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Der Blockhausbau beschreibt die Errichtung eines Blockhauses. Bei einem Blockhaus werden die Wände traditionell aus übereinanderliegenden Baumstämmen errichtet. Diese Baumstämme können je nach Variante roh oder unbearbeitet sein. 

Blockhäuser existierten bereits etwa vor 5.000 Jahren. Ein modernes Blockhaus ist die Weiterentwicklung der ursprünglichen Ausführungsvariante. Häufig wird die Blockbohlenbauweise als Konstruktionstechnik für Fertighäuser genutzt. Neben klassischen Rundstämmen werden im Blockhausbau auch Vierkanthölzer oder mehrschichtig verleimte Einzellamellen verwendet. Etwa 70 Prozent der errichteten Blockhäuser sind heutzutage industriell vorgefertigt. Als Baustoff haben sich Nadelhölzer bewährt. Vor allem das Polarkieferholz überzeugt durch seine selbstregulierenden Isoliereigenschaften, die sich positiv auf die Temperatur im Haus auswirken. Der Anteil der Blockhäuser in Deutschland ist kontinuierlich gestiegen und liegt mit Blick auf alle fertiggestellten Gebäuden jährlich bei über 13 Prozent.

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Inhaltsverzeichnis

Material und Technik

Je nach Hausmodell kommen im Blockhausbau ganz unterschiedliche Materialien und Techniken zur Anwendung. In einem Bausatz können die Bohlen bereits geschliffen, versiegelt und nummeriert sein. Diese Bausätze sind als Ausbauhaus oder als fertig aufgestelltes Haus erhältlich. Im Blockhausbau werden beispielsweise die Abläufe bei der Vorbereitung der Blockbohlen und bei der Aufsattelung der Sparren unterschieden, und, ob Pfetten verwendet werden. Im traditionellen Blockhausbau werden unbehauene Stämme benutzt, die jedoch geschält werden. Aber auch beidseitig auf Wandstärke gesägte oder gehauene Balken werden im traditionellen Blockhausbau verwendet. Für moderne Varianten sind die Stämme mit Standardmaßen profilgefräst, sodass sie nach dem Baukastenprinzip aufeinander gestapelt werden können.

Für die Dichtung können die Stämme gedübelt oder mit einer Längsnut versehen werden, die gegebenenfalls noch Dichtmaterial aufnehmen kann. Industriell geformte Balken haben häufig brandschutztaugliche Passerprofile. Seltener werden die Stammlagen nicht exakt aufeinander angepasst, sondern es wird mit teilweise synthetischer Dichtmasse gearbeitet, was dann nach dem englischen Wort Chink für Riss/Fuge als Chinker bezeichnet wird.


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Eckverbindungen im Blockhausbau

Für die Ausführung der Ecken gibt es besonders viele Techniken. Häufig ist die Sattelkerbenbauart, die auch Verkämmung genannt wird. Dabei werden im oben- und untenliegenden Stamm Kerben gefertigt und dadurch fügen sich die Stämme ineinander. Eine Überblattung erfordert die seitliche Verjüngung des Stamms und entsprechende Aussparungen. Im Ergebnis werden mit dieser Technik Ecken erreicht, bei denen die Stämme nicht seitlich herausragen. Ähnlich wird im Blockhausbau mit Schwalbenschwanzverbindungen verfahren. Durch Verzinkungen können die Ecken von Holzhäusern ohne Überstand ausgeführt werden.

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