Die neue Wohnung lockt und du freust dich bestimmt schon auf deine neue Umgebung. Aber vorher kommt der Umzug. Es gibt viel zu planen, zu packen und zu bezahlen. Viele entscheiden sich, den Umzug selbst zu machen, um zu sparen. Doch ist das wirklich eine gute Idee? Hier erfährst du, worauf du achten solltest, wenn du deinen Umzug selbst in die Hand nimmst.
Ohne planerisches Geschick solltest du den Umzug nicht in Eigenregie starten. Du musst am besten überall gleichzeitig sein und immer allen erklären, was gerade zu tun ist. Bevor du mit dem Packen beginnst, solltest du eine Liste aller Dinge, die du mitnehmen möchtest, erstellen und diese nach Kategorien sortieren. So sorgst du dafür, dass du genügend Kartons und Verpackungsmaterial hast.
Tipp: Plane rechtzeitig, am besten mehrere Wochen im Voraus. Reserviere dir einen festen Termin (am besten am Wochenende), damit alles reibungslos über die Bühne geht.
Sind deine Freundinnen und Freunde zuverlässig und pünktlich? Bist du plötzlich allein – oder fehlt die Hälfte der starken Frauen oder Männer, die du brauchst für den Transport des Sofas, des Schranks oder gar des Klaviers – kann das ganze Unterfangen scheitern. Viele haben keine Lust, sich den Rücken zu zerren oder haben plötzlich etwas „ganz, ganz Dringendes" zu erledigen...
Tipp: Häufig ist es so, dass ein Teil der Helfer:innen bereits in der neuen Wohnung Möbel aufbaut und Kisten auspackt, während ein anderer Teil noch in der alten Wohnung arbeitet. Schicke deshalb ein Familienmitglied oder einen besonders vertrauenswürdigen Freund oder eine Freundin als Stellvertreter:in zur neuen Wohnung – aber vergiss nicht, diesen Job entsprechend vorzubereiten und abzusprechen. Sonst gibt es ständig Nachfragen.
Berechne jetzt deine Umzugskosten
Wohnfläche
ca. m²
Entfernung
ca. km
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
ab €
Umzugsfirma findenIrgendwie müssen deine Möbel von A nach B kommen. Dazu brauchst du einen LKW oder zumindest einen Kleintransporter.
Tipp: Überschlage vorher, wie groß dein Transportvolumen sein wird, damit du einen Transporter in der richtigen Größe reservieren kannst. Frage bei deinen Freund:innen nach, wer einen Transporter fahren darf (Führerschein) und sich auch zutraut, ein so großes Fahrzeug zu bewegen. Erfahrung im Rangieren und Rückwärtsfahren – auch ohne Blick durch die Heckscheibe, sondern nur in die Außenspiegel – sollte vorhanden sein.
Wichtig: Informiere dich auch über die notwendigen Versicherungen wie Vollkasko und Haftpflicht, damit Schäden am LKW keine Folgekosten nach sich ziehen.
.Die Königsdisziplin beim Umzug in Eigenregie ist das fachgerechte, platzsparende und gleichzeitig möbelschonende Beladen des Transporters. Das erfordert Erfahrung und ein gewisses räumliches Vorstellungsvermögen.
Tipp: Such dir unter deinen Freund:innen eine Person heraus, die das kann – und übernehmen will.
Damit es keinen Stress mit zugeparkten Parkplätzen und fehlenden Lademöglichkeiten gibt, solltest du am neuen und am alten Haus eine Halteverbotszone einrichten lassen – mindestens 14 Tage vor dem Umzug.
Tipp: Dafür brauchst du eine Sondergenehmigung vom Ordnungsamt – oder eine Fachfirma, die auch die entsprechenden Verkehrsschilder aufstellt.
Achtung: Bitte die Plätze nicht mit Tischen, Stühlen oder Bändern versperren. Das hat keinerlei rechtliche Relevanz und jeder darf sie wegräumen und dort parken. Außerdem könnte dich ein Bußgeld erwarten.
Die richtige Ausrüstung ist entscheidend für einen reibungslosen Umzug. Umzugskartons, Klebeband, Luftpolsterfolie, Packpapier und Filzstifte sind die wichtigsten Materialien, die du benötigst.
Tipp: Achte darauf, dass die Kartons von guter Qualität und stabil sind. Verpackungsmaterial, ausreichend Umzugskartons, Spanngurte, eine Sackkarre und in schwierigen Treppenhäusern ohne Aufzug eine spezielle Treppenkarre können den Transport erheblich erleichtern.
Packe alles systematisch ein: Verwende kleine Kartons für schwere Gegenstände wie Bücher und große Kartons für leichte Gegenstände wie Bettwäsche oder Kissen.
Tipp: Beschrifte jeden Karton mit dem Inhalt und dem Zielort, um das Auspacken zu erleichtern – vor allem, wenn du nicht vor Ort sein kannst.
Für Zerbrechliches gilt: Verwende spezielle Verpackungsmaterialien wie Luftpolsterfolie, Schaumstoff oder Packpapier, um zerbrechliche oder empfindliche Gegenstände wie Geschirr, Gläser oder elektronische Geräte zu schützen.
Quelle: Repräsentative Studie „Umzug 2018“ beauftragt durch umzugsauktion.de;
Pressemitteilung unter: umzugspreisvergleich.de/presse
Selbst organisierte Umzüge bergen nicht nur physische Risiken, sondern auch finanzielle Unsicherheiten. Nicht umsonst fürchten sich viele Umziehende vor Schäden an Möbeln, Technik, aber auch an der Wohnung selbst: Schäden an Treppen, Türen oder Fußböden landen am Ende auf deiner Rechnung – entweder direkt bei der Übergabe der alten Wohnung oder später beim Auszug aus der nun neuen Wohnung.
Tipp: Sichere dich entsprechend mit einer Versicherung für Transportschäden ab. Diese kannst du oft dort abschließen, wo du deinen Transporter mietest.
Du solltest rechtzeitig daran denken, Snacks und Getränke für deine Umzugshelfer:innen zu organisieren – und zwar am besten an zwei Orten gleichzeitig. Beide Gruppen (alte und neue Wohnung) haben Hunger und Durst – du solltest also überall mit Essen präsent sein.
Tipp: Die Gulaschsuppe oder das Chili müssen vorbereitet, gekocht oder beim Caterer bestellt werden. Du glaubst gar nicht, wie schnell die Stimmung in den Keller geht, wenn die Verpflegung schlecht ist. Umgekehrt steigert das gemeinsame Essen die Motivation und den Zusammenhalt der Truppe. Aber auch eine gemeinsame Umzugs- oder Einzugsfeier sollte nicht fehlen.
Die emotionale und körperliche Belastung eines Umzuges kann ganz schön groß sein. Ein Umzug in Eigenregie kann viel Zeit und Nerven kosten. Professionelle Umzugsunternehmen machen nichts anderes. Sie nehmen dir viele lästige und vor allem schwere Arbeiten beim Umzug ab, sind versichert und machen hinterher alles wieder sauber. Das passende Umzugsunternehmen in deiner Region findest du einfach und schnell über unseren Angebotsvergleich. In den meisten Fällen kannst du vorab ein Festpreisangebot machen, das dann auch alle Umzugskartons, den Transport, die Einrichtung einer Halteverbotszone etc. beinhaltet. So gibt es keine bösen Überraschungen.
Eine Umfrage unter Nutzer:innen von ImmoScout24 ergab, dass 91,5 Prozent all derjenigen, die ein Umzugsunternehmen schonmal genutzt haben, es auch weiterempfehlen würden. Trotzdem haben laut der Umzugsstudie 2021 der Deutschen Post bisher nur 20 Prozent auf die Hilfe von Profis zurückgegriffen.
Dass man in vielen Fällen 20 Prozent der Umzugshilfe und oft auch mehr von den Steuern absetzen kann, weiß nicht mal die Hälfte aller Befragten.
Steffi Mersmann ist Redakteurin im Content Team und versorgt euch mit aktuellen Infos zum Mieten und Vermieten. Seit über 10 Jahren bei ImmoScout24, kennt Steffi alle Tricks und Fallstricke rund um die Immobiliensuche und hat zuvor als Produktmanagerin an den verschiedensten ImmoScout24-Features mitgearbeitet, von der ersten Google Maps-Einbindung bis zum Makler-Branchenbuch.
Die ImmoScout24 Redaktion verfasst jeden Beitrag nach strengen Qualitätsrichtlinien und bezieht sich dabei auf seriöse Quellen und Gesetzestexte. Unsere Redakteur:innen haben ein hohes Niveau an Immobilienwissen und informieren dich als Expert:innen mit informativen und vertrauenswürdigen Inhalten. Wir verbessern und optimieren unsere Inhalte kontinuierlich und versuchen, sie so leserfreundlich und verständnisvoll wie möglich für dich aufzubereiten. Unser Anliegen ist es dabei, dir eine erste Orientierung zu bieten. Für persönliche Anfragen deiner rechtlichen oder finanziellen Anliegen empfehlen wir dir, eine:n Rechts-, Steuer-, oder Finanzberater:in hinzuzuziehen.