Wohnungspreise in Deutschland

Werden die eigenen vier Wände bald erschwinglicher?

Der Trend zu stetig und teilweise exorbitant steigenden Wohnungs- und Hauspreisen war über Jahre nicht aufzuhalten. Jetzt könnte der Preisauftrieb nachlassen. Einige Indizien sprechen dafür.


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Seit Jahren steigen die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser. Laut F+B-Wohn-Index Deutschland wurden in den vergangenen 13 Jahren Wohnungen um rund 44 Prozent teurer, Eigenheime um rund 22 Prozent. Für Bauwillige ohne üppiges finanzielles Polster eine eher abschreckende Situation.

Nur noch geringe Preissteigerungen


Doch jetzt könnte es sein, dass sich ein Trend durchsetzt, den die Marktforscher von F+B Forschung und Beratung seit zwölf Monaten beobachten. Zwar ist die Kurve nach oben nicht gestoppt, aber sie klettert weniger schnell. Dieses Ergebnis verzeichnet auch Europace. Der Europace-Hauspreis-Index (EPX), in den die Preisentwicklungen von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Wohnungen einfließen, legte im September 2017 gegenüber dem Vormonat um 0,44 Prozent zu. Diese moderate Steigerung gilt sowohl für Neubau- als auch für Bestandsimmobilien.

Ein Beispiel für die Entwicklung liefert München. Hier gingen die Preise im dritten gegenüber dem zweiten Quartal 2017 sogar um 0,4 Prozent zurück. Im Vorjahresvergleich legten sie nur noch um 0,9 Prozent zu.


Zwei Indexe – ein Ergebnis


Der F+B-Wohn-Index Deutschland und der Europace-Hauspreis-Index liefern vergleichbare Ergebnisse auf der Grundlage unterschiedlicher Daten. So stützt sich F+B auf Angebotsdatenbanken, die Preise auswerten von über Vermittlungsplattformen wie ImmobilienScout24 angebotenen Objekten. Europace konzentriert sich auf die eigene Plattform und nutzt Daten aus hierüber abgewickelten Finanzierungen.


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