Baukreditzinsen

Baukreditzinsen sind ein wesentlicher Faktor bei der Immobilienfinanzierung. Aktuelle Zinsen geben Auskunft über die tatsächliche Zinsbelastung und damit über die vollständigen Kosten des Hauskaufs. Die Höhe der Zinsen für Baukredite kann über Ausgaben in Höhe von mehreren tausend Euro entscheiden. In diesem Beitrag möchten wir Sie über die Zinsen beim Baukredit informieren. Außerdem geben wir Ihnen Tipps dafür, wie Sie die aktuellen Zinsen für Immobilienfinanzierung am besten nutzen.

Baufinanzierungsrechner

Was ist das Besondere an einem Baukredit und seinen Zinsen?

Ein Baukredit ist eine Finanzierung, für die eine Immobilie als Sicherheit dient. Der Kreditgeber erreicht diese Sicherheit durch den Eintrag einer Grundschuld im Grundbuch. Das dadurch entstandene geringe Risiko für die Bank zahlt sich in einem Sollzins aus, der im Vergleich zu anderen Kredit- oder Darlehensformen wie beispielsweise beim Autokauf gering ausfällt.

Für einen Baukredit werden aktuelle Zinsen zwar von den Banken veröffentlicht, jedoch dienen sie nur zur ungefähren Orientierung. Die Zinsen für einen Baukredit hängen neben den aktuellen Zinsen bei der Immobilienfinanzierung auch von der individuellen Einkommenshöhe und dem Bauvorhaben ab.

Eine Baufinanzierung kann jedoch vergünstigt werden, indem eine höhere Eigenleistung in Form von Eigenkapital erbracht wird. Aufgrund der hohen Eigenleistung entsteht für die Bank eine höhere Sicherheit, wodurch die Baukreditzinsen sinken. Im Umkehrschluss wären dann aufgrund der niedrigeren Kreditsumme effektiv höhere Tilgungssätze vereinbar. Damit verringert sich die Gesamtlaufzeit des Kredites und die Zinsen für den Baukredit sinken stetig. Außerdem wird das Baugeld auf diese Weise mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb der Sollzinsbindungsfrist getilgt werden können. Eine Anschlussfinanzierung bleibt aus und damit auch das Risiko, zukünftig wesentlich höhere Zinssätze in Anspruch nehmen zu müssen. Ein Synonym für Baukreditzinsen sind Hypothekenzinsen.

Zinsfestschreibungen machen den Kredit planbarer

Eine grundsätzliche Wahl hat der Kreditnehmer zwischen variablen oder für einen bestimmten Zeitraum festgesetzten Zinsen für Baukredite. Letztere haben den Vorteil, dass vor allem in Niedrigzinsphasen attraktive Zinssätze für zehn oder 15 Jahre festgeschrieben werden können. Gilt der aktuelle Zins für den Baukredit jahrzehntelang, sind die Kosten der Immobilienfinanzierung planbar und Entwicklungen am Markt sind für den Kreditnehmer irrelevant.

Anders sieht es aus, wenn zu Zeiten einer Hochzinsphase finanziert wird. Hier macht es wenig Sinn, Zinsen für den Baukredit festzuschreiben, wenn von sinkenden Zinsen ausgegangen wird. Der Hausbau würde hierdurch nur ohne Not teurer, die Baukreditzinsen würden den Handlungsspielraum einschränken.

Bei der Zinsfestschreibung schlagen die Banken wenige Prozentpunkte auf die aktuellen Zinsen für Baukredite auf. Je länger die Zinsbindung, desto höher kann der Aufschlag ausfallen.

Wie wird der aktuelle Zinssatz für den Baukredit berechnet?

Banken finanzieren Immobiliendarlehen in erster Linie durch den Handel mit Pfandbriefen, die eine langfristige Anlageform darstellen. Die Refinanzierung erfolgt aber auch über kurz- und mittelfristige Anlagen. Somit haben sowohl der Leitzins der Europäischen Zentralbank, der Tagesgeldgeschäfte unmittelbar bestimmt, als auch Bundesanleihen und Zins-Charts zur Pfandbriefrendite einen hohen Einfluss auf Zinsen bei der Immobilienfinanzierung.

Ganz entscheidend für die Zinsen des Baukredites ist auch die persönliche Bonität des Kreditnehmers. Sie wird durch den Eigenkapitalanteil beeinflusst, aber auch durch das verfügbare Einkommen und weitere Sicherheiten in Form von Kapitalanlagen. Daneben gibt es weitere Einflussfaktoren:

  • Immobiliennutzung: Bauherren, die ihre Immobilie selbst bewohnen möchten, profitieren häufig von speziellen Förderdarlehen, die ihnen geringe Zinssätze bescheren. Für Kapitalanleger dagegen gibt es zum Teil hohe Anforderungen an das Einkommen oder den Beleihungswert der finanzierten Immobilie.
  • Wohnort: Einige Banken vergeben Immobiliendarlehen nur in einem bestimmten Einzugsgebiet. Für Bauherren in bestimmten Gebieten kann sich somit die Angebotspalette verkleinern. Je nach Region können die Unterschiede bei den Baukreditzinsen einige Zehntelprozentpunkte ausmachen. Ein Zinsvergleich für Baukredite lohnt sich hier besonders.

Bei der klassischen 50/50-Finanzierung, also 50 Prozent Eigenkapital und 50 Prozent Hypothek, ist der Spielraum für kleinere Zinsnachlässe hoch. Je weniger die Immobilie jedoch den Kredit durch ihren Verkehrswert absichern kann, desto höher fällt der Zinsaufschlag aus. Die Baukreditzinsen sind dann höher, sie könnten aber durch Sondertilgungen oder höhere Tilgungssätze ausgeglichen werden. Indem außerplanmäßige Tilgungen geleistet werden, verringert sich die Laufzeit, sodass auch die reale Zinsbelastung sinkt.

Die Baukreditzinsen könnten zudem durch einen zweiten Darlehensnehmer oder einen Bürgen verringert werden. Weil die Bank nun gegenüber einer weiteren Person durchgreifen könnte, sinkt ihr Verwertungsrisiko. Mit einem Baukredit-Zinsrechner erhalten Sie einen ersten Überblick darüber, wie Ihre Immobilienfinanzierung aussehen könnte.

Immobilienfinanzierung: Sind Zinsen aktuell lohnenswert?

Die Zinsen für Baukredite sind im Vergleich zu den Vorjahren auf einem historischen Tiefpunkt angelangt. Vermutlich wird es sich in den kommenden Monaten und Jahren nach oben bewegen, anstatt im Niedrigzinsbereich zu stagnieren. Hier lohnt es sich für Bauherren, schon bald ein günstiges Immobiliendarlehen zu sichern.

Für einen Zinsvergleich für den Baukredit zählt insbesondere der effektive Jahreszins. Beim Baukredit fallen mit Bereitstellungszinsen oder Teilauszahlungszuschlägen zwar noch weitere Kosten an. Der effektive Jahreszins kann jedoch richtungsweisend sein, da er – anders als der Sollzins – auch Bearbeitungsgebühren und das Disagio enthält. Kleine Unterschiede haben hierbei einen großen Effekt:

Effektiver Jahreszins

2,0 Prozent

2,10 Prozent

Nettodarlehensbetrag

200.000 Euro

200.000 Euro

Zinsbindung

10 Jahre

10 Jahre

Anfängliche Tilgung

2,0 Prozent

2,0 Prozent

Rate (monatlich)

663 Euro

680 Euro

Getilgter Betrag zum Zinsbindungsende

44.194 Euro

44.421 Euro

Restschuld

155.805 Euro

155.578 Euro

Zinszahlungen insgesamt

35.405 Euro

37.178 Euro


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Vergleichen lohnt sich. Das gilt insbesondere für die Finanzierung einer Immobilie.