Diese Gartenarbeiten müssen Mieter übernehmen

Gartenpflege: Das sind die Rechte und Pflichten des Vermieters

Zählt zu der Mietwohnung auch ein Garten, können Vermieter dessen Pflege auf ihren Mieter übertragen. Dabei müssen sie jedoch beim Formulieren des Mietvertrages einiges berücksichtigten.


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Sobald die Temperaturen den Wohlfühlbereich erklimmen und die Natur erblüht, beginnt die Gartensaison. Nun darf direkt vor der Terrassentür im Grünen gegrillt, gefeiert und gespielt werden. Doch nicht jeder Mieter hat die Möglichkeit, das Sommervergnügen auf diese Weise zu genießen. Nur wenn der Mietvertrag ausdrücklich das Recht zur Mitbenutzung der Gartenanlage festhält, dürfen die Bewohner eines Mehrfamilienhauses auch dessen Vorzüge genießen. Anders sieht es hingegen bei Mietern von Einzel-, Doppel- oder Reihenhäusern aus. Sie mieten den Garten in der Regel automatisch mit. Der Mietvertrag schreibt ihnen vor, welche Rechte und Pflichten mit der Nutzung des Gartens verknüpft sind.

Pflichten des Mieters: Einfache Gartenarbeit, wenig Kostenaufwand


Einigen sich Mieter und Vermieter im Mietvertrag darauf, dass sich der Mieter um die Pflege des Gartens kümmert, gehört der Außenbereich zur sogenannten „Mietsache“ – und damit muss der Mieter diesen in einem vertragsgemäßen Zustand erhalten (§535 BGB). Er darf einen Garten mit moosfreiem Rasen und hübsch bepflanzten Beeten also nicht verkommen oder verwildern lassen. Um das zu vermeiden, verpflichtet sich der Mieter aber lediglich zu Gartenarbeiten, die weder Fachkenntnisse erfordern noch viel Geld kosten. Dazu zählen:

  • Rasen mähen
  • Unkraut jäten
  • Laub entfernen
  • Beete umgraben


Die notwendigen Gartengeräte wie Rasenmäher, Sparten oder Rechen muss sich der Mieter selbst zulegen. Wie intensiv er die Gartenpflege betreiben muss, legt das Gesetz nicht fest. Der Vermieter darf ihm hier in der Regel auch keine konkreten Vorgaben machen.

Hat der Mieter den Außenbereich mitgemietet, darf er diesen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben nutzen: Sowohl das Aufbauen von Spielgeräten wie Sandkasten, Schaukel und Rutsche als auch die Bepflanzung des Garten nach eigenen Vorstellungen ist größtenteils erlaubt. Einschneidende Umgestaltungen wie das Herausreißen von Bäumen, den Bau eines Gartenhauses oder das Anlegen eines Gartenteiches muss er hingegen mit dem Vermieter abstimmen.



Größere Arbeiten muss der Vermieter übernehmen


Wenn nichts anderes im Mietvertrag vereinbart wurde, ist grundsätzlich der Vermieter für die gesamte Pflege des Gartens verantwortlich. Enthält der Vertrag hingegen eine allgemeine Formulierung wie „der Mieter übernimmt die Gartenpflege“, fallen aufwendige Arbeiten wie die Äste eines hochgewachsenen Baumes zu beschneiden, das Vertikutieren und Neuanlegen des Rasens oder einen abgestorbenen Baum zu fällen in das Aufgabengebiet des Vermieters – es sei denn, er hat auch diese Gartenarbeiten im Mietvertrag ausdrücklich auf seine Mieter übertragen. Der Eigentümer kann die anfallenden Kosten dann aber im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf seine Mieter umlegen.

Mieter darf eigene Pflanzen beim Auszug mitnehmen

Hobbygärtner stecken viel Arbeit, Geld und Zeit in die Gartenpflege. Viele von ihnen möchten die mühsam gehegten Pflanzen bei einem Umzug mitnehmen. Dieses Recht steht dem Mieter dann auch zu. Die eigenhändig gesetzten Blumen, Büsche oder Bäume bleiben Eigentum des Mieters – auch nach dessen Auszug. Ausnahmen bilden hier tief verwurzelte Büsche und Bäume, die sich nur mit erheblichem Aufwand entfernen lassen und dabei den umliegenden Gartenbereich beschädigen. Diese gehen nach dem Ende des Mietverhältnisses in den Besitz des Vermieters über. Denn: Einen gerupften Acker darf der Mieter seinem Nachmieter nicht hinterlassen. Entfernt er Teile der Bepflanzung, muss er den Garten so weit wie möglich in den Zustand zurückversetzen, in dem er ihn beim Einzug übernommen hat. Aufgestellte Spielgeräte, angelegte Teiche oder Baumhäuser müssen dann ebenfalls ab- bzw. zurückgebaut werden. Nur so erhält der Vermieter seine Mietsache in weitervermietbarem Zustand zurück.


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