Wohnfläche

Wie viel Wohnfläche können Sie sich leisten?

Das kostet Ihr Haus

Mit Hilfe des Raumprogramms haben Sie Ihren tatsächlichen Raumbedarf ermittelt. Jetzt können Sie anfangen, Ihre Kosten zu schätzen.

Sie können Kosten optimieren, indem Sie einzelne Räume verkleinern oder vergrößern.
Verwenden Sie dazu unsere Checkliste und setzen Sie je Quadratmeter Wohnfläche einen der folgenden Durchschnittswerte an:

Gebäudekosten für Wohnhäuser in EUR/m² Wohnfläche

Ausstattung einfach mittel hochwertig
Ein- und Zweifamilienhaus 1.100 EUR 1.350 EUR 1.800 EUR
Reihenhaus 1.000 EUR 1.200 EUR 1.650 EUR
Mehrfamilienhaus 950 EUR 1.150 EUR 1.400 EUR

(Jeweils schlüsselfertig, ohne Ver- und Entsorgung, ohne Makler, Notar und Gerichtskosten)

Vergleichen Sie den errechneten Wert mit Ihren Finanzierungsvorstellungen. Eine umfangreiche Finanzierungsberatung inklusive detaillierter Analyse Ihrer Finanzsituation und der passenden Möglichkeiten zur Finanzierung finden Sie im ImmobilienScout24 Kaufplaner.

Wie setzen sich die Baukosten pro qm zusammen?

Eine Angabe der Baukosten pro qm ist pauschal nicht möglich. Dafür sind nicht nur die Preisgefüge der Hausbaufirmen zu unterschiedlich – vielmehr beeinflussen zahlreiche Faktoren den Quadratmeter-Preis der Baukosten maßgeblich. Daher sollten Sie als künftiger Bauherr stets bei Preisangaben genau hinschauen und überprüfen, welche Angaben und Komponenten in die Baukosten pro m2 eingerechnet wurden. Als Beispiel: Ein Ein- oder Zweifamilienhaus in durchschnittlicher Ausführung lässt sich mit etwa 1.350 Euro Baukosten je qm kalkulieren. Dieselbe Immobilie einschließlich der Ver- und Entsorgung und Makler-, Notar- und Gerichtskosten wird womöglich mit Baukosten von 2.000 Euro oder mehr je Quadratmeter angegeben. In diesem Zusammenhang haben die Bauherren in spe vor allem zwei Möglichkeiten, um eine Angabe der Baukosten zu bewerten: die Leistungsbeschreibung genau zu studieren und die Baunebenkosten zu kalkulieren.

Welche Faktoren sind für die Baukosten relevant?

Der erste Faktor für eine valide Angabe der Baukosten pro Quadratmeter ist das Grundstück. Hierzu zählen der Grundstückspreis sowie weitere Kosten für beispielsweise den Makler, den Notar, Vermessung und Eintragung ins Grundbuch. Der zweite Bereich umfasst die Kosten für das Herrichten und Erschließen des Grundstückes mit den Anschlüssen an die Ver- und Entsorgung. Außerdem wird das Grundstück für die Bebauung vorbereitet. Mit Blick auf das Bauwerk an sich lassen sich die Komponenten in zwei Bereiche unterteilen: in die reine Baukonstruktion und die technischen Anlagen für Heizungs-, Lüftungs-, Elektro- oder Sanitäranlagen.

Auch die Außenanlagen oder Ausstattungselemente wie zum Beispiel für Mobiliar oder eine Einbauküche lassen sich in die Angabe der Baukosten pro qm einrechnen. Auch die Baunebenkosten können kalkuliert werden und in die Angabe der Gebäudekosten einfließen. Dadurch können die Baukosten pro Quadratmeter ganz unterschiedlich ausfallen – nicht nur mit Blick auf unterschiedliche Haustypen oder Baumaterialien, sondern auch wenn bestimmte Faktoren, wie beispielsweise die Baunebenkosten, nicht berücksichtigt werden.

Wie ist die Verbindung von Baukosten je Quadratmeter und Leistungsbeschreibung

Eine Angabe der Gebäudekosten je Quadratmeter Wohnfläche wird oftmals im Rahmen einer Bau- und Leistungsbeschreibung angegeben. Auf Grundlage einer umfassenden Übersicht sämtlicher Bauabschnitte und relevanter Komponenten lässt sich eine Baukostenangabe pro Quadratmeter Wohnfläche besser bewerten als aus dem Bauch heraus. So sind in einer umfassenden Bau- und Leistungsbeschreibung beispielsweise die Kosten für Planung, Einrichtung der Baustelle, Erdbauarbeiten, den Rohbau oder die Material- wie Arbeitskosten für Fenster, Türen und haustechnischen Anlagen aufgeführt. Transparent und übersichtlich wird Bauherren so die Möglichkeit gegeben, die Einzelbestandteile beim Hausbau nachzuvollziehen. So haben Sie stets die Möglichkeit, die Baukosten pro m2 im Blick zu behalten.

Professionelle Hausanbieter und Hausbaufirmen geben gern Auskunft über die jeweiligen Positionen in einer Bau- und Leistungsbeschreibung. Und im Zuge der Vertragsverhandlungen lassen sich Vergleichswerte recherchieren, wenn ein Posten mit überdurchschnittlich hohen Kosten angegeben sein sollte. Somit existiert ein unmittelbare Verbindung von Bau- und Leistungsbeschreibung und den Baukosten je qm. Der Preis ermittelt sich durch die durchzuführenden Arbeiten und die verwendeten Materialien und kann mit Blick auf die Immobilie oder die Sonderwünsche ganz unterschiedlich ausfallen.

Zählen Baunebenkosten zu den Baukosten?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig mit Ja oder Nein beantworten. Es existiert keine eindeutige Regelung, welche Faktoren zusammen die Baukosten pro qm ergeben. Die Baunebenkosten beispielsweise sind lediglich ein Aspekt, der in einer Angabe berücksichtigt werden kann. Für Bauherren wäre es für eine möglichst hohe Transparenz und Planungssicherheit optimal, wenn sämtliche Faktoren für die Gebäudekosten berücksichtigt werden würden. Das erspart Ihnen intensive Recherche-Arbeit und die vielschichtige Kalkulation der Finanzierung.

Zu den Baunebenkosten zählen die Grunderwerbsteuer, die Kosten für die Baugenehmigung oder Erschließungskosten. Wenn berücksichtigt wird, dass beispielsweise die Erschließungskosten zwischen 25-75 Euro pro qm betragen können und die Grunderwerbsteuer bundeslandabhängig zwischen 3,5-6,5 Prozent des Grundstückspreises, ergeben sich daraus nicht unbeträchtliche Kosten. Daher sollten Sie sich umfassend informieren, ob die Baunebenkosten bei der vorliegenden Angabe der Baukosten pro qm beinhaltet sind.