Bausparen: Die drei Phasen im Detail

In drei Schritten zur Hausfinanzierung

Das Bausparen gliedert sich in drei verschiedene Abschnitte: Nachdem zunächst ein Mindestguthaben angespart wurde, wird das Darlehen zugeteilt und ausgezahlt. Im letzten Schritt erfolgt dann die Rückzahlung.

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1. Bausparphase: Ansparen

In der ersten der drei Phasen des Bausparens müssen Bausparer ein Mindestguthaben ansammeln, um ein Darlehen zu erhalten. Bei den meisten Tarifen macht dies 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme aus, für den Restbetrag gewährt die Bausparkasse dann das Darlehen. Bei einem Vertrag über 50.000 Euro muss der Kunde in der Ansparphase also 20.000 bis 25.000 Euro ansparen. Dies geschieht in der Regel über monatliche Raten, die etwa drei bis zehn Promille der vereinbarten Bausparsumme betragen – bei 50.000 Euro sind das zwischen 150 und 500 Euro. Wer schneller an sein Sparziel gelangen will, kann auch Sonderzahlungen leisten.

Für das Sparguthaben gewährt die Bausparkasse Zinsen, die allerdings mit 0,5 bis 1,5 Prozent meist relativ mager ausfallen. Deshalb kombiniert man den Bausparvertrag am besten mit einem staatlichen Förderprogramm: Ein Bausparer bekommt derzeit bis zu 45 Euro Wohnungsbauprämie im Jahr, wenn sein zu versteuerndes Jahreseinkommen unter 25.600 Euro liegt. Außerdem kann er bis zu 470 Euro pro Jahr aus den vermögenswirksamen Leistungen einsetzen.

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2. Bausparphase: Zuteilung und Auszahlung

Viele Bausparer vermuten, dass sie das Darlehen sofort ausgezahlt bekommen, wenn sie das Mindestguthaben erreicht haben. Das ist ein Irrtum. Zunächst muss der Bausparer auf die Zuteilung seines Darlehens warten. Der Grund: Es dürfen nicht mehr Darlehen ausgezahlt werden, als Geld im Guthabentopf ist. Fließen der Bausparkasse viele Gelder zu, kann sie auch viele Bauspardarlehen vergeben. Kommen wenig neue Bausparer nach, muss der Kunde unter Umständen länger warten. Deshalb dürfen Bausparkassen auch keine genauen Zeitpunkte der Zuteilung versprechen oder mit geringen Wartezeiten werben. Stattdessen geben sie eine Prognose, wann das Geld voraussichtlich ausgezahlt werden kann. Die Mindestsparzeit beträgt anderthalb Jahre, zudem muss das vereinbarte Mindestguthaben erreicht sein. Allerdings sollten Sie damit rechnen, dass sich die Zuteilung um einige Monate, schlimmstenfalls um bis zu eineinhalb Jahre verschieben kann. Die Reihenfolge, in der die Darlehen vergeben werden, richtet sich nach der sogenannten Zielbewertungszahl. Je mehr Guthaben Sie angespart haben und je länger Sie schon auf eine Zuteilung warten, desto höher fällt die Bewertungszahl Ihres Vertrags aus. Übersteigt sie die von der Bausparkasse festgelegte Mindestbewertungszahl, ist Ihr Vertrag „zuteilungsreif“ und Sie bekommen das Darlehen ausgezahlt. Bei einem Vertrag mit 40 Prozent Mindestguthaben und 20.000 Euro Ansparsumme erhalten Sie zum Beispiel 50.000 Euro, davon 30.000 Euro als Darlehen.

3. Bausparphase: Darlehenstilgung

In der Darlehensphase wird das Bauspardarlehen wie ein Hypothekendarlehen einer Bank getilgt. Die Tilgungsrate setzt sich aus dem beim Vertragsabschluss festgelegten Zinssatz und der Tilgung zusammen und errechnet sich nicht aus der Darlehenshöhe, sondern aus der Bausparsumme. Die Kreditrate ist deutlich höher als bei einem Bankkredit, denn die Bausparkassen wollen das geliehene Geld möglichst schnell zurückerhalten, um es an den nächsten Kunden zu verleihen. Für den Bausparer entstehen dadurch hohe Monatsraten. Wer diese jedoch stemmen kann, ist deutlich schneller schuldenfrei als bei einem Hypothekendarlehen.

Zusammenfassung: Aufbau eines Bausparvertrages

Aufbau eines Bausparvertrages
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