Immobilienkauf: So viel Wohnfläche erhalten Sie für Ihr Geld

Viel Platz für wenig Geld gibt es in der Schnäppchenhochburg Berlin

Je beliebter die Stadt, desto teurer der Wohnraum. Laut einer aktuellen Studie müssen Käufer für dieselbe Quadratmeterzahl in einigen Städten doppelt so tief in die Tasche greifen wie in anderen.


placeholder

Die Berge vor der Tür, Biergarten an jeder Ecke und ein gehobener Lebensstatus – München erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Die Lebensqualität schlägt sich allerdings auch in den Miet- und Kaufpreisen der Immobilien in der bayerischen Hauptstadt nieder. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag der Sparda-Banken mit dem Titel „Wohnen in Deutschland 2017“ bekommen Kaufinteressenten hier für denselben Geldbetrag gerade einmal halb so viel Wohnfläche wie in Berlin oder in Köln angeboten. So ergattern Käufer in der bayerischen Hauptstadt für 242.000 Euro im Durchschnitt gerade einmal 44 Quadratmeter Wohnfläche, in Köln gibt es dafür mit 88 Quadratmeter schon doppelt so viel Fläche. Die Schnäppchenjäger unter den Immobilienkäufer werden jedoch am glücklichsten in Berlin: Hier erhalten sie für 242.000 Euro üppige 98 Quadratmeter.

Immobilien: Kaufverhalten der Deutschen im Überblick


Der Preisvergleich zwischen verschiedenen deutschen Städten ist nicht das einzige interessante Ergebnis, das die Studie zur aktuellen Wohnsituation und Eigentumserwerb der Deutschen zu Tage beförderte.

Die aufschlussreichsten Erkenntnisse der „Wohnen in Deutschland 2017“-Studie im Überblick:

  • Nahezu jeder zweite Deutsche besitzt ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung.
  • Im Durchschnitt investieren Immobilienkäufer in Deutschland 242.000 Euro in das Wohneigentum.
  • Für eine Kaufsumme von 242.000 Euro gibt es in Deutschland durchschnittlich 126 Quadratmeter Wohnfläche.
  • Im Vergleich zu 2008 muss ein Immobilienkreditnehmer bei einer Investitionssumme von 242.000 Euro heute 58.000 Euro weniger Zinsen an die Bank zahlen. Im Gegenzug haben viele Banken die Zinsbindung von fünf auf mehr als zehn Jahre erhöht.
  • In Deutschland müssen Immobilienkäufer für einen Quadratmeter Eigenheim durchschnittlich knapp 2.000 Euro hinblättern.
  • In allen deutschen Städten lohnt sich der Immobilienkauf – sofern man es sich leisten kann. Langfristig ist die Anschaffung einer eigenen Wohnung oder eines eigenen Hauses günstiger als ein vergleichbares Objekt zu mieten.
  • Die Entwicklungsprognose der Sparda-Banken ist, dass Immobilien in Berlin und Hamburg sowie dem Rheinland und Süddeutschland in den nächsten Jahren weiter an Wert gewinnen.

In die Studie flossen neben Ergebnissen aus Analysen des Wohnungsmarktes auch Umfragen mit 1.441 Personen ein. Durchgeführt wurde die Untersuchung vom Beratungsunternehmen Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult (IW Consult) und dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD).



Lage, Lage, Lage: Diese Faktoren ziehen Käufer an


Soll es die schicke Penthousewohnung in bester City-Lage sein oder doch lieber das romantische Häuschen im Grünen? Bei der Wahl eines passenden Eigenheims werfen Kaufinteressenten verschiedene Faktoren in die Waagschale. Hierbei gilt: Je besser das Wohnumfeld zu den individuellen Bedürfnissen passt, desto höher ist das Kaufinteresse. Folgende Faktoren beeinflussen die Kaufentscheidung in der Regel positiv:

  • eine gute Verkehrsanbindung
  • vielfältiges Kultur-, Freizeit- und Bildungsangebot
  • kurze Entfernung zur Arbeit
  • ausreichend Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe
  • gepflegte Häuser im Wohnviertel und saubere Umgebung

Die Ansprüche an das nähere und weitere Umfeld – diese werden in der Fachsprache auch als Mikro- bzw. Makrolage bezeichnet – beeinflussen nicht nur die Lebensqualität, sondern auch den Wert der gekauften Immobilie. Schließlich gilt ein Eigenheim in guter Lage als besonders sichere Investition mit Aussicht auf Wertsteigerung, eben als Betongold.


Diese Artikel könnten Sie interessieren: