Zuteilungstermin

Der Zuteilungstermin ist der Tag, an dem über die Auszahlung eines Bausparvertrags entschieden wird. Ein Bausparvertrag besteht aus einer Anspar- und einer Kreditphase, der Zuteilungstermin bezeichnet das Ende der Anspar- und den Übergang in die Kreditphase, wenn der Bausparer ein zusätzliches Darlehen wünscht.

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Zuteilungstermin nicht verbindlich festgelegt

Wird ein Bausparvertrag abgeschlossen, so ist es den Bausparkassen oftmals nicht möglich, einen genauen Zeitpunkt für die Zuteilung zu nennen. Ein voraussichtlicher Termin wird zwar oft angegeben, jedoch ist es möglich, dass dieser nicht fristgerecht eingehalten werden kann. Bausparkassen können im Laufe eines Geschäftsjahres mehrere Zuteilungstermine definieren, die Verfahrensweise ist allerdings von Institut zu Institut unterschiedlich.

Voraussetzungen für den Zuteilungstermin

Entscheidend ist, dass den Bausparkassen zu den Zuteilungsterminen bestimmte Summen aus Darlehensrückflüssen und Ansparsummen zufließen, so dass diese als neue Kredite vergeben werden können. Die Bausparverträge mit erfüllten Zuteilungsvoraussetzungen werden als zuteilungsreif bezeichnet.

Diese Zuteilungsvoraussetzungen setzen für einen Bausparvertrag in der Regel eine festgelegte minimale Ansparsumme von circa 40 bis 50 Prozent der Kreditsumme voraus. Die Ansparsumme beschreibt alle geleisteten Einzahlungen, die auf einen Bausparvertrag geleistet werden inklusive der Wohnungsbauprämien und den gutgeschriebenen Zinsen über den Ansparzeitraum. Hinzu kommen die Mindestvertragsdauer und die Mindestsparzeit. Beide beschreiben den Zeitraum beziehungsweise die Zeit, die zwischen Abschluss des Vertrages und dem erstmöglichen Zuteilungstermin liegt. Letztere umfasst je nach Bausparkasse und Tarif zwischen zwölf und 60 Monate.

Mindestbewertungszahl entscheidet über Zuteilungsreihenfolge

Ein weiterer Faktor ist die Mindestbewertungszahl. Diese errechnet sich zum einen aus der Höhe der bisher in den Bausparvertrag eingezahlten Leistungen, den verdienten Zinsen sowie der bisherigen Laufzeit. Sie bestimmt die Zuteilungsreihenfolge aller Interessenten, die sich für ein Darlehen entschieden haben. Erhält ein Bausparvertrag an einem Bewertungsstichtag eine hohe Bewertungszahl, so hat er bei der eigentlichen Zuteilung Vorrang. Eine hohe Bewertungszahl kann beispielsweise erreicht werden, wenn der Bausparer über einen kurzen Zeitraum ein hohes Guthaben einzahlt. Gleichzeitig kann für diesen Fall auch ein geringes Guthaben über eine lange Zeitspanne angespart oder gehalten werden.

Wie bei den vorläufigen Zuteilungsterminen unterscheiden sich auch die Berechnungen der Mindestbewertungszahl voneinander. Grundsätzlich sind die Bausparkassen jedoch gesetzlich verpflichtet, durch das genutzte Berechnungsverfahren alle Bausparkunden gleichwertig zu behandeln, sodass keine Benachteiligung entsteht. Bei älteren Tarifen werden die jeweiligen Quartalsenden als Bewertungsstichtage verwendet, neuere Vertragsabschlüsse werden monatlich berechnet. Sind diese Kriterien erfüllt, kann der Bausparvertrag am Zuteilungstermin teilnehmen.

Zuteilungstermin durch Bausparer beeinflussbar

Der Zuteilungstermin kann vom Bausparer zum Teil selbst beeinflusst werden, indem er Sondereinzahlungen auf den Vertrag leistet. Die Sondereinzahlungen verringern die zu erwartende Darlehenshöhe, erhöhen somit das Guthaben und die Zuteilung kann mitunter schneller ausgeführt werden. Dafür ist später keine Zinszahlung oder Tilgung mehr fällig. Der Bausparer sollte bedenken, dass eine geringere Bausparsumme auch eine geringere Ansparzeit bedeutet. Ist die Summe zu hoch gewählt, verlängert sich automatisch auch die Ansparzeit. Nicht zu verwechseln ist der Begriff Zuteilungstermin mit der Zuteilung oder der Zuteilungsreife.

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