Zinsen


Zinsentwicklung

Was sind Zinsen?


Abgeleitet wird das Wort vom lateinischen Begriff census, zu Deutsch Vermögensschätzung. Als rechtliche Grundlage in puncto Zinsen dienen hierbei zum einen Gesetzgebungen wie das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sowie zum anderen geschlossene Verträge. Die Höhe von vertraglich vereinbarten Zinsen wird in einer Marktwirtschaft grundsätzlich vom vorhandenen Angebot sowie der Nachfrage bestimmt.   

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Wie wird der Begriff juristisch definiert?


Zins wird nicht erst durch das BGB definiert, die entsprechenden Passagen setzen den Begriff als bekannt voraus. Allerdings wurden durch den Bundesgerichtshof weitere Abstufungen vorgenommen. Ein geschuldeter Zins muss demnach nicht in zeitlich bestimmten Abfolgen gezahlt werden, sondern kann auch als Ganzes gezahlt oder vorab in Abzug gebracht werden. Relevant bei Immobilienfinanzierungen ist der Umstand, dass (Bau-)Zinsen stets unabhängig vom Hauptanspruch anzusehen sind. Damit lassen sie sich einklagen, abtreten oder auch verpfänden. Erst wenn der Hauptanspruch erfüllt ist, also erlischt, endet auch die Pflicht für die Immobilien-Finanzierungs-Zinsen.

Übersicht über Bauzinsen und Zinsen für den Wohnungskauf

Bevor Kreditnehmer ein Darlehen aufnehmen, sollten sie sich immer über das aktuelle Zinsniveau informieren. Denn hieraus lässt sich bereits ableiten, wie die Zinsen für den eigenen Haus-Kredit in etwa ausfallen werden.



Informationen zu aktuellen Zinsen für die Hausfinanzierung finden Kreditnehmer hier:

  • EZB: Zwar gibt die EZB nicht direkt an, wie hoch die Zinsen bei einer aktuellen Hausfinanzierung ausfallen. Doch anhand des aktuellen Leitzinssatzes können Kreditnehmer abschätzen, ob das allgemeine Zinsniveau derzeit eher hoch oder eher niedrig ist. Das wirkt sich entsprechend auch auf die eigenen Zinsen aus, wenn Kreditnehmer etwa eine Wohnung kaufen.
  • ImmobilienScout24: Wer ein Haus kaufen und sich über Zinsen für entsprechende Kredite informieren möchte, findet bei ImmobilienScout24 viele Informationen hierzu. So werden beispielsweise die durchschnittlichen Bauzinsen publiziert.

Welche Zinsformen gibt es?



Das Geschäft mit den Zinsen ist ein Geben und Nehmen. Wenn Sie einen Kredit in Anspruch nehmen, müssen Sie dafür die sogenannten Sollzinsen – auch Aktivzinsen genannt – zahlen. Für ein Guthaben auf Ihrem Spar- oder Festgeldkonto erhalten Sie selbst Zinsen. Indem Sie Ihrer Hausbank Ihr Geld anvertrauen, werden Sie zum Kreditgeber. Das Kreditinstitut vergütet es Ihnen mit den sogenannten Haben- oder Passivzinsen. So deckt das Wort Zins verschiedene Begrifflichkeiten ab. Zum einen bezeichnet es den sogenannten Zinssatz, der in Prozent pro Intervall (Monat, Jahr, etc.)  angegeben wird. Des Weiteren gibt es den Zinsbetrag. Er bezeichnet den konkreten Geldbetrag, der sich bei den Zinsen eines Kredits aus der Kapitalhöhe sowie dem Zinssatz zusammensetzt. Auch die sogenannten Zinseszinsen gehören zum Pool der unterschiedlichen Zinsformen.   


Was ist die Bedeutung von Zins und Zinseszins?



Soll freies Kapital angelegt oder langfristig angespart werden, eignen sich Festgeldanlagen oder kurzfristig verfügbare Anlageformen. Der erwirtschaftete Zins der Anlage wird zu einem bestimmten Zeitpunkt gutgeschrieben, ab diesem Zeitpunkt wird auch dieser Teil mit verzinst. Die Rede ist vom Zinseszins, das Kapital wächst exponentiell. Bei einer Immobilienfinanzierung spielt nicht zuletzt der Referenzzins der Zentralbank eine Rolle, etwa nach Ablauf der Zinsfestschreibung.

Ob sich der Kauf überhaupt lohnt, im Vergleich zum „Wohnen zur Miete“, kann über den Kreditrechner geprüft werden. Hiermit lassen sich auf Sicht der Dauer der Zinsfestschreibung die genauen Kreditkosten berechnen. Mit dem Renditerechner hingegen können Anlagen verglichen und transparent gemacht werden. Bei vermieteten Objekten kann die Finanzierung sinnvoll sein, wenn die Differenz zwischen Miet- und Kreditzins entsprechend hoch ausfällt.


Entscheidende Zinsen für die Baufinanzierung


Bei den Baufinanzierungs-Zinsen unterscheiden die Banken zwischen Sollzins und Effektivzins. Der Sollzinssatz, auch Nominalzins genannt, umfasst die nackten Zinsen der Baufinanzierung. Er bildet die Grundlage für den Kredit und wird meist pro Jahr (pro anno, abgekürzt: p.a.) angegeben. Der Sollzins und die zusätzlich entstehenden Nebenkosten für die Kreditaufnahme werden im Effektivzins zusammengefasst. Beim Vergleich der Hausfinanzierungs-Zinsen sollten Sie für die erste Orientierung immer den Effektivzins heranziehen.


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Welche Rolle spielt der Effektzins bei den Zinsen für die Hausfinanzierung?


Zwar gilt der Effektivzins als guter Referenzwert für den Vergleich unterschiedlicher Zinsen für Wohnungskredite und andere Darlehen, doch sind auch in ihm nicht alle anfallenden Nebenkosten enthalten, die für eine Baufinanzierung eine Rolle spielen. Konkret berücksichtigt der Effektivzins den eigentlichen, von der Bank verlangten Sollzins, auch Nominalzins genannt.

Bei der Hausfinanzierung fließen neben den tatsächlichen Zinsen auch Bearbeitungsgebühren, Abschläge und Vermittlungsgebühren in die Kalkulation des Effektivzinses ein. Nicht beachtet werden hingegen:

  • die Bereitstellungszinsen für Möglichkeiten einer Anschlussfinanzierung
  • Gebühren für Grundschuldbestellungen, für Bürgschaften und Kontoführung
  • Zahlungen für Notar und Grundbucheintragungen, die nicht zu unterschätzen sind

Zur Erörterung dieser und weiterer Belastungen sollten Kreditnehmer daher nicht nur die von der Bank veranschlagten Effektivzinsen beachten, sondern am besten in mehreren Beratungsgesprächen bei verschiedenen Anbietern Zinskonditionen miteinander vergleichen. Hierfür ist es ratsam, zuerst die zahlreichen Baufinanzierungsrechner im Internet zu Rate zu ziehen. So sind Sie auf dem besten Weg, sich eine Hausfinanzierung mit niedrigen Zinsen zu sichern.

Mit Finanzierungsrechnern die Zinsen für Ihre Hausfinanzierung bestimmen

Auf ImmobilienScout24 kann der Kreditnehmer dabei auf eine Vielzahl unterschiedlicher Rechner zurückgreifen, die jeweils auf bestimmte Aspekte einer jeden Baufinanzierung zugeschnitten sind. So können etwa mit dem Haushaltsrechner die Grundlagen des eigenen Finanzierungsplans geschaffen werden, während Darlehensrechner und Tilgungsrechner für das Durchspielen unterschiedlicher Finanzierungsmöglichkeiten geeignet sind. So kann der Verbraucher frühzeitig eine Konsolidierung der eigenen Vermögenssituation anstellen und in Verhandlungsgesprächen beim jeweiligen Kreditinstitut mit fundierten Daten überzeugen.


Wie sind die gegenwärtigen Zinsen für Immobilien zu erklären?



Die “Immo-Zinsen“ oder die Kosten für Annuitätendarlehen, aber auch für Sofortkredite und Dispokonten werden nicht maßgeblich von den einzelnen Kreditinstituten bestimmt, sondern orientieren sich in den meisten Fällen am Leitzins. Der Grund dafür liegt in der Refinanzierung, welche die Banken bei jeder Kreditvergabe durchführen müssen. Das heißt konkret: Vergibt eine Bank Geld an einen Kunden, so muss sie sich dieses unter Wahrung der sogenannten Fristenkongruenz an den internationalen Kapitalmärkten wiederbeschaffen. In aller Regel geschieht dies durch Zentralbankgeld, das die Banken zu bestimmten Zinssätzen erhalten.

Warum Sie die aktuellen Zinsen für die Hausfinanzierung nutzen sollten

Im März 2016 senkte die Europäische Zentralbank ihren Leitzins auf den historischen Tiefstand von 0,00 Prozent. Dies sorgte dafür, dass sich sowohl große Privatbanken als auch genossenschaftlich organisierte Kreditinstitute und andere große Marktteilnehmer zu einmalig günstigen Konditionen refinanzieren konnten und diese Zinskonditionen in Teilen auch an ihre Kunden weitergaben. Die Folgen waren und sind immer noch sehr niedrige Zinsen für den Hauskauf und andere Finanzierungszwecke, die zu einer erhöhten Nachfrage nach Darlehen und Finanzierungsmöglichkeiten jeder Art gesorgt haben.

Wie kann ich die aktuellen Zinsen bei der Hausfinanzierung für mich nutzen?

Dabei ist zu beachten: Auch wenn es in der persönlichen Situation noch zu früh für eine Baufinanzierung ist, so lassen sich die günstigen Wohnkredit-Zinsen dennoch in Form eines Forward-Darlehens oder anderer Darlehenstypen für die Zukunft sichern. Der Kreditnehmer sollte dahingehend mehrere, unverbindliche Beratungsgespräche bei Anbietern in der näheren Umgebung wahrnehmen, um sich ein Urteil über die Marktsituation in seiner Region bilden zu können. Auf dieser Basis werden dann die günstigsten Haus-Kauf-Zinsen gesichert. 


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