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Räumungsklage

Ablauf, Kosten, Dauer & Muster einer Räumungsklage

Wenn der Mietvertrag gekündigt, aber der Mieter immer noch nicht ausgezogen ist, kommt es wahrscheinlich zu einer Räumungsklage.
Eine Räumungsklage ist das letzte Mittel für den Vermieter, den gekündigten Mieter oder dessen Hinterlassenschaften aus der Wohnung zu bekommen. Auf diesem Weg erwirbt der Vermieter einen Räumungstitel, um wieder über das Mietobjekt verfügen zu können. Wie eine Räumungsklage eingereicht wird, wie lange sie dauert und welche Kosten mit der Räumungsklage verbunden sind, erfahren Sie in diesem Artikel.


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Wo und wie wird die Räumungsklage eingereicht?


Wer als Mieter mehrfach mit seinen Mietzahlungen in Verzug ist, muss mit einer fristlosen Kündigung durch den Vermieter rechnen. Räumt der Mieter die Wohnung trotz Kündigung nicht, kann der Vermieter beim zuständigen Amtsgericht eine Räumungsklage einreichen.

Ziel der Klage ist es, einen vollstreckbaren Räumungstitel zu erlangen. Dieser Titel muss alle Bewohner des Mietobjekts namentlich aufführen, unter Umständen auch die volljährigen und erwerbstätigen Kinder des Mieters. Mit diesem Titel ausgestattet kann der Vermieter letztlich die Wohnung räumen lassen – nach Ende einer sogenannten Räumungsfrist und durch den Gerichtsvollzieher.

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Ist eine Räumungsklage aussichtsreich?


Eine Räumungsklage sollten Sie nur einreichen, wenn Sie davon ausgehen können, dass sie erfolgreich verlaufen wird. Wird ihr nicht stattgegeben, müssen Sie die Kosten des Verfahrens selbst tragen und der Mieter darf weiterhin in der Wohnung bleiben.

Aufgrund des weitgehenden Mieterschutzes und der Härtefälle sind viele Klagen aussichtlos. So wird zum Beispiel eine schwangere Mieterin die Wohnung kaum verlassen müssen, weil Sie Eigenbedarf anmelden. Lassen Sie sich von einem Fachanwalt für Mietrecht dahingehend beraten, ob Ihre Interessen höher einzuschätzen sind als die des Mieters. Dies muss gegeben sein, um eine Räumungsklage erfolgreich durchzuführen.

Zahlt der angeklagte Mieter während des Prozesses überraschend die ausstehenden Mieten sowie eine Nutzungsentschädigung oder räumt er die Wohnung freiwillig, wird die Räumungsklage höchstwahrscheinlich abgewiesen. Gleiches gilt im Fall von Mietnomaden, die über Nacht aus der Wohnung verschwinden. Hier müsste der Vermieter als Antragsteller der Räumungsklage die Kosten des Prozesses tragen, wenn er die Klage zurückziehen würde. Anstatt sie zurückzuziehen ist die sinnvollere Lösung, den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt zu erklären. Dies kann, je nach Reaktion des Mieters und weiteren Entscheidungen des Gerichts, dazu führen, dass die Kosten doch noch komplett vom Mieter getragen werden.

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Ablauf einer Räumungsklage


Der ungefähre Ablauf einer Räumungsklage ist immer gleich – egal, aus welchem Grund der Vermieter dem Mieter kündigen möchte:

  1. Der Vermieter kündigt dem Mieter.
  2. Der Mieter legt Widerspruch ein oder zieht nicht fristgerecht aus.
  3. Der Vermieter informiert schriftlich über eine neue Auszugsfrist.
  4. Der Mieter zieht auch zur neuen Frist nicht aus.
  5. Der Vermieter reicht die Räumungsklage ein und muss zunächst den Gerichtskostenvorschuss zahlen.
  6. Der Mieter erhält die Räumungsklage und kann hierauf antworten.
  7. Bei Nichtbeantwortung erhält der Vermieter den Räumungstitel schnell.
  8. Es erfolgt, bei Verteidigung des Mieters, eine Gerichtsverhandlung.
  9. Das Gericht spricht ein Urteil, das vier Wochen nach der Verkündung rechtskräftig und vollstreckungsfähig ist.
  10. Ein Gerichtsvollzieher wird mit der Durchführung beauftragt.
  11. Wenn der Mieter weiterhin nicht freiwillig auszieht, erfolgt die Zwangsräumung, bei der der Hausrat des Mieters eingelagert wird.

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Ist die Räumungsklage mit Kosten verbunden?


Die Kosten für das Gerichtsverfahren sowie den Anwalt bemessen sich je nach Streitwert. Dieser liegt umso höher, je höher die monatliche Kaltmiete ist. Er errechnet sich aus zwölf Monatskaltmieten. Bei einer Nettomiete von 500 Euro monatlich ergäbe sich ein Streitwert von 6.000 Euro. Bei der Zusammenarbeit mit einem Anwalt nutzt dieser für die Räumungsklage ein Formular, das der aktuellen Rechtslage entspricht.

Beispiel: Streitwert 6.000 Euro  
Anwaltskosten 1.771 Euro
Auslagenpauschale 40 Euro
Mehrwertsteuer (19 Prozent) 344 Euro
Gerichtskosten 496 Euro
Kosten Räumungsklage gesamt
2.650 Euro
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Wie lange dauert eine Räumungsklage?


Eine Räumungsklage kann von zwei Monaten bis zu zwei Jahre dauern. Gerade wenn Mieter nicht auf die Räumungsklage reagieren, gibt es ein schnelles Urteil. Insbesondere wenn viele Gutachten erstellt werden müssen, kann sich die Räumungsklage jedoch über lange Zeit hinziehen.

Vermieter, die finanzierte Wohnungen oder Häuser vermieten, kommen bei Mietausfällen häufig in finanzielle Probleme. Wenn Sie sich eine längere Prozessdauer und Mietausfälle finanziell nicht leisten können, sollten Sie von einer Vermietung Ihrer finanzierten Immobilie absehen


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