Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt

Berlin - Hamburg - München


Die Preise von Bestandseigentumswohnungen sind 2016 weiter stark gestiegen. Viele überlegen deshalb, jetzt noch zu investieren, bevor Wohneigentum noch teurer wird. Allerdings hat sich der Anstieg schon Ende 2016 etwas beruhigt. 2017 könnte das Jahr des Wandels werden. Es wird voraussichtlich keine Umkehr des Trends geben, aber eine Abschwächung. Fallende oder stagnierende Preise am Immobilienmarkt sind jedoch nicht absehbar.
Jan Hebecker, Leiter Märkte und Daten bei ImmobilienScout24

Berlin

Der Berliner Wohnungsmarkt boomt. So stiegen die Mieten in fünf Jahren im Mittel aller Bezirke um knapp 30 Prozent.

Berliner Trends

Hamburg

Die Hamburger Mieten steigen langsamer als die Berliner. Innerhalb von fünf Jahren fällt die Erhöhung aber dennoch zweistellig aus.

Hamburger Trends

München

Selbst im günstigsten Bezirk müssen Käufer in München mittlerweile rund 4.000 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen.

Münchner Trends
  • Berlin

    Der Berliner Wohnungsmarkt boomt. So stiegen die Mieten in fünf Jahren im Mittel aller Bezirke um knapp 30 Prozent.

    Berliner Trends
  • Hamburg

    Die Hamburger Mieten steigen langsamer als die Berliner. Innerhalb von fünf Jahren fällt die Erhöhung aber dennoch zweistellig aus.

    Hamburger Trends
  • München

    Selbst im günstigsten Bezirk müssen Käufer in München mittlerweile rund 4.000 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen.

    Münchner Trends

Berliner Trends - Mieten und Kaufpreise steigen



Zahlen und Fakten:

In Berlin stiegen im Mittel aller Bezirke in fünf Jahren die Mieten um knapp 30 Prozent und die Kaufpreise um gut 55 Prozent.

Mieten steigen stetig, Kaufpreise noch viel mehr


Die Zinsen sind weiterhin günstig, es lohnt sich, in Immobilien zu investieren. Werden auch nicht mehr die ganz großen Mietrenditen erzielt, so bleibt das Geld dennoch wertstabil angelegt. Wer Eigentum besitzt, kann rentabel vermieten oder zum guten Preis verkaufen.


Familien und Singles zieht es nach wie vor zum Wohnen und Leben in die Metropolen. Berlin ist daher nicht nur ein Touristenmagnet, sondern ebenso Anziehungspunkt für Wohnraumsuchende. Die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt boomt trotz stetig steigender Mietpreise seit Jahren. So stiegen die Mieten in fünf Jahren im Mittel aller Bezirke um knapp 30 Prozent. Eine moderate Erhöhung um 5,4 Prozent ist im ohnehin teuren Grunewald zu verzeichnen, während Neukölln mit einer Steigerung um  53,4 Prozent stark zugelegt hat. Berlin holt bei den Mietpreisen gegenüber anderen deutschen Großstädten somit auf.

Höchste Steigerung im S-Bahn-Ring


Während die Mietpreise im Mittel um knapp ein Drittel gestiegen sind, haben sich die Kaufpreise im gleichen Zeitraum um mehr als die Hälfte erhöht. So zahlt, wer sich im südlich gelegenen Bohnsdorf für den Kauf einer Wohnung entscheidet, 27,2 Prozent mehr. Wohnungskäufer im nahegelegenen Neukölln müssen hingegen mit einer Preissteigerung von bis zu 103,6 Prozent rechnen. Die höchsten Steigerungen werden im S-Bahn-Ring erzielt. Kreuzberg liegt hinter Grunewald, Mitte und Dahlem mittlerweile auf Platz 4 der Preisrangfolge, knapp vor dem Prenzlauer Berg. Friedrichshain ist auf Rang 11 geklettert und Neukölln hat sich mit dem exorbitanten Preisanstieg auf Rang 16 vorgearbeitet. Kaufinteressenten, die nach erschwinglichen Objekten suchen, werden vorrangig in den Außenbezirken fündig, vor allem in Ost- und Nordrichtung.

Immobilienmarkt bleibt attraktiv


Jan Hebecker, Leiter Märkte und Daten bei ImmobilienScout24, verortet wesentliche Treiber für die Attraktivität des Immobilienmarktes in den niedrigen Zinsen sowie dem Mangel an Anlagealternativen. Er beobachtet, dass selbst Großinvestoren gezielt Wohnimmobilien kaufen, und das – anders als früher – nicht nur an Top-Standorten. Für Eigentümer stellt sich die Frage: Vermieten oder verkaufen? Eine generelle Antwort wird es nicht geben. Die Entscheidung hängt immer von der konkreten Lebenssituation ab. Beruhigend ist, dass laut Einschätzung von Jan Hebecker „fallende oder stagnierende Preise am Immobilienmarkt nicht absehbar sind.“


Hamburger Trends - rentabler Immobilienmarkt



Zahlen und Fakten:

In Hamburg stiegen innerhalb von fünf Jahren die Mieten im Mittel um 13,1 Prozent und die Kaufpreise bis zu 71 Prozent (Sternschanze).

Größte Preissteigerungen in der Sternschanze


Die Zinsen sind weiterhin günstig, Investoren halten das Preisniveau immer noch für rentabel, aber auch private Anleger investieren in Immobilien. Wer Eigentum besitzt, kann mit guter Rendite vermieten oder auch verkaufen.


Historische Altbauten, kleine Boutiquen, trendige Restaurants, Cafés und viel, viel Grün. So präsentiert sich die Sternschanze in Hamburg. Der noch junge Stadtteil liegt mitten im Zentrum der Hansestadt. In den vergangenen Jahren hat sich das knapp einen halben Quadratkilometer kleine Viertel zu einer attraktiven Wohngegend gewandelt. Kein Wunder, dass gerade hier mit 71 Prozent die größten Preissteigerungen innerhalb von fünf Jahren ermittelt wurden. So kostet die 30 Jahre alte 80 Quadratmeter 3-Zimmer-Referenzwohnung im Schnitt 5.000 Euro pro Quadratmeter.

Mieten unter 10 Euro/m² sind die Ausnahme


Die Hamburger Mieten steigen langsamer als die Berliner. Innerhalb von fünf Jahren fällt die Erhöhung aber dennoch zweistellig aus. Das Mittel liegt bei 13,1 Prozent. Mieten unter zehn Euro pro Quadratmeter sind fast nur südlich der Elbe anzutreffen. Für Eigentumswohnungen im Bestand muss der Kaufwillige aber auch hier mehr als 2.000 Euro pro Quadratmeter aufbringen.

Schere zwischen Kaufpreisen und Mieten


Damit bestätigt sich selbst an weniger attraktiven Orten die Aussage von Jan Hebecker, Leiter Märkte und Daten bei ImmobilienScout24: „Die Schere zwischen Kaufpreisen und Mieten sind jüngst noch weiter auseinander gegangen.“  Allerdings gebe es innerhalb von Städten mit steigenden Preisen auch Viertel, in denen der Boom nicht ankomme. „Bei Gebäuden aus den 60er Jahren sehen wir Zurückhaltung“, sagt der Experte. Dennoch zeigt sich, dass Mieter, die es sich leisten können, zum Kauf einer Eigentumswohnung tendieren. Sie wollen die niedrigen Zinsen nutzen und sich gleichzeitig vor steigenden Mieten schützen. Wohneigentümer, die Ihre Immobilie verkaufen möchten, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr kurzfristig und zu guten Konditionen einen Käufer finden.


Münchner Trends - Immobilienpreise heben ab


Zahlen und Fakten:

In den einzelnen Stadtvierteln von München stiegen in fünf Jahren die Mieten um 17,2 bis 30,3 Prozent und die Kaufpreise um 57 bis 81,6 Prozent.

Mieten und Immobilienpreise steigen


Menschen leben und wohnen gern in einer Metropole. Neue Wohnkomplexe werden in erster Linie für den Kaufmarkt gebaut. Die nutzbaren Flächen werden rar. Das lässt zunächst die Grundstücke teurer werden und bald darauf die errichteten Wohnungen.


München ist ein teures Pflaster. Das ist bekannt, aber es überrascht dennoch, dass die ohnehin hohen Preise in den vergangenen fünf Jahren stadtweit um 57 bis 81,6 Prozent geklettert sind. Selbst im günstigsten Bezirk müssen Käufer mittlerweile rund 4.000 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen. – „Viele potenzielle Käufer überlegen, schnell noch zu investieren, bevor die Preise weiter steigen“, so die Erfahrung von Jan Hebecker, Leiter Märkte und Daten bei ImmobilienScout24. „Allerdings hat sich der Anstieg schon Ende 2016 etwas beruhigt. 2017 könnte das Jahr des Wandels werden. Voraussichtlich wird es aber keine Umkehr des Trends geben, höchstens eine Abschwächung“, prognostiziert der Immobilien-Experte.

Vermieten: Durchschnittsmieten bis zu 17,50 Euro


Nicht jeder kann oder will Wohnraum kaufen. Wer in München eine Wohnung mietet, muss in jedem Fall mit einem Quadratmeterpreis fernab der Zehn-Euro-Marke kalkulieren. In den attraktiven Stadtteilen Lehel und Bogenhausen sind die Mietkosten am höchsten. Doch aufgrund der hohen Lebensqualität sind hier viele Bewohner bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. In den vergangenen Jahren stiegen die Mieten weiterhin deutlich, im Vergleich zu den Kaufpreisen jedoch moderat. Statistisch ausgewiesen ist eine Steigerung von 17,2 bis 30,3 Prozent. Ein Ende des Anstiegs ist nicht zu erkennen.

Verkaufen: Eigentumswohnungen immer beliebter


Gute Aussichten für Eigentümer, die vermieten wollen. Wenn auch nicht mehr die großen Mietrenditen zu erwarten sind, so ist das Geld zumindest wertstabil angelegt. Andererseits wird der eine oder andere auch über den Verkauf seiner Immobilie nachdenken. Die Angst vor weiter steigenden Mieten ist bei vielen Mietern so ausgeprägt, dass sie überlegen, eine Eigentumswohnung zu erwerben. Dieser Trend wiederum hält die Preise auch weiterhin im Aufschwung.


Ein großes Premium-Dossier der WirtschaftsWoche zeigt, wo sich der Immobilienkauf in den 50 größten Städten noch lohnt. Selbstnutzer bekommen zudem eine Empfehlung, ob Miete oder Kauf sich eher rechnet. Regionale Analysen auf Stadtteil-Ebene zu Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und München runden das Bild ab. Zum pdf-Dossier der WirtschaftsWoche!



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