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Winzige Kotspuren oder nächtliches Kratzen sind erste Anzeichen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie Mäuse überhaupt ins Haus kommen, woran du den ungebetenen Besuch erkennst, auch wenn es „nur“ eine einzelne Maus ist und was du als Mieter:in bei einer Mäuseplage tun kannst, Stichwort Mietminderung. 

importantpoints
Das Wichtigste in Kürze
  • Mäusebefall: Typische Anzeichen sind Kotkrümel, Nagespuren, Kratzgeräusche oder Uringeruch 

  • Einzelne Mäuse kannst du mit Fallen fangen. Bei einer Mäuseplage kannst du ggf. eine Mietminderung gelten machen.  

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Wie kommen Mäuse in die Wohnung?

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Typische „Mäuse-Autobahnen“

Kabelschächte, Rohrleitungen und Heizungsrohre – über diese Wege kommen die Tierchen in höhere Stockwerke. Durch Hohlräume in Wänden oder Zwischendecken können Mäuse auch in Mehrfamilienhäusern jede Wohnung erreichen.

Mäuse quetschen sich durch Ritzen und Spalten im Mauerwerk oder spazieren durch offene Türen oder Fenster, undichte Kellerfenster, Lüftungsschlitze. Es gibt zig Wege für die Nager, um in dein Haus oder deine Wohnung zu kommen.  

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Tipp: Wie du eine Mäuseplage vermeiden kannst

Du solltest zunächst das Haus regelmäßig inspizieren und alle potenziellen Schlupflöcher abdichten. Merke: Mäuse lieben Gerüche von Lebensmitteln, egal ob frisch oder im Abfall. Geruchsintensive Lebensmittel oder offene Abfälle sind ein Lockmittel für die Nager. Deswegen solltest du lieber Essensgerüche minimieren und deine Abfalltüten und Mülleimer verschlossen halten – auch außerhalb des Hauses.

Haben die Tiere einen Zugang und etwas zum Fressen gefunden, können sie sich schnell vermehren und werden zu einer handfesten Plage. Je länger sie sich halten, desto schwieriger wird es, sie loszuwerden.

Mietminderung rückwirkend
Mietminderung rückwirkend
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Hinweis: Kalte und nasse Jahreszeit

Mäuse suchen gerade im Herbst und im Winter einen warmen Platz, wo sie vor Fressfeinden geschützt sind. In den kalten Jahreszeiten zieht es Mäuse öfter in die Häuser der Menschen.

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Was sind Anzeichen für Mäuse im Haus?

Mäusebefall macht sich indirekt bemerkbar. Es gibt Anzeichen, die typisch für Mäuse im Haus sind: 

  • Mäusekot: Kleine, dunkle Kotkügelchen, oft spindelförmig wie Reiskörner in der Nähe von Futterquellen. 
  • Nagespuren: Charakteristisch sind zwei parallele Rillen an Möbeln oder Türrahmen, Kabeln, Teppichrändern oder an angefressenen Lebensmitteln. 
  • Geräusche in der Nacht: Typisch sind Kratzen, Rascheln, leises Trippeln oder Fiepen, aus Wänden, der Zimmerdecke oder vom Dachboden. 
  • Nestmaterial und Spuren: Mäuse bauen Nester, wenn sie sich Mäuse häuslich eingerichtet haben. Solche Häufchen sind ein eindeutiges Indiz. Die Tierchen machen auch Schmutzspuren, wenn sie mit einem dreckigen Fell an der Wand laufen. 
  • Haustiere schlagen Alarm: Wenn du eine Katze oder einen Hund hast, beobachte ihr Verhalten. Haustiere bemerken die ungebetenen Mitbewohner oft früher.  
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Hinweis: Sind Mäuse in der Wohnung gefährlich?

Kot oder Urin von Mäusen ist nicht nur ein eindeutiges Zeichen für einen heftigeren Mäusebefall. Die Hinterlassenschaften der Nager können eine Gesundheitsgefahr werden, wenn sie Lebensmittel verunreinigen.  


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Wo verstecken sich Mäuse in der Wohnung?

Typischerweise verkriechen sich Mäuse an dunklen, geschützten Stellen und kommen nur zur Nahrungssuche hervor.

Mietminderung rückwirkend
Mietminderung rückwirkend

Hier sind einige der Lieblingsverstecke von Mäusen:  

  • Hinter oder unter Möbeln, hinter Elektrogeräten wie der Küchenzeile, dem Herd oder dem Kühlschrank. 
  • In der Nähe von Lebensmitteln, also Vorratsräume oder Abstellkammern, in denen vielleicht Kartoffeln, Müsli oder Tierfutter aufbewahrt werden.  
  • In selten genutzten Räumen, zum Beispiel dem unbewohnten Gästezimmer, einem Dachbodenraum oder im Kellerabteil, in Abstellkammern, hinter Vorratskisten oder in Wandschränken.
  • Hinter Heizkörpern oder in Schächte von Heizungs- und Wasserrohren. In Altbauten mit Dielenboden oder Zwischendecken nutzen Mäuse auch den Hohlraum zwischen Decke und Boden als Tunnel- und Nestsystem.
  • Wenn deine Wohnung direkt unter dem Dach liegt, könnten Mäuse vom Dachboden aus eindringen und sich dort oben einnisten. 
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Tipp: Spüre Versteckplätze auf

Wenn du einen Mäuseverdacht hast, schau hinter Küchengeräte, in den hinteren Teil von Schränken und unter Möbel. Achte auf Kotkrümel, Nagespuren oder Materialien, die auf ein Nest hindeuten. Mitunter entdeckst du in einer ruhigen Ecke ein Häufchen aus Papier und Stoff. Das ist vermutlich ein Mäusenest. Indem du die Verstecke kennst, kannst du dort gezielt Fallen aufstellen oder Zugänge verschließen. 

Wie werde ich eine einzelne Maus in der Wohnung los?

Hier ein Schritt-für-Schritt Ansatz, was du tun kannst: 

  • Nahrungsquellen beseitigen: Eine Maus bleibt dort, wo sie Futter findet. Verschließe Vorratsdosen, stelle angebrochene Packungen in dichte Boxen und sorge dafür, dass keine Krümel oder Essensreste herumliegen. Mülleimer solltest du ebenfalls leeren. 
  • Mausefalle aufstellen: Der effektivste Weg, eine einzelne Maus zu fangen, ist die klassische Mausefalle. Für den Hausgebrauch sind sogenannte Lebendfallen empfehlenswert. Solche Fallen gibt es im Baumarkt.  
  • Gefangene Maus freilassen: Setze die Maus in einem entfernten Gebüsch oder Waldstück aus. Experten raten zu mindestens hundert Metern Abstand vom Haus.  
  • Ein natürlicher Helfer: die Katze. Die Anwesenheit einer Katze im Haushalt kann zumindest abschreckend auf Mäuse wirken. 
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Schlagfallen oder Gift?

Mit einer Schlagfalle wird die Maus mit einem Schlag getötet. Viele scheuen davor zurück, Mäuse zu töten. Deswegen ist die Lebendfalle ratsamer. Giftköder sind nicht empfehlenswert, weil sie für Haustiere oder Kinder auch gefährlich sein können. 

Mieter:in oder Vermieter:in – wer muss sich um eine Mäuseplage kümmern?

Grundsätzlich gilt im deutschen Mietrecht: Der:die Vermieter:in ist verpflichtet, die Wohnung in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu halten. Dazu gehört auch, sie schädlingsfrei zu übergeben und zu halten.  

Mäuse sind ein Schädlingsbefall. Dieser ist ein Mietmangel, wenn er mehr als nur geringfügig ist. Einmalige oder vereinzelte Mäuse sind zum Beispiel kein Grund für eine Mietminderung. 

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Hinweis:

Wenn sich die Mäuse massiv vermehren oder wenn sie immer wieder auftauchen, ist dein:e Vermieter:in gefragt. Im Mietrecht besteht eine Anzeigepflicht. Das heißt, du als  Mieter:in musst einen Mangel (hier: Schädlingsbefall) melden.

Melde den Mäusebefall am besten schriftlich (zum Beispiel per E-Mail oder Brief), damit du einen Nachweis hast. Beschreibe, welche Anzeichen du beobachtet hast (Kot, Geräusche, etc.) und seit wann. Fordere dein:e Vermieter:in auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. 

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Gut zu wissen: Mäusebefall wegen baulicher Mängel

Ritzen im Gemäuer, undichte Fenster oder Lücken in der Bausubstanz. Solche baulichen Lücken sind oft Einfallstore für Mäuse. Diese Mängel muss dein:e Vermieter:in beseitigen.

Expertenkommentar

„Ein Mäusebefall sollte sofort der Vermietung gemeldet werden. Nur bei einer Meldung können Mieter:innen ihre Rechte sichern, wenn es beispielsweise um Mietminderung gehen sollte.“

Oranus Mahmoodi
Expertin für Mieten & Kaufen
Oranus Mahmoodi

Als Immobilienexpertin und Redakteurin bei ImmoScout24 informiert dich Oranus Mahmoodi über alle Themen rund ums Mieten und Kaufen. Oranus ist studierte Journalistin und Soziologin. Sie beobachtet die Immobilienwirtschaft seit Jahren. Ihre Expertise als Wirtschafts- und Finanzjournalistin hat sie bei Financial Times Deutschland gewonnen, wo sie über viele Jahre gearbeitet hat. Als Autorin für Nachrichtenagenturen und diverse Wirtschaftstitel hat sie sich intensiv mit allen Seiten der Immobilienwirtschaft beschäftigt. Ihr Credo ist es, komplexe Themen für dich unterhaltsam und verständlich aufzubereiten.

 

Bitte beachte: Oranus Mahmoodi ist Immobilienexpertin, jedoch keine Immobilienmaklerin. Sie kann keine Immobilien vermitteln oder Anfragen dieser Art beantworten. Wende dich hierfür bitte an die jeweiligen Anbieter oder unseren Support.

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Sind Mäuse ein Grund für Mietminderung?

Ist die vertragsgemäße Nutzung der Wohnung durch einen Mangel eingeschränkt, darf die Miete gemindert werden. Allerdings hängt das ab vom: Ausmaß des Befalls, der Ursache und ob du den Mangel ordnungsgemäß gemeldet hast. 
 
Eine einzelne Maus stellt keinen ausreichend gravierenden Mangel dar. Vermehren sich die Mäuse allerdings und verschwinden nicht trotz Gegenmaßnahmen liegt ein Mäusebefall vor. Das könnte eine Mietminderung legitimieren.  

Du musst bei dein:e Vermieter:in am besten schriftlich über einem Mäusebefall, bevor du eigenmächtig die Miete kürzt. Eine Mietminderung darf grundsätzlich erst ab dem Zeitpunkt erfolgen, wo der Vermietende vom Mangel weiß und Gelegenheit hatte, diesen zu beheben.

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Hinweis:

Wie hoch darf die Mietminderung bei Mäusen sein? Gerichtsurteile bieten Anhaltspunkte: In einem moderaten Fall wurden zum Beispiel zehn Prozent Mietminderung als gerechtfertigt angesehen. In einem anderen Fall, bei dem der Mäusebefall die Wohnung nahezu unbewohnbar machte, hat das Gericht sogar eine 100-prozentige Mietminderung zugesprochen. 

Fazit: Vorbeugen ist besser als Ärger mit Mäusen

Schaffe unattraktive Bedingungen für Mäuse: Verstaue Essen gut, entsorge Müll und schließe mögliche Eintrittslöcher im Haus. Bei einer größeren Mäuseplage solltest du entweder professionelle Hilfe oder dein:e Vermieter:in einschalten.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Thema Mäuse in der Wohnung

Maus in der Wohnung – was tun?

Entdeckst du eine Maus in der Wohnung, solltest du zunächst alle Nahrungsquellen sichern und offene Lebensmittel oder Abfälle wegräumen. Anschließend kannst du eine Mausefalle aufstellen (möglichst eine Lebendfalle) und die Maus damit einfangen. Die gefangene Maus lässt du am besten weit entfernt von deinem Zuhause wieder frei und dichtest danach alle möglichen Einstiegslöcher ab, damit keine neue Maus nachkommt.

Wie gefährlich sind Mäuse in der Wohnung?

Mäuse können zur Gefahr für Gesundheit und Wohnung werden. Über ihren Kot und Urin übertragen sie Krankheitserreger (z. B. Hantaviren oder Bakterien) und verunreinigen Lebensmittel, die dann ungenießbar sind. Außerdem nagen Mäuse an Kabeln, Holz und Isolierungen – das kann Kurzschlüsse auslösen oder andere teure Schäden verursachen, weshalb ein Mäusebefall immer ernst genommen und beseitigt werden sollte. 

Wer ist verantwortlich bei Mäusebefall in der Mietwohnung?

Sollten Kosten für eine professionelle Schädlingsbekämpfung anfallen, trägt normalerweise sie der:die Vermieter:in, sofern ein echter Mäusebefall als Mietmangel vorliegt. Ist der Mäusebefall allerdings durch falsches Verhalten des:der Mieter:in verursacht worden, ist dieser dafür verantwortlich.

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