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So lebt es sich in Kraftshof

Kraftshof: Mehr Dorf als Stadtteil


Wer über den Frankenschnellweg von Nürnberg nach Fürth fährt, merkt es meistens nicht, dass er Nürnberg verlässt. Die beiden Großstädte sind längst zusammen gewachsen. Wer von der Nürnberger Innenstadt nach Kraftshof fährt, macht die umgekehrte Erfahrung. Er meint, die Stadt schon längst hinter sich gelassen zu haben, wenn er vorbei an Spargel- und Gemüsefeldern durch das Knoblauchsland nach Kraftshof kommt.

Eigentlich ist Kraftshof mehr ein Dorf als ein Stadtteil, umgeben von Feldern und mit einer Reihe von Bauernhöfen im Ort. Nur der nahegelegene Flughafen erinnert daran, dass der Ort im Umland einer Großstadt liegt. Glücklicherweise gehört der Nürnberger Flughafen zu den kleineren, so dass sich die Lärmbelastung in Grenzen hält.

Nürnbergs Gemüsebeet und Hochzeitshochburg

Das Knoblauchsland in dem Kraftshof liegt, ist Nürnbergs Gemüsebeet. Vor allem für seinen Spargel ist die Gegend bekannt. Auch deshalb gibt es in dem kleinen Ortsteil mit nur 750 Einwohnern vier Gaststätten. Der zweite Grund für die Restaurantdichte ist die Kraftshofer St. Georgskirche, eine der schönsten Dorfkirchen in der Nürnberger Gegend und ein beliebter Ort für Hochzeiten. Dazu trägt nicht nur die Kirche selbst bei, sondern auch die ansprechende, noch immer dörfliche Bebauung im Ortskern.

Für die Attraktivität des Viertels sorgen vor allem der hohe Anteil von Einfamilienhäusern und die zentrale Lage zwischen den Großstädten Nürnberg, Erlangen und Fürth. Kraftshof gehört noch zum Nürnberger Stadtgebiet, aber zu den Stadtgrenzen von Fürth und Erlangen sind es weniger als fünf Kilometer.

Dörfliche Struktur

Nur drei Einwohner wohnen durchschnittlich im Ortsteil Kraftshof je Hektar. Das bringt Vor- und Nachteile gleichermaßen. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist deutlich schlechter als in den innenstadtnahen Wohngebieten. Verglichen mit den Dörfern im Umland ist sie – bedingt durch die Eingemeindung nach Nürnberg – jedoch überdurchschnittlich. Metzger und Bäcker gibt es im Ort zwar noch, der nächste Supermarkt ist jedoch rund drei Kilometer entfernt. Mit dem Auto ein Katzensprung, jedoch schon nicht mehr in Fußentfernung.

Besser sieht es mit Kindergärten und Schulen aus. In Kraftshof selbst gibt es einen evangelischen Kindergarten, im nur wenige hundert Meter entfernten Ortsteil Neunhof zwei weitere und eine Grundschule. Schließlich liegt die Zahl der Kinder deutlich über dem Durchschnitt der Stadt. Auch die sozialen Probleme, mit denen einige Nürnberger Innenstadtbezirke zu kämpfen haben, gibt es hier nicht. Die Sozialstrukturen sind intakt und von Anonymität ist hier keine Rede.

Wer nach Kraftshof zieht, ist zwar Bürger von Nürnberg. Er zieht jedoch in ein Dorf, umgeben von Feldern. Das ist insbesondere für junge Familien attraktiv, auch weil die Innenstädte von Nürnberg, Fürth und Erlangen gut erreichbar sind. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist weniger gut als in innenstadtnäheren Wohngebieten, jedoch besser als in den meisten außerhalb der Stadtgrenze gelegenen Dörfer.

Tilman Weigel

Dieser Insider-Tipp spiegelt nur die Meinung des Autors wider.

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