Wohnfläche

Zur Wohnfläche zählen die Flächen aller Räumlichkeiten, die innerhalb der Wohnung liegen und ausschließlich zu ihr gehören. Die Größe der Wohnfläche wirkt sich auf den Preis einer Immobilie aus, ihre Berechnung ist in der Wohnflächenverordnung festgelegt.

Was gehört alles zur Wohnfläche? Das Bad, die sonnige Veranda und der Keller samt Hobbyraum? Auf welcher rechnerischen Grundlage fußt die Wohnfläche und welche Räume können ihr tatsächlich zugerechnet werden?



Die WoFlV 2004 - Maßstab der Gesamtwohnfläche

Die Wohnflächenverordnung aus dem Jahr 2004, kurz WoFlV genannt, bildet die Grundlage für die Ermittlung der Wohnfläche. Hier ist festgelegt, nach welchen Kriterien Flächen als Wohn- oder Nutzfläche zu kategorisieren sind. Wohnflächen setzen sich zusammen aus der Grundfläche aller Räumlichkeiten, „die innerhalb der Wohnung liegen und ausschließlich zu ihr gehören“. Damit ist klar, dass das Badezimmer ebenso zur Wohnfläche zählt wie der Flur oder die Speisekammer in der Wohnküche.

25 bis 50 Prozent auf alle Terrassen und Balkone

Doch nicht nur Räumlichkeiten wie Schlafzimmer, Küche oder Bad zählen laut WoFlV 2004 zum Wohnbereich, auch Loggien, Terrassen und Balkone werden nach ihrer Festlegung der Gesamtwohnfläche zugerechnet – mit einem gravierenden Unterschied: Egal wie groß die Terrasse mit Bodenseeblick ist und egal, ob der Süd-Balkon sich im Sommer vorzüglich zum nächtlichen Schlafen eignet – lediglich 25 Prozent ihrer Grundfläche fließen in die Gesamtwohnfläche ein. Wenn Terrassen besonders gut gelegen oder aufwendig verarbeitet sind, können in Einzelfällen 50 Prozent angerechnet werden.

Null Prozent Wohnfläche - Hundertprozentiger Nutzen

Womit wir bei den Räumen wären, die laut Wohnflächenverordnung nicht bewohnt, sondern genutzt werden: der Keller, die Garage samt Surfbrett oder das nicht ausgebaute Geschoss unterm Dach. All diese Räume sind zu 100 Prozent Nutzfläche und zu 0 Prozent Wohnfläche.