Das Haus auf dem Energie-Prüfstand

Farbskala, Vergleichswerte und energetischer Standard

Der Energieausweis ist Pflicht: Immobilieneigentümer dokumentieren damit die Energieeffizienz ihres Hauses oder ihrer Wohnung. Hier erfahren Sie alles über Inhalt und Nutzen des Energieausweises.

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Illustration mit kleinem Haus auf einem Bauplan

Der Energieausweis ermittelt den Energiebedarf von Immobilien.

Wichtiges Indiz beim Energieausweis ist die Farbskala. Sie zeigt an, wie viel Energie für Heizung und Warmwasser benötigt wird. Je nach Art des Ausweises wird hier der theoretische Energiebedarf beziehungsweise der tatsächliche Verbrauch eingetragen. Dabei gilt: je grüner, desto energieeffizienter. Der grüne Bereich auf der Skala bezeichnet nach dem Ampelsystem eine gute, der rote eine schlechte Energiebilanz.

Eine zweite Farbskala führt Vergleichswerte auf. Vergleichswerte beim Endenergiebedarf sind wertvolle Orientierungspunkte. Die Farbskala hilft, die energieeffizienteste Immobilie zu finden. Grün steht auf der Skala für einen geringen Verbrauchswert, während der rote Bereich vor einem hohen Energieverbrauch warnt. Das durchschnittliche Gebäude weist in der Regel einen Wert auf, der zwischen 250kWh/(m²a) und 300kWh/(m²a) liegt.

Grundsätzlich beziehen sich die ermittelten Vergleichswerte auf Immobilien, in denen auf eine konventionelle Weise Energie für Warmwasser und Heizung erzeugt wird.

Beinhaltet der Energieverbrauchskennwert keinen Warmwasseranteil, muss berücksichtigt werden, dass für die Warmwasserbereitung, abhängig vom Gebäudetyp, zwischen 20 und 40 kWh Energie entfallen.

Bei Energieverbrauchskennwerten eines Gebäudes, das mit Fern- oder Nahwärme beheizt wird, werden bis zu 30 Prozent weniger Energie benötigt als bei Immobilien, die ihre Wärme aus einer Kesselheizungsanlage gewinnen.

Welcher Energieausweis für
welches Gebäude?

Wie energieeffizient ist das Haus?

Der Energieausweis besteht aus vier Seiten. Diese enthalten Informationen darüber, wie viel Energie für Heizung und Warmwasserbereitung benötigt wird. Die Angaben beziehen sich dabei auf das gesamte Gebäude, ein Rückschluss auf einzelne Wohnungen ist daher nicht möglich. Ein Energieverbrauchskennwert kennzeichnet die Energieeffizienz in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m2 a). Er kann entweder als Energiebedarf (Bedarfsausweis) oder als Energieverbrauchskennwert auf Basis des tatsächlichen Energieverbrauchs (Verbrauchsausweis) angegeben werden.

Der Energieausweis liefert Vergleichswerte für ähnliche Gebäude. So bekommen potenzielle Mieter oder Käufer eine Entscheidungshilfe an die Hand, wenn sie die Energieeffizienz mehrerer Objekte vergleichen wollen. Besonders hilfreich ist der Ausweis aufgrund der Angaben zu Modernisierungsmöglichkeiten auch für Eigentümer. Die Modernisierungshinweise sind in der Regel kurz gefasste Empfehlungen, die auf einem zusätzlichen Formblatt beigelegt werden. Diese Tipps helfen Eigentümern dabei, ihr Gebäude hinsichtlich der Energieeffizienz auf dem neuesten Stand zu halten. Für die Erstellung des Energieausweises ist in der EnEV 2009 ein Muster für Wohn- und Gewerbeimmobilien enthalten.

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