Bauspartarif

Der Bauspartarif beinhaltet detailliert die Konditionen und Rahmenbedingungen eines Bausparvertrages. Die wichtigsten Tarifmerkmale sind: Höhe der Guthaben- und Darlehenszinsen, Höhe der Spar- und Tilgungsbeträge, Höhe der Mindestansparsumme sowie die Mindestwartezeit.

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Anbieter öffentlich-rechtlicher Landesbausparkassen und privater Bausparkassen (z. B. Schwäbisch Hall) erweitern ihre Produktpalette durch immer neue Tarifvarianten, so dass verschiedene Zielgruppen mit individuellen Bedürfnissen angesprochen werden können. Je nach Intention können Bausparer aus vielfältigen Bauspartarifen für die Finanzierung von Wohnraum oder auch für Wohnraummodernisierung oder ‑sanierung auswählen. Je nach Tarifvariante ergeben sich Unterschiede für die Ansparzeit, die Tilgungsdauer und auch für die Guthabenzinssätze und den gebundenen Sollzinssatz. So ist es möglich, dass die Sparzeit bei Regelbeträgen durchaus zwischen sieben und elf Jahren und die Tilgungsdauer auch sechs bis 14 Jahre betragen können.

Bauspartarif für ausgewählte Zielgruppen

Bausparkassen können Bauspartarife im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben an die Bedürfnisse der Bausparer anpassen. Bauspartarife für die Zielgruppe Renditesparer haben primär das Ziel, in der Ansparphase hohe Zinsen gutgeschrieben zu bekommen. Ebenfalls beliebt bei Bausparern sind Tarife, die in der Ansparphase flexibel sind, indem zwischen einzelnen Tarifen gewechselt werden kann. Für Verbraucher ist zu empfehlen, die genauen Tarifkonditionen bei den einzelnen Bausparkassen abzufragen und sich bei Bedarf umfassend beraten zu lassen, um den optimalen Tarif auswählen zu können.

Für die Auswahl ist eine Vielzahl von Einflussgrößen zu berücksichtigen, die in den verschiedenen Tarifen verankert sind. Nicht unwesentlich beeinflussen Entgelte für Abschluss- und Darlehensgebühren sowie Kontoführungsgebühren die Höhe des Finanzierungsaufwandes. Ein Vergleich sollte sich deshalb nicht auf die Höhe des Sollzinssatzes sondern auf den Effektivzinssatz stützen. Auf diese Weise eignet sich der passende Bauspartarif für zum Ansparen, zum Bauen oder Kauf von Wohnraum genauso wie für die Finanzierung von Modernisierungen oder zum Riestern.

Rechtliche Grundlagen

Die Bausparkassen sind bei der Einführung neuer Tarife gebunden an die Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), des Bausparkassengesetzes (BauSparkG) und der Bausparkassenverordnung (BausparkV). Ein neu eingeführter Bauspartarif bedarf der Genehmigung der BaFin. Wesentliches Unterscheidungsmerkmal der Bauspartarife ist die Dauer der Ansparphase. So gibt es Tarife z. B. für Schnell- und Langsamsparer, je nach zeitlich fixiertem Darlehensbedarf. Da Bausparverträge in Deutschland für die Wohnraumfinanzierung eine bedeutende Funktion innehaben, wurden bereits früh rechtliche Vorgaben für die Bausparkassen festgeschrieben. Am 21. Juni 1972 verabschiedete der Bundestag das Bausparkassengesetz. Seitdem wurden mehrere Anpassungen notwendig, die als Neuerungen in der BausparkV festgeschrieben worden sind. Zum Schutz der Bausparer und des von Ihnen angesparten Kapitals.

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