Lebensdauer

Die Lebensdauer oder Gesamtnutzungsdauer einer Immobilie bezeichnet den geschätzten Wert, in der eine Immobilie dem Käufer oder Bauherren zu Verfügung steht.

Dieser Werte variieren stark je nach Bauart, Typ und Nutzungsart des Gebäudes. Einfamilienwohnhäuser sind hier natürlich kaum zu vergleichen mit Industriehallen oder großen Bürokomplexen. Wichtiger Faktor zum Erreichen der optimalen Lebensdauer, unabhängig vom Typ der Immobilie, ist jedoch stets eine ausreichende Instandhaltung der Immobilie.

Die Gesamtnutzungsdauer von Gewerbeobjekten (Lager- und Produktionshallen) wird zwischen 50-60 Jahren veranschlagt, die von Geschäftshäusern und Ladenlokalen etwa bei 60-80 Jahren. Bei (Miet-)Wohnhäusern gelten 80-100 Jahre als Richtwert. Grundsätzlich ist allerdings zu sagen, dass diese Gesamtnutzungsdauer in vielen Fällen deutlich überschritten wird. Als Restnutzungsdauer wird die geschätzte Lebensdauer abzüglich der bereits genutzten Jahre bezeichnet.



Lebensdauer erhöhen durch technische Wartung

Die Lebensdauer einer gewerblich oder privat genutzten Immobilie ist wie bereits erwähnt begrenzt. Nichtsdestotrotz haben Immobilienbesitzer die Möglichkeit, die Restnutzungsdauer des betreffenden Gebäudes um einige Jahre zu verlängern.

Wohl einer der wichtigsten Bestandteile dieser verlängernden Maßnahmen ist die regelmäßige Wartung einer Immobilie. Hierzu zählt zum einen die Wartung einzelner technischer Bestandteile wie etwa der Heizungsanlage, des Abwassersystems und der elektrischen Leitungen. Darüber hinaus trägt jedoch auch die Wartung äußerer Bestandteile zum Erhalt eines Gebäudes bei.

Dach und Sockel kontrollieren

Auch die regelmäßige Kontrolle des Daches trägt zur Erhöhung der Lebensdauer einer Immobilie bei. Sie schützt nicht nur vor einer aufwändigen Renovierung, sondern sorgt gleichzeitig für eine gute Wärmebilanz – vorausgesetzt natürlich, das wird bei Bedarf an die neuesten Erkenntnisse der Isolierung angepasst. Ähnliches gilt für den Immobiliensockel. Er verbindet das Bauwerk mit dem Grund und ist daher besonders anfällig für Nässe und Schimmel.

Im Zweifelsfall lohnt sich die Konsultation eines Sachverständigen. Dieser kann nicht nur kleinste Schäden an der Baustruktur ausmachen, sondern gibt darüber hinaus auch Tipps für zukünftige Instandsetzungen, die sich positiv auf die Lebensdauer der Immobilie auswirken können.

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