Sobald alle Voraussetzungen für den Verkauf einer Immobilie erfüllt sind, fordert der Notar den Käufer zur Entrichtung des Kaufpreises auf, wofür dieser zwei Wochen Zeit hat. Hier erfahren Sie, um welche Bedingungen es sich handelt, wie der Käufer den Preis überweisen kann und wann das Eigentum im Grundbuch umgeschrieben wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Verkäufer erhält den Kaufpreis, bevor er das Eigentum übergeben muss. Erst im Anschluss werden die Daten im Grundbuch geändert.
  • Der Käufer darf dank Notar sichergehen, dass er nach Zahlung von Kaufpreis und Grunderwerbsteuer Eigentümer der Immobilie wird.
  • Ab Zahlungsaufforderung hat der Käufer zwei Wochen Zeit, den Kaufpreis zu entrichten, beispielsweise auf ein Notaranderkonto, oder es werden alternativ Ratenzahlungen vereinbart.
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Wann ist der Kaufpreis beim Immobilienverkauf fällig?

Da es sich beim Immobilienkauf und -verkauf um hohe Summen handelt, gibt es strenge Vorschriften, die beide Parteien schützen. Als Verkäufer sollten Sie keinesfalls ein Risiko eingehen. Die wichtigste Regel lautet für Sie: Schlüsselübergabe erst nach Bezahlung des Kaufpreises!

Wenn die folgenden Grundvoraussetzungen erfüllt sind, schickt der beauftragte Notar eine Zahlungsaufforderung an den Käufer:

  • In Abteilung II des Grundbuchs ist eine Auflassungsvormerkung für den Käufer eingetragen

  • Keine weiteren Personen haben ein Vorkaufsrecht

  • Eventuell vorhandene Grundschulden sind gelöscht bzw. ihre Löschung ist nachweislich vorgemerkt

  • Die Gemeinde erhebt keinen Anspruch auf ihr gesetzliches Vorkaufsrecht

Nach Eingang der Aufforderung hat der Käufer hat dann zwei Wochen Zeit, den Preis zu begleichen. Weitere Informationen zur Preisermittlung einer Immobilie erhalten Sie in diesem Artikel.

Wie kann der Käufer den Kaufpreis überweisen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Kaufpreis zu erhalten. Die gewählte Variante wird normalerweise im notariell beurkundeten Kaufvertrag festgehalten. Häufig bezahlt der Käufer den gesamten Betrag in einer Einmalüberweisung. Dies kann er schon vor der Aufforderung des Notars tun, indem er den Betrag auf ein vom Notar verwaltetes Notaranderkonto einzahlt. Das beschleunigt den Verkaufsprozess, führt aber zu Kosten für den Käufer. In diesem Artikel erhalten Sie ausführliche Informationen zu den Vor- und Nachteilen eines Notaranderkontos.

Alternativ sind eine Ratenzahlung und eine Rentenzahlung möglich. Die Rentenzahlung wird vor allem von älteren Verkäufern bevorzugt. Sie besteht darin, dass der Käufer dem Verkäufer bis zu dessen Lebensende monatlich eine festgelegte Rente überweist.

Sollte der Käufer seinen Zahlungen nicht nachkommen, haben Sie als Verkäufer die Möglichkeit, den Kaufpreis mithilfe einer Zwangsvollstreckung einzutreiben. Außerdem dürfen Sie vom Kaufvertrag zurücktreten.

Wann erfolgen die Änderungen im Grundbuch?

Der genaue Zeitpunkt der Eigentumsänderung im Grundbuch hängt davon ab, ob Sie ein Notaranderkonto „zwischenschalten“ oder den Kaufpreis direkt auf Ihrem Konto erhalten. Wenn der Käufer den Betrag direkt an Sie überweist, müssen Sie den Eingang beim Notar bestätigen. Dieser veranlasst dann die Umschreibung des Eigentums beim Grundbuchamt. Alternativ veranlasst der Notar die Umschreibung, sobald der Kaufpreis auf dem Notaranderkonto eingegangen ist. Diesen Betrag überweist er dann an Sie weiter.

Wenn der Käufer sowohl die Grundsteuer beim Finanzamt als auch den vollen Kaufpreis entrichtet hat, wird er in Abteilung I des Grundbuchs als offizieller Eigentümer der Immobilie eingetragen. Dieser Prozess kann je nach Grundbuchamt einige Zeit dauern. Aufgrund der Auflassungsvormerkung kann der Käufer auch dann schon einziehen, wenn die Umtragung noch nicht komplett ist, er aber Kaufpreis und Grundsteuer entrichtet hat.


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