Mietvertrag
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Mietvertrag: Vier gebräuchliche Vertragsformen

Staffel oder Index: Welcher Mietvertrag soll es sein?

Unbefristete oder befristete Verträge, Index- oder Staffelmiete: Mietverträge besitzen je nach Vertragsform bestimmte Vor- und Nachteile.

Ein schriftlicher Mietvertrag muss die Namen der Vertragsparteien, Vermieter und Mieter, aufführen. Das zu vermietende Objekt und die damit verbundenen Rechte und Pflichten müssen genau beschrieben sein. Dazu gehören neben der Wohnung auch Keller- und Dachbodenräume sowie, falls vorhanden, ein Garagenstellplatz oder die Regelungen der Gartennutzung. Die Höhe der Miete steht selbstverständlich auch im Vertrag, unterteilt in Nettokaltmiete und Betriebskosten. Grundsätzlich lassen sich folgende vier Vertragsformen unterscheiden:

Befristeter Mietvertrag

Bei einem befristeten Mietvertrag, der auch als Zeitmietvertrag bezeichnet wird, steht die Dauer der Vermietung bei Vertragsabschluss bereits fest. Der Vermieter kann einen Vertrag beispielsweise dann befristen, wenn er die Immobilie zu einem bestimmten Zeitpunkt selbst nutzen oder umfangreiche Renovierungsarbeiten vornehmen will. Eine außerordentliche Kündigung ist allerdings auch beim befristeten Mietvertrag möglich.

Unbefristeter Mietvertrag

Zeitmietverträge bilden die Ausnahme, die Regel sind unbefristete Mietverträge. Diese haben so lange Bestand, bis eine der Parteien das Mietverhältnis – unter Einhaltung der vereinbarten Kündigungsfrist – schriftlich beendet.

Indexmietvertrag

Indexmietvertrag

Bei einem Indexmietvertrag wird in Vorfeld festgelegt, wie die Miete künftig steigt.

Bereits bei Vertragsabschluss legen Vermieter und Mieter fest, in welcher Form die Miete künftig steigen soll. Beim Indexmietvertrag ist die Miete meist an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten gekoppelt. Kommt es zu einer Mietpreiserhöhung, muss der Vermieter den alten und den aktuellen Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland zugrunde legen. Ermittelt wird dieser Index vom Statistischen Bundesamt.  Vorteil dieser Vertragsform für den Mieter: Willkürliche Mieterhöhungen aufgrund ortsüblicher Vergleichsmieten oder nach Modernisierungsarbeiten sind nicht möglich.

Staffelmietvertrag

Im Staffelmietvertrag wird eine prozentuale Mieterhöhung vereinbart, die jährlich vollzogen wird. Das Wirtschaftsstrafgesetz regelt, dass die Mieterhöhung nicht höher als 20 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete betragen darf. Ein Kündigungsausschluss des Mieters ist maximal auf vier Jahre begrenzt.

Übrigens gilt: Der Vermieter ist nicht berechtigt, Bearbeitungsgebühren für das Aufsetzen des Vertrags zu berechnen!

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