So lebt es sich in Mecklenburg-Vorpommern

Ein malerisch schönes Land

"Meck-Pom", wie das nördliche Bundesland auch scherzhaft genannt wird,  lockt mit Küsten und Seenplatten, historischen Hansestädten und schönen Inseln. Es gehört mittlerweile zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Der größte Touristenmagnet ist Rügen, Deutschlands größte Insel. Seine hohen weißen Kreidefelsen faszinieren immer wieder die Menschen. Der Maler Caspar David Friedrich hat die Felsen schon vor fast 200 Jahren in seinen Bildern verewigt.

Die Hauptstadt

Schwerin ist mit knapp 100.000 Einwohnern die kleinste deutsche Landeshauptstadt. Das Schloss ist das Wahrzeichen der Stadt, wunderschön auf einer Insel zwischen Schweriner See und Burgsee ruhend. Der Schlossgarten, eine barocke Anlage mit Kreuzkanal, Lindenalleen und Blumenrabatten,  erhielt im 19. Jahrhundert weite Laubengänge und breite Rasenflächen.  In früheren Zeiten residierten im Schlossgartenbezirk adlige Hofangestellte und hochstehende Beamte. Mittlerweile präsentieren sich die herrschaftlichen Villen in neuem Glanz. Heute finden sich hier die Adressen von Ministerien, Industriellen und begüterten Erben. Nichts erinnert mehr an die Tristesse der Ostblock-Ära.

Wo man sonst noch gut lebt

Rostock / Warnemünde: Die fast 800 Jahre alte Hansestadt ist mit etwa 200.000 Einwohnern die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie liegt mit Ihrem Seebad Warnemünde an beiden Flussufern der Warnow. An der ehemaligen Warnemünder Hafeneinfahrt beginnen Rundfahrten durch den Überseehafen und Hochseefahrten, dort verkaufen Fischer frischen Fisch vom Kutter. Die einstigen Fischerhäuschen mit ihren typischen Vorbauten beherbergen Cafés, Kneipen und Geschäfte. Ein Großereignis ist die jährlich stattfindende viertägige Hanse Sail im Rostocker Stadthafen. Hier bewundern jedes Jahr rund eine Million Besucher Segelschiffe aller Art und Größe.

Greifswald: Der von Bürgerhäusern aus Gotik, Renaissance und Barock umgebene alte Markt ist die gute Stube der Stadt. Glanzpunkt bildet das Giebelhaus Nr. 11, das mit der Nr. 13 zu den schönsten Beispielen gotischer Backsteinarchitektur zählt.

Stralsund: Bei der Restaurierung ihrer historischen Altstadt waren die Stralsunder sehr geschickt. Viele der im Krieg zerstörten Backsteinbauten stehen wieder da, als sei ihnen nie etwas geschehen Der Charme der alten Hansestadt ist so erhalten geblieben.

Typisch für die Region

Zum Kaffee wird leckerer Sanddornkuchen gereicht. Köstlich schmecken auch Sanddorneis und Sanddornlikör. Der Sanddornstrauch ist übrigens ein typisches Ostsee-Gewächs. In kleinen Restaurants werden die Sanddornerzeugnisse meist aus selbst gepflückten Beeren zubereitet. Die Rezepte sind allerdings geheim. 

Besonders sehenswert

Im 18. Jahrhundert entdecken immer mehr erholungssuchende Großstädter den Reiz des Urlaubs am Meer. Für sie entstehen herrschaftliche Kurhäusern mit hölzernen Promenaden, auf denen sie bis zu einem halben Kilometer übers Meer flanieren können. Noch heute empfangen die Bäder an der Küste von Boltenhagen bis Ahlbeck ihre Gäste mit dem Charme kaiserlicher Zeiten.

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