Weitergabe von Immobilien

Vererben oder in Etappen verschenken

Ein Haus oder eine Wohnung zu erben, kann ein Traum sein. Damit die Freude ungetrübt bleibt, sollte die Weitergabe beizeiten geregelt werden. Denn das Vererben ist nicht immer die beste Lösung.


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Über die Hälfte der Nach­lässe, die in den kommenden Jahren in Deutsch­land den Besitzer wechseln, beinhalten auch Häuser, Wohnungen und Grund­stücke. Wer der nächsten Generation ohne Wermutstropfen seinen Besitz vermachen möchte, sollte gut informiert sein. Stiftung Warentest beschäftigt sich in ihrer Zeitschrift «Finanztest» (Ausgabe 11/2017) ausführlich mit dem Thema „Immobilien vererben oder verschenken“.

Wie hoch ist der Freibetrag?

Jeder Erbe verfügt über einen persönlichen Freibetrag, in dessen Rahmen er erben kann, ohne Erbschaftsteuern zahlen zu müssen. Allerdings gilt dabei: Je näher der Erbe mit dem Verstorbenen verwandt ist, desto höher ist der Freibetrag. So haben Ehegatten einen Freibetrag von 500.000 Euro, Kinder von 400.000 Euro. Unverheiratete Paare und Patchwork­Familien sind im Nachteil. Sie werden wie Fremde behandelt und können nur 20.000 Euro erben, ohne vom Finanzamt zur Kasse gebeten zu werden.


Auf Raten verschenken

Hier lohnt es sich, über Alternativen nachzudenken – zum Beispiel über eine Schenkung auf Raten. Im Gegensatz zur Erbschaft dürfen Beschenkte ihre persönlichen Freibeträge alle zehn Jahre aufs Neue ausschöpfen. Wer sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigt, kann seine Immobilie im gesetzlichen Rahmen so weitergeben, wie es ihm am liebsten ist. Als Schenker kann er sogar – laut Finanztest-Special – unliebsame Angehörige vom Erbe ausschließen und sich mithilfe einer Nießbrauch-Vereinbarung selbst absichern.

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