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Wie hoch ist der aktuelle Baupreisindex? In unserer Tabelle findest du die neuesten Baupreisindizes des Statistischen Bundesamts (Destatis) für Wohngebäude, Bürogebäude und gewerbliche Betriebsgebäude. Außerdem erfährst du, wie der Baupreisindex berechnet wird, was er für Eigentümer:innen bedeutet und wie du damit Baukosten oder Immobilienwerte einordnen kannst. 

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importantpoints
Das Wichtigste in Kürze
  • Der Baupreisindex macht die Entwicklung der Baukosten sichtbar.

  • Er dient u.a. der Prognose von Baukosten und der Ermittlung von Normalherstellungskosten zum Zeitpunkt der Immobilienwertermittlung. 

  • Welcher Preis ist für deine Immobilie angemessen? – Die kostenlose Immobilienbewertung von ImmoScout24 verrät es dir. 

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  • Ak­tu­el­ler Baupreisindex 2026

    Der Baupreisindex für Wohngebäude liegt laut Statistisches Bundesamt im 3. Quartal 2026 bei 141,7 Punkten. Das bedeutet: Die Preise für Bauleistungen sind seit dem Basisjahr 2021 durchschnittlich um rund 37 % gestiegen.

                                                          Bruttoreihe 2021=100 Nettoreihe 2021=100

     

    3/2026

     

     

    August

     

     

    141,7

     

     

    141,7

     

    2/2026 Mai 140,3 140,3
    1/2026 Februar 137,0 137,0
    4/2025 November 135,0 135,0
    3/2025 August 134,3 134,3
    2/2025 Mai 133,6 133,6
    1/2025 Februar 132,6 132,6
    https://bki.de/baupreisindex

    hint
    Aktueller Baupreisindex (III. Quartal 2026):

    Wohngebäude: 141,7

    Basisjahr: 2021 = 100

    Die Baupreisindizes für Bürogebäude und gewerbliche Betriebsgebäude liegen mit 144,2 und 142,9 Punkten etwas höher.

    hint
    Basisjahr: 2021=100

    Das Statistische Bundesamt aktualisiert das Basisjahr regelmäßig. Dadurch bleiben die Preisentwicklungen besser vergleichbar. Die Aussagekraft des Baupreisindex verändert sich dadurch nicht – lediglich der Ausgangswert wird neu festgelegt. Aktuell gilt 2021 =100.


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    Was ge­nau sagt der Baupreisindex aus?

    Der Baupreisindex zeigt, wie sich die Preise für Bauleistungen im Zeitverlauf verändern. Dadurch lässt sich nachvollziehen, wie teuer der Bau desselben Gebäudes heute im Vergleich zu früher wäre.

    Beim Hausbau dient der Baupreisindex dazu, über die Höhe der Baukosten eine Prognose zu erstellen.

    Ebenso wird der Baupreisindex bei einer Immobilienwertermittlung herangezogen. Mit ihm lassen sich die Normalherstellungskosten eines Bestandsgebäudes an die Preisverhältnisse am Wertermittlungsstichtag anpassen.

    Kurz gesagt: Der Baupreisindex ist ein Grundlagenwert, mit dem sich aktuelle Baukosten kalkulieren lassen. Außerdem kannst du die Baukosten des Jahres X umrechnen auf das aktuelle Jahr. Dadurch lässt sich berechnen, welches Budget heute erforderlich wäre, um das gleiche Gebäude erneut zu errichten.

    hint
    Baupreisindex vs. Baukostenindex

    Nicht zu verwechseln ist der Baupreisindex mit dem Baukostenindex. Der Baukostenindex zeigt die Kosten an, die Bauunternehmen aufwenden müssen – etwa für Material, Löhne, Ausrüstung und Energie.

    Baupreisindex: Ak­tu­el­le Ent­wick­lung bis 2026

    Die Baukosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen und damit auch der Baupreisindex.

    Folgende Faktoren haben zum Anstieg der Baukosten beigetragen:

    1. gestiegene Lohnkosten im Baugewerbe
    2. höhere Material- und Energiekosten
    3. strengere Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
    4. Fachkräftemangel 
       

    Die stärksten Preissteigerungen verzeichnete das Baugewerbe im Jahr 2021 mit 16,8 Prozent. Auslöser waren unter anderem gestiegene Materialpreise, Lieferengpässe sowie höhere Energie- und Lohnkosten. Seit 2023 hat sich der Preisauftrieb zwar deutlich abgeschwächt, die Baupreise steigen jedoch weiterhin kontinuierlich.

    Baupreisindizes ein­schließ­lich 2020 – 2025

    Jahr, Quartal Wohngebäude Büro-
    gebäude
    Gewerbliche
    Betriebs-
    gebäude
    2025 II 133,6 135,6 134,7
    I 132,6 134,5 133,6
    2024 IV 130,8 132,6 131,8
    III 130,3 132,0 131,2
    II 129,4 131,0 130,3
    I 128,5 130,0 129,5
    2023 IV 126,9 128,2 127,8
    III 126,4 127,6 127,3
    II 126,0 127,1 126,8
    I 125,0 126,0 125,9
    2022 IV 121,7 122,8 122,8
    III 118,9 119,9 120,0
    II 115,9 116,7 117,0
    I 108,8 109,4 109,1
    2021 IV 104,2 104,6 104,5
    III 102,1 102,2 102,2
    II 98,7 98,5 98,5
    I 95,0 94,7 94,8
    2020 IV 90,9 90,6 90,6
    III 90,5 90,2 90,3
    II 92,6 92,3 92,3
    I 92,2 91,9 91,9
    Statistisches Bundesamt (Destatis), Preisindices für Neubauten, Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude.

    Auch 2026 setzt sich diese Entwicklung fort. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude lagen im August 2026 um 8,7 % über dem Vorjahresniveau und um 1,0 % über dem vorherigen Erhebungszeitpunkt im Mai 2026. Der Preisauftrieb hat sich damit gegenüber dem Vorjahr deutlich verstärkt. Von einer Entspannung bei den Baupreisen kann weiterhin keine Rede sein. 

    An­wen­dungs­be­rei­che des Baupreisindex

    Der Baupreisindex ist mehr als eine Statistik – er hat ganz konkrete Auswirkungen für Immobilienbesitzer:innen:

    1. Kostenplanung bei Bau & Renovierung
      Der Index zeigt, welche Preise Baufirmen tatsächlich für einzelne Gewerke (z. B. Maurer-, Dach- oder Elektroarbeiten) verlangen. Bauherren können damit besser einschätzen, wie sich Bau- und Sanierungskosten entwickeln und ob ein Angebot marktgerecht ist.
    2. Vergleichsmaßstab für Angebote
      Wer modernisiert oder instand setzt, kann den Baupreisindex als Benchmark nutzen. Steigt der Index deutlich, sind höhere Preise nachvollziehbar – bleibt er stabil, lohnt sich ein genauer Blick ins Angebot.
    3. Versicherungsschutz für Wohngebäude
      Wohngebäudeversicherungen kalkulieren die Versicherungssumme auf Basis des Baupreisindex. Entscheidend ist dabei der sogenannte Neuwertfaktor: Er passt den Wert einer Immobilie an die aktuellen Baukosten an. Grundlage ist oft der historische „Wert 1914“ – was ein Haus damals gekostet hätte, wird mithilfe des Index in heutige Preise übertragen.
    4. Immobilienbewertung
      Sachverständige nutzen den Baupreisindex, um frühere Baukosten auf den heutigen Stand hochzurechnen. Das ist relevant, wenn ein Gebäude schon älter ist und sein Wert realistisch eingeschätzt werden soll – etwa bei Verkauf, Erbschaft oder Finanzierung.
    5. Kapitalanlage & Marktwert
      Steigende Baukosten machen Neubauten teurer – und erhöhen dadurch oft die Attraktivität von Bestandsimmobilien. Für Vermieter:innen und Investor:innen kann der Index daher ein Signal für Wertsteigerungen im Bestand sein.
    Expertenkommentar

    „Für Eigentümer:innen hat der Baupreisindex gleich mehrere Funktionen: Er zeigt, wie teuer Modernisierungen geworden sind, er beeinflusst den Versicherungswert des Hauses – und er fließt direkt in die Immobilienbewertung ein. Gerade in Zeiten steigender Baupreise gilt: Neubauten werden teurer, wodurch Bestandsimmobilien im Verhältnis an Attraktivität gewinnen.“

    Nadine Kunert
    Expertin für Verkauf & Vermietung
    Nadine Kunert

    Nadine Kunert ist Immobilienexpertin und Redakteurin bei ImmoScout24 und erstellt sorgfältig recherchierte Inhalte zu den Themen Immobilienverkauf und Vermietung. Sie ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin und verbindet in ihren Beiträgen fachliche Expertise mit Praxisnähe durch ihre langjährige Erfahrung als Content Managerin im Umfeld von Bau und Handwerk sowie durch 12 Jahre Praxis als Vermieterin.

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    Baupreisindex: Wie setzt er sich zu­sam­men?

    Individuell gefertigte Komplettbauten sind schlecht oder gar nicht miteinander vergleichbar. Darum werden einzelne Bauleistungen laufend zur Ermittlung des Baupreisindices analysiert – unterteilt in einzelne Gewerke:

    • Maurer- und Betonarbeiten
    • Heizung, Sanitär und Elektroinstallation
    • Fenster, Türen und Dächer
    • Zimmerer- und Holzbauarbeiten
    • Abdichtungen, Gerüste, Stahlbau
       

    Baupreisindices sind bei Destatis wie folgt aufgeteilt:

    • Neubau von Wohngebäuden (Einfamilien-, Mehrfamilienhäuser)
    • Neubau von Büro- und Gewerbegebäuden
    • Neubau im Tiefbau (Straßen, Brücken)
    • Instandhaltung von Wohngebäuden
       

    Besonders für private Eigentümer:innen ist der Baupreisindex für Wohngebäude relevant, weil er direkt angibt, wie teuer Bauleistungen im privaten Haus- und Wohnungsbestand geworden sind.

    Bau­kos­ten mit Baupreisindex be­rech­nen: So geht's

    Mit dem Baupreisindex lassen sich frühere Baukosten auf heutige Werte fortschreiben. So wird sichtbar, wie stark Baupreise in wenigen Jahren gestiegen sind.

    Formel zur Fortschreibung von Kosten:
    Kosten (alt) × Index (neu) ÷ Index (alt) = Kosten (neu)

    Wichtig: Die Indexwerte müssen aus derselben Reihe stammen (z. B. „2021 = 100“). Basisjahre dürfen nicht vermischt werden.

    Beispielrechnung mit offiziellen Baupreisindizes

    • Index III. Quartal 2026: 141,7
    • Index III. Quartal 2024: 130,3
    • Kosten alt: 4.200 € pro m² (durchschnittlicher Wert für Neubauten 2021)


    Berechnung:
    4.200 € × (141,7 ÷ 130,3) = 4.567,46 € pro m²

    Bei Baukosten von 4.200 € pro m² im 3. Quartal 2024 ergeben sich im 3. Quartal 2026 – bei einem Anstieg des Baupreisindex von 130,3 auf 141,7 – rechnerische Baukosten von rund 4.567,46 € pro m². Das entspricht einer Preissteigerung von 6,76 %.

    Übertragen auf ein Einfamilienhaus

    Für ein Haus mit 140 m² Wohnfläche ergibt sich:

    • 2024: ca. 595.140 €
    • 2026: ca. 639.444 €


    -> Innerhalb von drei Jahren sind die Baukosten in unserem Beispiel um 44.304 € gestiegen – ohne dass sich die Ausstattung oder Größe des Hauses verändert hat.

    hint
    So rechnest du die Preissteigerung in Prozent aus:

    (Index neu ÷ Index alt) × 100 – 100 = Preissteigerung.


    Auch ohne Baupreisindex-Rechner kannst du die Baukosten und Preissteigerungen am Markt mithilfe der Baupreisindizes ermitteln.

    Fa­zit: Baupreisindex: wich­tig zur Baupreiskalkulation für Auf­trag­ge­ber

    Besonders bei der Errichtung von Neubauten ist der Baupreisindex eine wichtige Kenngröße. Aber nicht nur. Auch für die Angebotspreisermittlung, die Anpassung des Versicherungsschutzes und die Immobilienbewertung bildet er die rechnerische Grundlage. Aber Achtung: nicht verwechseln mit dem Baukostenindex. Der Baukostenindex zeigt die Kosten an, die Bauunternehmen aufwenden müssen – etwa für Material, Löhne, Ausrüstung und Energie.


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    FAQ: Häufige Fragen zum Baupreisindex

    Wie hoch ist aktuell der Baupreisindex?

    Der Baupreisindex wird vom Statistischen Bundesamt (Destatis) quartalsweise veröffentlicht. Die aktuellen Werte unterscheiden sich je nach Bauwerksart, beispielsweise für Wohngebäude, Bürogebäude oder gewerbliche Betriebsgebäude.

    Wie rechne ich mit dem Baupreisindex?

    Um frühere Baukosten auf heutige Preisverhältnisse umzurechnen, multiplizierst du die ursprünglichen Baukosten mit dem aktuellen Index und teilst das Ergebnis durch den Index des Ausgangsjahres. Die Formel lautet: Kosten (alt) × Index (neu) ÷ Index (alt) = Kosten (neu).

    Wo finde ich den Baupreisindex?

    Die offiziellen Baupreisindizes veröffentlicht das Statistische Bundesamt (Destatis) vierteljährlich. Dort findest du Tabellen für Wohngebäude, Bürogebäude, gewerbliche Betriebsgebäude sowie weitere Bauwerksarten und kannst die Entwicklung über mehrere Jahre nachvollziehen.

    Was ist der Baupreisindex?

    Der Baupreisindex misst die Preisentwicklung von Bauleistungen in Deutschland. Er zeigt, wie sich die Kosten für Neubauten und bestimmte Instandhaltungsmaßnahmen im Zeitverlauf verändern und dient unter anderem der Baukostenplanung sowie der Immobilienbewertung.

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    Nadine Kunert
    Expertin für Verkauf & Vermietung

    Nadine Kunert ist Immobilienexpertin und Redakteurin bei ImmoScout24 und erstellt sorgfältig recherchierte Inhalte zu den Themen Immobilienverkauf und Vermietung. Sie ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin und verbindet in ihren Beiträgen fachliche Expertise mit Praxisnähe durch ihre langjährige Erfahrung als Content Managerin im Umfeld von Bau und Handwerk sowie durch 12 Jahre Praxis als Vermieterin.

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