Schuld am Leerstand seiner Immobilie oder der Mietminderung trägt. Folgende Begründungen akzeptiert der Fiskus in der Regel für einen Leerstand der Mietwohnung:

  • Überangebot von Mietwohnungen
  • allgemeiner Mietpreisverfall
  • Schäden durch Wasser oder Brand

Möchte niemand in die Wohnung einziehen, weil diese dringend renovierungsbedürftig ist oder der Vermieter seiner Instantsetzungspflicht nicht nachgekommen ist, steht ihm hingegen kein Erlass der Grundsteuer zu. In diesem Fall hat der Vermieter den Mietausfall selbst verschuldet.



Nachweispflicht: Vermieter muss Bemühungen und Schäden belegen



Ist die Mietwohnung bewohnbar, steht aber dennoch leer, muss der Vermieter nachweisen, dass er sich intensiv um eine Vermietung bemüht hat. Mögliche Nachweise sind Besichtigungstermine mit Wohnungsinteressenten, das Beauftragen eines Maklers oder Immobilienannoncen in Zeitungen und im Internet. Strengt sich der Vermieter nicht ausreichend an, seine Wohnung zu vermieten oder fordert eine zu hohe Miete, lehnt das Finanzamt den Antrag auf Grundsteuererlass ab.

Führte hingegen ein Wasser- oder Brandschaden dazu, dass die Mietimmobilie über einen längeren Zeitraum unbewohnbar war, fordert das Finanzamt einen Nachweis der Versicherung. Liegt dem Fiskus dieser rechtzeitig vor, gewährt er in der Regel einen angemessenen Grundsteuererlass.


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