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Mieter tot: Was tun bei Tod des Mieters?

Leider kommen mit dem Tod eines Menschen auch viele Formalitäten auf die Hinterbliebenen zu. Zu diesen gehört auch der Umgang mit der hinterlassenen Wohnung. Im ersten Moment kann man es oft einfach nicht fassen. Der Tod eines Menschen erscheint einem gänzlich unwirklich und die Zeit, bis man den Verlust verwunden hat, kann Jahre dauern. Doch während man noch mit der Trauer kämpft, klopft schon die Realität an die Tür.


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Der Mietvertrag bleibt im Todesfall vorerst bestehen - zum Schutz der Hinterbliebenen.

Formalitäten, mit denen man sich im Augenblick des Schmerzes am liebsten gar nicht auseinandersetzen möchte, müssen geregelt werden. Was gilt es als Hinterbliebener zu beachten, wenn der oder die Verstorbene bis zuletzt in einer Mietimmobilie gewohnt hat? Und wie gehe ich mit der Eigentumswohnung oder mit dem Haus des oder der Verstorbenen um? Was muss ich als Hinterbliebener beachten? Lesen Sie hier, welche Details besonders wichtig sind.

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Was tun, wenn der Mieter stirbt?


  1. Mietvertrag bleibt bestehen: Zum Schutz der Hinterbliebenen hat der Mietvertrag weiterhin Bestand. Das schließt Ehepartner sowie Partner aus eingetragenen Lebensgemeinschaften und in der Wohnung lebende Kinder gleichermaßen mit ein. Dies bedeutet zugleich, dass Hinterbliebene weiterhin in der Wohnung des Verstorbenen wohnen können. Jedoch sollte der Vermieter über die Umstände informiert werden.
  2. Erbfall: Wenn der Verstorbene allein gelebt hat und der Mietvertrag Teil des Erbes ist, trägt der Erbe alle mit der Wohnung verbundenen Rechte, Pflichten und Kosten. Sollte der Hinterbliebene bzw. der Erbe die Wohnung nicht übernehmen wollen, muss er dies innerhalb eines Monats nach Eingang der Todesbenachrichtigung dem Vermieter mitteilen und kann dann die Wohnung gemäß der gesetzlichen Frist kündigen. Denken Sie auch daran, dass alle anfallenden Schönheitsreparaturen vom Erben vorgenommen oder veranlasst werden müssen. Je schneller Sie die Wohnung räumen, desto weniger Kosten entstehen Ihnen durch Miete und Energieverbrauch.


Tipp von ImmobilienScout24:

Holen Sie Informationen zum vollen Umfang des Erbes ein, um bei der Übernahme eventueller Schulden das Erbe rechtzeitig ausschlagen zu können. Bedenken Sie jedoch, wenn Sie das Erbe ausschlagen, dass Sie auch nicht das kleinste Andenken aus der Wohnung mitnehmen dürfen.



Todesfall - was tun mit der Immobilie?

Im ersten Moment kann man es oft einfach nicht fassen. Der Tod eines Menschen erscheint einem gänzlich unwirklich und die Zeit, bis man den Verlust verwunden hat, kann Jahre dauern. Doch während man noch mit der Trauer kämpft, klopft schon die Realität an die Tür. Formalitäten, mit denen man sich im Augenblick des Schmerzes am liebsten gar nicht auseinandersetzen möchte, müssen geregelt werden. Lassen Sie uns Ihnen zur Seite stehen und Sie auf das Notwenigste hinweisen.

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Was tun, wenn Verstorbener im eigenen Haus wohnte?


Wenn die verstorbene Person bis zuletzt in ihrer eigenen Immobilie – egal ob Haus oder Eigentumswohnung – wohnte, kommt für Sie als Hinterbliebener einiges auf Sie zu. Wir verschaffen Ihnen aber gerne einen Überblick über die wichtigsten Punkte, die es in dieser emotionalen Situation besonders zu beachten gilt.

Grundsätzlich tun sich insgesamt drei Optionen auf:

  1. Eigennutzung
  2. Vermietung
  3. Verkauf

Beispiel

Welche dieser drei Optionen Sie nutzen, entscheiden Sie natürlich selbst. Es hilft aber, wenn Sie sich bewusst darüber sind, in wie fern Ihre Lebensumstände eine der Optionen ein- oder ausschließt.


Sie wohnen samt Frau und Kinder in einem Einfamilienhaus. Sie und Ihre Lebensgefährtin arbeiten beide in Vollzeit, sodass Sie ohnehin nicht viel Zeit für andere Dinge im Leben haben. Dieser kurzen Beschreibung nach wäre der sinnvollste Schritt, das Haus nach dem Tod zu verkaufen.

  1. wohnen Sie ja selbst bereits in einem Einfamilienhaus und
  2. verfügen Sie offensichtlich nicht über diejenigen Kapazitäten, die Sie für eine effektive Vermietung des Objektes bräuchten.

Der Verkauf der Immobilie scheint in dem genannten Beispiel also die bessere Option gegenüber den anderen beiden zu sein. Doch was gilt es bei einem Verkauf zu beachten? Welche Fehler gilt es unbedingt zu vermeiden? Wir zeigen Ihnen, auf was Sie als Verkäufer unbedingt achten müssen und wie Sie sogar noch Steuern sparen können.

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Haus verkaufen nach Todesfall

Zunächst einmal sollten Sie sicherstellen, ob der Verstorbene ein Testament hinterlegt oder einen Erbvertrag gemacht hat. Aus diesen geht im Regelfall hervor, wie mit dem Nachlass verfahren werden soll. Sollten Sie ein Haus erben, stehen Sie vor einer schwierigen Entscheidung: Selbst nutzen, vermieten oder verkaufen?

Grundsätzlich sollte eine derartige Entscheidung erst nach reiflicher Überlegung getroffen werden. Meist hängen an einem solchen Haus viele Erinnerungen, was die Trennung in emotionaler Hinsicht umso mehr erschwert. Auch wenn es in diesem Augenblick schwer fällt: Langfristige Aspekte sollten in der Entscheidungsfindung eine entscheidende Rolle einnehmen, denn die Trauerphase endet nach einer gewissen Zeit und der Alltag erhält wieder Einzug in Ihr Leben.


Sie überlegen nach dem Tod Ihres Mieters Ihre Immobilie zu verkaufen?

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Tipp von ImmobilienScout24:

Wägen Sie innerhalb Ihrer Familie ab, welche der drei Optionen für alle Betroffenen gleichermaßen die bessere ist. Überlegen Sie, wie Sie zu einem späteren Zeitpunkt nach der Trauerphase die jetzige Entscheidung treffen würden. Dies kann helfen, die Emotionalität nicht zu sehr Einfluss auf die endgültige Entscheidung nehmen zu lassen.

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Eigentumsverhältnisse klären

Steht fest, dass dem Nachlass der verstorbenen Person eine Immobilie zugehört, können Sie sich gegenüber dem Grundbuchamt mittels Eröffnungsprotokoll des Nachlassgerichts als rechtmäßiger Eigentümer ausweisen. Es kann jedoch auch vorkommen, dass Unklarheit über die Erbfolge herrscht. In diesem Fall müssen Sie einen sogenannten Erbschein beantragen.

Erbschein: Der Erbschein wird grundsätzlich nur nach entsprechendem Antrag an das zuständige Amtsgericht von eben diesem Gericht ausgestellt und gibt Auskunft darüber, wer tatsächlich Erbe ist und in welcher Relation zueinander mehrere Personen erben.

Für einen solchen Antrag müssen Sie mitbringen:

  • Personalausweis
  • Sterbeurkunde
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde

Beachten Sie jedoch, dass für die Ausstellung eines Erbscheins Gerichtsgebühren anfallen. Prüfen Sie also sorgfältig, ob Sie sich auch ohne einen Erbschein als Erben ausweisen können. Eine Vorsorge- oder Kontovollmacht kann hier schon ausreichend sein.


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Haus verkaufen nach Tod: Wie gehe ich am besten vor?


Informationen sammeln: Hier finden Sie auf einen Blick alle relevanten Hinweise und Kriterien, die Sie brauchen, um die jeweilige Immobilie nicht unter Wert zu verkaufen.

Hilfe hinzuziehen: Je unerfahrener Sie rund um das Thema Immobilien sind, desto ratsamer ist es, sich eine kompetente Hilfe zu holen. Sie können entweder selbst eine kostenlose und unverbindliche Immobilienbewertung über ImmobilienScout24 vornehmen. Oder Sie wenden sich an einen Makler, der in der Umgebung des zu verkaufenden Hauses tätig ist und örtliche Verkaufspreise bereits aus seinem Berufsalltag kennt.

Sie sollten auf jeden Fall einen Makler beauftragen, wenn Sie:

  1. für den Verkaufsprozess keine Zeit haben und
  2. kaum bis keine Expertise in diesem Bereich besitzen.

Auf diese Weise sind Sie vor bösen Überraschungen gefeit, denn primär interessiert den potentiellen Käufer die Abwicklung eines möglichst lukrativen Kaufgeschäfts.

Steuern beachten: Bevor Sie ein Haus eines Angehörigen nach dem Tod verkaufen, sollten Sie sich unbedingt vorher darüber informieren, ob gegebenenfalls Steuern zu entrichten sind. So kann beispielsweise die sogenannte Spekulationssteuer anfallen.

Sie zahlen jedoch keine Spekulationssteuer, wenn:

  • Sie die zu verkaufende Immobilie im Verkaufsjahr und den zwei vorausgegangenen Kalenderjahren selbst genutzt haben
  • die zu verkaufende Immobilie mindestens zehn Jahre lang von Mietern bewohnt wurde

Es können sogar noch Gewerbe- und Umsatzsteuer fällig werden, wenn Sie beispielsweise innerhalb von fünf Jahren drei Immobilien veräußern. Weitere ausführliche Informationen zur Steuerthematik bei einem Hausverkauf finden Sie hier.

Entrümpelung: Das Haus eines Verstorbenen zu entrümpeln, ist emotional kein leichtes Unterfangen. Sie müssen dies aber nicht tun. Es gibt spezialisierte Entrümpelungsunternehmen, die Ihnen diese Arbeit abnehmen. Doch welches Unternehmen seriös und professionell arbeitet, ist nicht immer auf dem ersten Blick zu erkennen. Wir können Ihnen dabei helfen, herauszufinden, ob ein Entrümpelungsunternehmen vertrauenswürdig ist oder unseriös arbeitet. Wir bieten Ihnen alle notwendigen Informationen rund um das Thema Entrümpelung, damit Sie auf der sicheren Seite sind.


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Endgültige Entscheidung


Sie stehen an dem Punkt, an dem alles Notwendige für den Hausverkauf erledigt ist. Es fehlen nur noch die Unterschriften auf dem Kaufvertrag. Mit Ihrer Unterschrift trennen Sie sich endgültig vom Haus. Das ist vor allem dann eine schwierige Entscheidung, wenn mit dem Haus viele schöne Erinnerungen verbunden sind. Wenn Sie in dieser Situation ein Unbehagen verspüren, ist es ratsam, sich mit den engsten Angehörigen und Freunden noch einmal zusammenzusetzen und sich zu beratschlagen, um schlussendlich zu einer gereiften und endgültigen Entscheidung zu kommen. Das Ziel sollte nämlich sein, dass Sie langfristig gut mit der getroffenen Entscheidung leben können.