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Beim Heizen haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Brennstoffen, die Sie auch mit alternativen Energien kombinieren können.

Hier gelangen Sie auf die Detailseiten der verschiedenen Brennstoffarten. Dort erhalten Sie einen Überblick über Eigenschaften und Besonderheiten der verschiedenen Brennstoffe.

Heizen mit Sonnenenergie

Die Solarzellentechnologie hat sich in den letzten Jahren stark weiter entwickelt. die Solarzellen werden immer kleiner und dadurch Kostengünstiger.

Sie kann zur Erzeugung von Elektrizität durch Solarzellen und zum Bereiten von heißem Wasser durch Wärmekollektoren genutzt werden. Um sie nutzen zu können, benötigen Sie eine Fotovoltaik- oder eine Wärmekollektoranlage. Neuste Entwicklungen im Solarzellenbereich erlauben bald das ganz normale Fensterscheiben zu Solarplatten werden uns Strom erzeugen. Des Weitern werden die Solarplatten kleiner und effizienter gebaut um so die Kosten zu senken.

Holzscheite und Holzhackschnitzel

Als regenerativer Brennstoff stellt Holz einen idealen Brennstoff mit Zukunftssicherheit dar. Kommen Sie günstig an Brennholz heran, so sollten Sie Holz als Brennstoff in Erwägung ziehen.

Am günstigsten kauft man Brennholz direkt vom Förster, aber auch vom regionalen Brennholzlieferanten bekommt man den Festmeter Laubholz schon ab 49 EUR. Zu bedenken ist nur, dass ein größerer Lagerplatz gebraucht wird. Brennholz hat einen durchschnittlichen Heizwert von ca. 2,9 kWh/kg. Equivalent zu 1000 Litern Heizöl, die 1 m³ in Anspruch nehmen, benötigen Sie 3,5 Tonnen Holz, die ca. 10 - 15 m³ beanspruchen.

Zu beachten ist auch, dass die Feuchtigkeit von Brennholz, wenn es frisch geschlagen ist, bis zu 50% betragen kann. Nach 1-2 Jahren trockener Lagerung hat es nur noch 15 - 20% Feuchte. Holzpellets z.B. enthalten nur 8% Feuchtigkeit. Je feuchter das Holz ist, um so schlechter ist sein Heizwert. Sehr preiswertes Brennholz ist oft nicht genügend abgelagert, ist also noch zu feucht oder es hat einen geringen Brennwert, weil es nicht die Holzart ist, die Sie wollten. Prüfen Sie die gelieferte Holzart anhand der Rinde und der Holzmaserung, die für jedes Holz charakteristisch ist.

Ausgehend von gleicher Feuchte in den Holzarten hat Robinienholz mit 2100 kWh/m³ den höchsten Heizwert. Hölzer wie Eiche, Esche, Buche und Birke haben etwas geringere, aber auch sehr gute Heizwerte.

Sehr zu empfehlen sind Hackschnitzel, da sie die restlose Verwertung von Abfallholz fördern, was einer effektiven Holzwirtschaft dienlich ist. Doch müssen Sie Hackschnitzel extra einkaufen oder, wenn Sie eigenes Holz haben, sich einen Shredder besorgen und die Hackschnitzel selber herstellen, was erhöhten Arbeitsaufwand bedeutet. Komfortabler sind Hackschnitzel dann aber beim Heizen, weil sie mittels Förderschnecke dem Brenner automatisch zugeführt werden können und Sie sich nicht täglich um die Heizung kümmern müssen.

Heizen mit Strom

Heizen mit Strom aus dem Netz nur als Notlösung zu empfehlen.

Zur Gebäudeheizung ist elektrischer Strom aus dem Stromnetz zu wertvoll und auch zu teuer. Aus ökologischen Gründen ist das Heizen mit Strom nicht empfehlenswert, da im Winter ein großer Anteil des Stroms aus fossilen Energieträgern erzeugt werden muss. Die einzige, sinnvolle Anwendung stellt aus Solar- oder Windenergie selbst erzeugter Strom dar, der für die Erwärmung von Brauchwasser und zum Betrieb einer Wärmepumpe verwendet wird.  

Heizen mit Flüssiggas

Der Heizwert von Flüssiggas ist so gut wie der des Erdgases. Das Abgas ist sauberer als das von Erdgas oder Holz.

Auch der CO2-Ausstoß pro kWh ist gering. Wie Erdgas eignet sich Flüssiggas nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kochen. Ein Liter Flüssiggas wiegt 510 Gramm, enthält ca. 6,5 kWh und besteht aus Butan, Propan oder einem Gemisch aus beiden.

Doch diese Energieform ist nur überlegenswert, wenn Fernwärme, Erdgas, Holz oder Heizöl nicht in Frage kommen, denn das Flüssiggas ist wesentlich teurer. Der Transport- und Betankungsaufwand ist wegen des hohen Drucks (8 bar!) höher als bei Heizöl. Verglichen mit Heizöl benötigen Sie einen größeren und auch teureren Tank. 3000 l Flüssiggas entsprechen ca. 2000 l Heizöl. Während man für Heizöl lediglich simple Kunststofftanks benötigt, braucht man für Flüssiggas einen druckdichten Spezialtank, der zudem noch regelmäßig vom TÜV abgenommen werden muss.

Als fossiler Brennstoff ist Flüssiggas nicht CO2 neutral.

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Windkraft und Windenergie

Die Windenergie zählt zu den älteren Technologien für eine erneuerbare Stromerzeugung, trotzdem wird weiterhin die Windenenergie für den Ökostrom verwendet.

Windkraft wird in erster Linie zur Erzeugung von Strom (sogenanntem grünem Strom) verwendet. Windkraftanlagen sind sehr teuer in der Anschaffung und eignen sich nicht für ein Haus allein. Sinnvoll ist die Nutzung von Windkraft für ganze Siedlungen oder Gemeinden.

Heizen mit Fernwärme

Mit Fernwärme zu heizen ist genauso bequem wie mit Erdgas. Dadurch, dass es keinen Brenner und keinen Brennstoff im Haus gibt, sparen Sie Raum, Betriebskosten und mindern die Brandgefahr im Haus.

Da Wärme und Strom im selben Kraftwerk erzeugt werden, ist die Ausnutzung der Energiequelle durch Verwenden der Abwärme des Kraftwerkes und damit die Umweltverträglichkeit hier besonders hoch. Neben der Wärme für die Hausheizung erhält man auch Wärme für das Brauchwasser. Fernwärme kostet zur Zeit durchschnittlich 6 - 7 ct/kWh (Stand: 2010).

 

Heizen mit Erdgas

Sehr bequem ist es mit Erdgas zu heizen. Wenn Ihr Grundstück an das Gasnetz angeschlossen ist, so liegt es nahe, dass Sie diese Energiequelle nutzen, denn immerhin tragen Sie Ihren Teil der Erschließungskosten für die Gasversorgung in der Strasse.

Weitere Gründe, sich für Gas zu entscheiden, sind der Wegfall eines Brennstofflagers und die Möglichkeit, mit Erdgas auch zu kochen, anstatt dafür den viel teureren Strom zu verwenden. Erdgasnutzung ist sehr verbreitet, denn die meisten deutschen Städte und Gemeinden betreiben ein umfangreiches Gasnetz.

Hinsichtlich der Bemühungen den Ausstoß von CO2 zu reduzieren, stellt Erdgas als fossiler Brennstoff einen ungeeigneten und nicht zukunftssicheren Brennstoff dar. Die sicher erschließbaren Weltreserven an Erdgas betragen derzeit etwa 140 Bio m³ und reichen noch etwa 65 Jahre vor. Sämtliche Erdgasreserven, auch die kostspielig erschließbaren, genügen noch für etwa 170 Jahre. Im Preisvergleich zu Heizöl und Holz liegt Erdgas derzeit im Mittelfeld.

 

Heizen mit Holzpellets

Holzpellets (Holzpresslinge) stellen den effizientesten Holzbrennstoff dar. Sie werden aus Abfällen der Holz verarbeitenden Industrie hergestellt (Schleifstaub, Säge- und Hobelspäne).

Es handelt sich um gepresste zylindrische Körper mit einem Durchmesser von ca. 6 - 8mm und 5 - 30mm Länge, die durch Zusammenpressen und ohne Zugabe von schädlichen Bindemitteln hergestellt werden. Einziges Bindemittel, das erlaubt ist, ist Mais- oder Kartoffelstärke. Die Pellets können, wie Heizöl, per Tankwagen geliefert und in das Brennstofflager gepumpt werden. Aufgrund der erhöhten Kompression weisen Pellets einen höheren Energieinhalt (ca. 5,0 kWh/kg) und niedrigere Feuchtigkeit (nur 8%) als Holzhackschnitzel oder -scheite auf, was entsprechend kleinere Lagerräume erfordert. Wesentlich für Pellets ist die trockene Lagerung, da sie rasch zerfallen, wenn sie zu feucht werden.

Die Pelletqualität wird durch die DIN 51731 oder besser durch die Ö-Norm M 7135 und das DIN Plus-Zertifizierungsprogramm sichergestellt. Auf entsprechende Kennzeichnung ist zu achten.

Pellets richtig einkaufen

Achten Sie auf den Herstellernamen! Kaufen Sie, wenn möglich, nur lose Pellets. Pellets in Tüten oder Säcken sind ca. 30% teurer. Preise unterhalb 150 EUR enthalten eventuell keine Lieferkosten.

Qualitätsprüfung ist schwer. Pellets sollten keine Risse in Längsrichtung aufweisen und eine glatte Oberfläche haben. Staub ist normal und noch kein Hinweis auf mangelnde Qualität. Diese muss von einem Spezialisten nachgewiesen werden. Konsultieren Sie im Zweifel Ihren Brennerhersteller.

Helle Pellets sind fast immer einwandfrei. Dunkle müssen aber nicht mangelhaft sein, nur weil sie dunkel sind. Dunkle Färbung zeigt zunächst einen erhöhten Rindenanteil an, was nicht schlecht ist. Auch hohe Kompression kann zu dunklerer Färbung führen.

Gute Pellets gehen im Wasser unter und hinterlassen kein braun gefärbtes Wasser, nachdem sie zerfallen sind. Braunes Wasser ist ein Hinweis auf nicht zulässige Bindemittel.

Heizen mit Heizöl

Heizen mit Öl ist weit verbreitet. Im Vergleich zu Erdgas ist es aber schadstoffreicher, benötigt einen speziellen Brennstofflagerraum mit Öltank und eignet sich nicht zum Betrieb eines Kochers.

Derzeit ist es sogar teurer und ständig den Weltölpreisschwankungen ausgesetzt. Als fossiler Brennstoff ist es nicht CO2-neutral.

Ein Liter Heizöl enthält ca. 10 kWh Energie und ist wie Erdgas für die Brennwerttechnik geeignet.

Heizöl wird in verschiedenen Qualitäten, die sich in Lagerbarkeit, Schadstoffbelastung und Preis unterscheiden, angeboten.

 

Brennstoffe im Preisvergleich

Der Unterschied macht den Preis, deswegen sollten sich Bauherren immer gut informieren welche Brennstoffe für ihr Hausbauprojekt am Sinnvollsten ist.

Der Energiegehalt von 1000 m3 Erdgas (10.000 kWh) entspricht 1000 Litern Heizöl oder 5,4 m3/FM Buchenbrennholz. Derzeit (Stand September 2018) zahlen Sie bei günstigem Tarif für 1000 m3 Erdgas ca. 710 EUR, für 1000 Liter Heizöl ca. 1.015 EUR und für 5,4 m3 Buchenbrennholz ca. 350 EUR.

Einige Brennstoffe im Preisvergleich

Brennstoff 10.000 kWh entsprechen: Durchschnittspreis
Heizöl 1000 Liter 1.015 EUR
Erdgas 1000 m3 710 EUR
Brennholz (Buche) 5,4 m3 350 EUR
Holzpellets 2000 kg 550 EUR
Fernwärme 10.000 kWh 860 EUR
Strom 10.000 kWh 1770 EUR
Flüssiggas 1300 kg 1800 EUR

Hinweis: Bei den Preisen handelt es sich um unverbindliche Durchschnittspreise mit Stand September 2018!

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