Mietdatenbank

Als Mietdatenbank wird eine kontinuierlich geführte Sammlung von Mieten verstanden, die Angaben zu Mietvereinbarungen sowie Mietänderungen zur Verfügung stellt. Aus diesen Angaben können Erkenntnisse zu ortsüblichen Vergleichsmieten gesammelt, aufgearbeitet und ausgewertet werden.

Wer die Miete für seine Wohnung erhöhen möchte, hat unterschiedliche Möglichkeiten: Bislang setzte eine Mieterhöhung für Vermieter voraus, dass sie sich gemäß § 2 MHG (Miethöhegesetz) auf den örtlichen Mietspiegel oder auf ein begründetes Gutachten eines öffentlich bestellten beziehungsweise vereidigten Sachverständigen bezieht.

Alternativ können als Grundlage entsprechende Entgelte für mindestens drei vergleichbare Wohnungen hinzugezogen werden. Voraussetzung ist grundsätzlich, dass die Miete in den vorausgegangenen Monaten unverändert geblieben ist. Der Vermieter kann sich jedoch gemäß § 558 a Abs. 2 BGB auch auf die Angaben der örtlichen Mietdatenbank stützen. Er muss in diesem Fall keine einzelnen Vergleichswohnungen mehr angeben.



Sammlung ortsüblicher Mieten und Mietänderungen

Gemäß § 558 e BGB wurde die Mietdatenbank als Begründungsmittel für Mieterhöhungsvorhaben eingeführt. Als Mietdatenbank wird eine kontinuierlich geführte Sammlung von Mieten verstanden, die Angaben zu Mietvereinbarungen sowie Mietänderungen zur Verfügung stellt. Aus diesen Angaben können Erkenntnisse zu ortsüblichen Vergleichsmieten gesammelt, aufgearbeitet und ausgewertet werden. Die Mietdatenbank wird von der Gemeinde oder von Interessenvertretern der Mieter und Vermieter gemeinsam geführt oder anerkannt.

Mietdatenbank auf dem neuesten Stand: Ständige Erfassung neuer Daten

Der Unterschied zwischen Mietspiegel und Mietdatenbank liegt in der Aktualität der Daten: In der Mietdatenbank werden die Daten fortlaufend erfasst. Daten, die älter als vier Jahre sind, werden automatisch aus der Mietdatenbank gelöscht. Auf diese Weise ist die Aktualität der Angaben stets gewährleistet. Der Mietspiegel stellt hingegen immer eine Momentaufnahme des Wohnungsmarktes dar. Für die Mietdatenbank werden Erfassungsbögen mit den regionalen Wohnungsdaten der Vermieter, Mieter, Hausverwaltungen, Makler, Genossenschaften und Wohnungsunternehmen gesammelt und aufbereitet.

Mietdatenbank mit Kosten für die Städte verbunden

Dieses Verfahren ist mit viel Aufwand und hohen Büro- und Personalkosten verbunden. Denn für die Führung der Mietdatenbank müssen täglich neue Daten erfasst und ausgewertet werden. Einen weiteren Nachteil der Mietdatenbank gegenüber dem kostengünstigen Mietspiegel stellen die anfallenden Kosten für den Vermieter dar: Für die Einsicht in die Mietdatenbank müssen Verbraucher ein Entgelt entrichten und einen Erfassungs-Fragebogen zu ihrer eigenen Wohnung ausfüllen. Experten sehen die Zukunft der Datenbanken trotz ihrer Vorteile als problematisch an, solange zur Begründung einer Mieterhöhung noch die Möglichkeit der Nennung von drei Vergleichswohnungen besteht.