Aktualisiert am 6. Juli 2021

Das Abschleifen von Dielen ist kein Kinderspiel, mit Geduld und handwerklichem Geschick kannnst du deine Fußböden aber selbst erneuern.


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So viel Zeit solltest du für das Schleifen einplanen

Die Suche nach erschwinglichem Wohnraum in beliebten Altbauquartieren kann sich bekanntlich in die Länge ziehen. Hast du endlich etwas Passendes gefunden, wird oft nicht lange verhandelt. Da übernehmen viele die Wohnung, wie sie ist. Da werden auch der fünfmal überlackierten alten Holzdielen akzeptiert. Es hilft nur eins: Der Lack muss ab, der Boden bis aufs rohe Holz abgeschliffen werden.

Leichter gesagt als getan. Denn alles in allem stehen einem für das Abschleifen von einem 20 Quadratmeter großen Raum bis zu zehn Stunden harte Arbeit bevor. Nicht selten sind sechs staubige, laute Schleifgänge nötig. Mit ein wenig Geschick erstrahlen die Dielen danach aber in neuem Glanz.


Was kostet Ihr Umzug?

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Kosten

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Auf dieser Basis berechnet der Umzugskostenrechner die finalen Kosten für Ihren Umzug:

Wohnung

  • kein Balkon, keine Garage
  • Die alte/ neue Wohnung befindet sich jeweils im 3. OG
  • Alle Zimmer (inkl. Keller) weisen einen normalen Füllstand auf

Umzug

  • Der Transportweg von der Wohnungstür bis in den LKW (Auszug/ Einzug) beträgt 10m
  • Preis für Transport pro m3: 25 Euro
  • Preis für m3 pro 10 km Entfernung: 8 Euro
  • Sonderleistungen (Umzugskartons, Möbelmontage oder Küchenabbau) werden nicht berücksichtigt

Das benötigst du zum Bodenschleifen

Die Maschinen und das Schleifmaterial kannst du bei jedem Schleifmaschinenverleih und in vielen Baumärkten anmieten. Gegen eine Zusatzgebühr werden die bis zu 80 Kilo schweren Maschinen auch angeliefert.

Zur Grundausstattung gehört ein Set aus Schleifmaschinen, bestehend aus einer Band- oder Walzenschleifmaschine für die großen Flächen und einem Randschleifer. Die Tagesmiete für beide Maschinen zusammen beträgt zwischen fünf und 20 Euro. Es sind außerdem Schleifmaschinen mit integriertem Staubsauger auf dem Markt. Sie ermöglichen ein leises und staubfreies Schleifen der Hauptflächen, sind mit rund 30 Euro pro Tag allerdings auch teurer.

Weitere Kosten kommen hinzu für die grob- bis feinkörnigen Schleifbänder und Schleifscheiben. Auch benötigst du Lack, Öl oder Wachs zur Nachbehandlung des geschliffenen Bodens. Bei Dielen musst du mit durchschnittlichen Materialkosten von fünf bis sieben Euro pro Quadratmeter rechnen. Wer Profis beauftragt, zahlt oft den vierfachen Preis.

Den Arbeitsschutz solltest du nicht vergessen. Festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe verstehen sich von selbst. Auch Staubmaske und Ohrenschutz zählen zur Minimalausrüstung, spätestens beim Einsatz des Randschleifers. Kontaktlinsenträger solltest du an eine Schutzbrille denken.

Vor dem Schleifen müssen alle Köpfe von aus dem Boden herausstehenden Nägeln mit gezielten Hammerschlägen versenkt werden. Die können nämlich die Schleifwalze beschädigen.

Um den späteren Ecken- und Randschliff zu vereinfachen, sollten außerdem alle Sockel- und Scheuerleisten entfernt werden. Mit dem Grundschliff wird der Boden von der Lackschicht befreit. Benötigt wird das gröbste Schleifband, wobei die Wahl der Körnung vom Zustand der Dielen abhängt. Auf der sicheren Seite bist du mit einer 16er-Körnung.

So schleifst du den Parkettboden

Der Grundschliff erfolgt diagonal zu den Dielen: von einer Zimmerecke zur schräg gegenüberliegenden, jeder Schleifgang stets leicht versetzt zum vorangegangenen, jeweils einmal vor und auf der gleichen Bahn zurück. Anschließend wird die andere Diagonale des Raumes nach dem gleichen Verfahren bearbeitet. Beide Diagonalschliffe werden so lange wiederholt, bis der alte Lack verschwunden, der Fußboden "restlos plan" geschliffen ist und alle Fugentäler und Unebenheiten beseitigt sind.

Die folgenden Mittel- und Feinschliffe werden in Laufrichtung der Dielen geführt. Wieder kommt zunächst die Schleifbandkörnung 16 zum Einsatz. Danach die Schleifbänder mit den Körnungen 24, 40, 80 und 120. Mit jeder Körnung wird zwar wieder Bahn für Bahn, dafür aber nur einmal geschliffen. Zuletzt sollten alle beim Grundschliff entstandenen Schleiffurchen verschwunden sein.

Für das Schleifen der Ränder und Ecken nach dem Grob- und vor dem Feinschliff wird noch heute häufig die Flex benutzt. Allerdings kann eine schlecht geführte Flex zu blutigen Arbeitsunfällen führen. Für ungeübte Laien ist der viel leichter zu bedienende Randschleifer zu empfehlen. Wie der Flächen- muss auch der Randschleifer ständig bewegt werden, um Schleif- oder gar Brandspuren zu verhindern.

Versiegeln, wachsen oder ölen: Welche Schlussbehandlung Sie dem abgeschliffenen Holzboden angedeihen lassen, musst du selbst entscheiden. Alle drei Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile.


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