Mieteinnahmen versteuern

Airbnb-Vermieter im Visier des Fiskus

Wer seine eigene Wohnung über Airbnb vermietet, darf sich zusätzlicher Einnahmen erfreuen. Bei der Steuererklärung werden die übers Jahr eingenommenen Gewinne oft vergessen. Jetzt haken die deutschen Finanzbehörden nach.


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Finanzämter kündigen Überprüfung an

  1. Gruppenanfrage
  2. Was droht Steuerhinterziehern?

Das weltgrößte Unterkunftsvermittlungsportal Airbnb hat seinen Europa-Sitz in Irland. Daher können die deutschen Finanzbehörden nicht mal eben vorstellig werden. Also haben sie, mit Unterstützung des Bundesfinanzministeriums, eine sogenannte Gruppenanfrage nach Dublin geschickt. Darin wird die Herausgabe der Vermieterdaten gefordert. Für alle Vermieter soll dann geprüft werden, ob sie ihre Mieteinnahmen in ihrer Steuererklärung angeben.

Steuernachzahlung für die vergangenen zehn Jahre

Viele Vermieter – häufig selbst Mieter – zahlen auf ihre Gewinne keine Steuern. Eine Nachlässigkeit, die richtig teuer werden kann. Denn Steuerhinterziehung ist in Deutschland kein Kavaliersdelikt. Steuerrechtlicher glauben an einen Herausgabeanspruch der deutschen Finanzbehörden. Können die Säumigen ermittelt werden, drohen ihnen Steuernachzahlung für die vergangenen zehn Jahre zuzüglich sechs Prozent Verzugszins pro Jahr plus Strafbescheid und Ordnungsgeld bei illegaler Vermietung. Da kann ganz schön was zusammenkommen.

Wer damit rechnen muss, „enttarnt“ zu werden, sollte schnell handeln. Eine Selbstanzeige kann Straffreiheit erreichen. Das ist aber nur möglich, wenn noch keine Ermittlungen gegen den Steuerpflichtigen eingeleitet wurden. Auch bei einer bereits erteilten Prüfungsanordnung der Finanzbehörde könnte es für die Selbstanzeige bereits zu spät sein.


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