Energiepass

Der Energiepass betrifft alle Besitzer von beheizten Gebäuden, unabhängig vom Baujahr. Alle Gebäude werden mit so genannten Energieeffizienzklassen von A bis I unterschieden und können damit von Käufern oder Mietern in dieser Hinsicht beurteilt werden. Der Gebäude-Energiepass weist die jeweilige Energie-Effizienz aus.

 

In Verbindung mit der maßgeblichen Energieeinsparverordnung (EnEV) wird der Energiepass im öffentlich-rechtlichen Auftritt als Energieausweis bezeichnet. Jedem Miet- oder Kaufvertrag muss in Zukunft ein Gebäude-Energiepass beiliegen. Der Energiepass stellt keinen Modernisierungszwang, sondern lediglich eine Offenlegung von Fakten gegenüber Käufern und Mietern sowie einen Beitrag zum Klimaschutz dar. Am 1. Mai 2014 trat eine neue, aktualisierte Fassung der EnEV in Kraft, wodurch sich für Neubauten und Altbauten Änderungen beim Energiepass ergeben haben. Grundsätzlich lassen sich für Gebäude Energiepässe auf Grundlage des Energiebedarfs oder auf Grundlage des Energieverbrauchs ausstellen. Dabei kommt es nach der EnEV darauf an, ob es sich um einen Neubau oder ein altes Bestandsgebäude ohne oder mit Einhaltung der Wärmeschutzverordnung vom 1. November 1997 handelt. Ein Energiepass ist ab Ausstellungsdatum zehn Jahre gültig.

So sieht der Energiepass aus:

So sieht der Energiepass aus!

Von A bis I – Von sehr energiesparend bis total veraltet

Auch lässt sich künftig aus dem Energiepass kein Anspruch auf Mietminderung ableiten, da es in Deutschland keinen Anspruch auf einen bestimmten energetischen Standard im Altbau gibt. Mit dem Gebäude-Energiepass wird jeder Hausbesitzer oder Mieter wissen, wie gut oder schlecht das Haus wärmegedämmt ist, wie hoch die Energieverluste der Heizanlage sind, wie groß der CO2-Ausstoß ist und wie viel Energie das Haus verbraucht.

Der Vorzug des Energiepasses ist seine leichtere Verständlichkeit für die Allgemeinheit, da sich auf ihm eine entsprechende Energieeffizienzklasse von A bis I ablesen lässt. Voraussetzung sind die von der Deutschen Energie Agentur DENA entwickelten Standards. So steht der Buchstabe A sowohl für sehr energiesparend konzipierte Neubauten (z.B. Drei-Liter-Häuser) als auch für energetisch sehr gut modernisierte Altbauten. Auf der anderen Seite kennzeichnet der Buchstabe I Gebäude, die über keinerlei baulichen Wärmeschutz und eine veralterte Heizungstechnik verfügen. 

Kosten für den Energiepass

Die Ausstellung eines Energiepasses ist mit Kosten verbunden. Die Preise variieren durch den Wettbewerb bei den Anbietern stark. Außerdem lässt sich bei einem Energieausweis auf Basis des Energieverbrauchs nur schwer ein Kosten-Richtwert angeben. Denn in die Berechnung fließen zahlreiche Faktoren wie wärmetechnische Eigenschaften der Gebäudehülle und Daten der Heizungsanlage mit ein. Für diesen Energiepass ist in der Regel neben der Berechnung eine Begehung durch einen fachkundigen Energieberater notwendig. Für einen Pass auf Grundlage des Energieverbrauchs liegen die Kosten niedriger, da dafür die Berechnung lediglich auf Grundlage realer Verbrauchsdaten erfolgt. Zu berücksichtigen ist, dass diese Energiepässe nach der EnEV nur für bestimmte Gebäude zulässig sind. 

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Energiebedarfsausweis kann umgeschrieben werden

Für jedes Bestandsgebäude, das noch keinen Energiebedarfsausweis nach der EnEV 2002 hat, muss eine Beurteilung und Berechnung der wichtigsten energierelevanten Eigenschaften durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in den Energiepass eingetragen und dienen der Einordnung eines Gebäudes in eine der entsprechenden Energieeffizienzklassen. Besitzer eines Energiebedarfsausweises können sich Ihren Energiepass von jedem Sachverständigen oder geprüftem Energieberater ausstellen lassen. Dieser verwendet dazu die bereits ermittelten Daten aus dem Energiebedarfsausweis. Durch die DENA zertifizierte Sachverständige sowie bauvorlageberechtigte Ingenieure und Architekten können die Energiepässe ausstellen.

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