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Je nach Zustand und Lage Ihrer Immobilie ist es sinnvoll, vor dem Verkauf in bestimmte Maßnahmen zur Renovierung zu investieren. So steigern Sie den Verkaufspreis und können die entstandenen Kosten außerdem von der Steuer absetzen. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über verschiedene Maßnahmen, besonders beliebte Renovierungen und Details zur Verrechnung der entstandenen Kosten mit der Steuer.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wertsteigernde Maßnahmen sind als Modernisierung oder „Update“ Ihrer Immobilie zu verstehen.
  • Besonders beliebt sind Renovierungsmaßnahmen zur energetischen Sanierung, Dämmung oder Modernisierung der sanitären Anlagen.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Sie die Kosten für Renovierungsmaßnahmen in voller Höhe als Werbungskosten geltend machen, um Steuern zu sparen.
  • Die Basis für den Immobilienverkauf bildet eine aktuelle Immobilienbewertung. Hier erfahren Sie kostenlos, welcher Preis für Ihr Haus oder Ihre Wohnung angemessen ist.
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Was ist der Unterschied zwischen wertsteigernden und werterhaltenden Maßnahmen?

Zunächst einmal wird zwischen Instandhaltung und Modernisierung unterschieden. Sie sollten Ihre Immobilie natürlich im bestmöglichen Zustand verkaufen, um so mehr Interessenten zu finden und einen höheren Preis zu erzielen. Interessanterweise unterschätzen Kaufinteressenten die Kosten für eine Sanierung oder Modernisierung fast immer, sodass Sie den Preis für die Maßnahmen zum Kaufpreis addieren können und darüber hinaus einen Gewinn erwarten dürfen.

Dabei ist es aber wichtig, zwischen den verschiedenen Maßnahmen zu unterscheiden. Manchmal sind es reine Schönheitsreparaturen wie etwa ein Anstrich, die nötig sind. Diese werden den Preis der Immobilie nicht steigern, erhöhen aber die Chancen auf einen Verkauf deutlich. Ein guter Makler kann Sie dazu beraten, wie Sie Ihr Objekt optimal im Exposé darstellen. Unser Service: Wir empfehlen Ihnen drei gute Makler in Ihrer Region.

Werterhaltende Maßnahmen nehmen Sie normalerweise schon dann vor, wenn Sie die Immobilie noch selbst bewohnen. Hier geht es darum, zu verhindern, dass das Objekt an Wert verliert. Beispielsweise gehören kleine Reparaturen von Rissen im Mauerwerk oder von losen Ziegeln zu diesen Maßnahmen. Manchmal handelt es sich um eine Renovierung, die aber auf den Wert keinen direkten Einfluss hat.

Besonders interessant sind allerdings die wertsteigernden Maßnahmen. Wenn Sie die Immobilie vor dem Kauf zum Beispiel energetisch sanieren, dürfen Sie auf eine deutliche Wertsteigerung hoffen. Sie verbessern so den Zustand des Hauses sowie seine Nutzungsdauer, während Sie zugleich die energetischen Kosten senken. Falls Sie eine denkmalgeschützte Immobilie besitzen, erfahren Sie in diesem Artikel, worauf Sie bei einer Sanierung achten müssen.

Welche Maßnahmen sind vor dem Hausverkauf empfehlenswert?

Nicht alle Modernisierungsmaßnahmen sind empfehlenswert. Es kommt stets auf den Zustand Ihrer Immobilie, die gewählte Zielgruppe für den Verkauf und auch auf die aktuellen Prioritäten auf dem Immobilienmarkt an. Die folgenden Maßnahmen sind derzeit besonders beliebt:

  • modernisierte Bäder

  • große Grundrisse

  • hochwertiger Innenausbau mit Materialien wie Holz, Parkett oder Naturstein

  • moderne Heizung

Hingegen sind der Fenstertausch, die Neugestaltung des Gartens oder der Einbau eines Kaminofens nicht immer explizit verkaufsfördernd. Wir empfehlen Ihnen, sich vor dem Verkauf Ihres Objektes von einem Experten beraten zu lassen. Dieser kann in einem Verkehrswertgutachten den aktuellen Wert, aber auch den erwarteten Wert nach Renovierungsmaßnahmen aufschlüsseln. Außerdem können Sie eine Online-Immobilienbewertung vornehmen, die Ihnen auch aufzeigt, mit welchem Wertzuwachs Sie je nach Maßnahme rechnen können.

Besonders lohnenswert sind Investitionen in die energetische Sanierung Ihrer Immobilie. Von Dämmung über neuen Heizkessel bis hin zu Solar-Panels gibt es viele Möglichkeiten, die stets von der Lage Ihrer Immobilie abhängen. Informieren Sie sich über staatliche Fördermöglichkeiten. Gerade im Bereich der Dämmung sowie bei erneuerbaren Energien haben Sie gute Chancen auf Subventionen und Fördergelder.

Wann darf ich Renovierungsmaßnahmen von der Steuer absetzen?

Ein weiterer Vorteil von Renovierungsmaßnahmen ist die Option, die Kosten dafür von der Steuer absetzen zu können. Wenn Sie eine Immobilie vermieten, dürfen Sie anfallende Kosten als Erhaltungsaufwand und damit Teil der Werbungskosten von der Steuer absetzen. Auch für den Hausverkauf ist dies manchmal möglich – insbesondere wenn es sich explizit um wertsteigernde Maßnahmen handelt.

Dabei kommt es jedoch auch darauf an, welchen Ausgangszustand Ihr Objekt hat. Wenn dieses sehr alt ist oder nur eine einfache Ausstattung besitzt, werden Ihnen die Kosten für Renovierungsmaßnahmen eher zu den Herstellungskosten gerechnet und lassen sich nur über 50 Jahre hinweg abschreiben (mit zwei Prozent pro Jahr).

Achten Sie bei Immobilien darauf, dass die Modernisierungskosten innerhalb der ersten drei Jahre nach dem Kauf nicht über 15 Prozent des Anschaffungspreises liegen. Nach diesen drei Jahren dürfen Sie auch höhere Kosten für Renovierungsmaßnahmen direkt von den Steuern absetzen. Dies steigert zwar nicht direkt den Verkaufspreis, führt aber dazu, dass Sie weniger Steuern bezahlen müssen und dadurch insgesamt Geld sparen.

Mehr über Steuern beim Hausverkauf erfahren Sie hier.

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