Wohnung im Urlaub vermieten

Aus Wohnung wird Ferienwohnung?

Die Idee klingt simpel und praktisch: Während man selbst im Urlaub ist, einfach die eigene Wohnung an Urlauber vermieten und sich so ein nettes Taschengeld für die Ferien verdienen. Aber ist das überhaupt erlaubt? Muss der Vermieter vorher gefragt werden? Und was ist mit dem Zweckentfremdungsverbot?

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Sie freuen sich auf Ihren Urlaub, Koffer packen und los. Die nächsten drei Wochen wollen Sie entspannen, Neues entdecken und nicht an zu Hause denken. Oder? Halten die Blumen durch? Quillt der Briefkasten über? Hoffentlich wird nicht eingebrochen! – Nicht jeder hat einen hilfreichen Nachbarn zur Hand. Eine Option wäre es, die Wohnung derweil anderen Urlaubern zu überlassen. Doch dabei sollten Sie Folgendes beachten.

Zustimmung des Vermieters einholen

Unabhängig davon, ob die Wohnung komplett oder nur zum Teil vermietet werden soll – der Vermieter muss um Erlaubnis gefragt werden. So sieht es das Bürgerliche Gesetzbuch (§ 540) vor. Hilfreich ist auch ein Blick in den Mietvertrag, manchmal gibt es hier entsprechende Klauseln.

Soll die Wohnung während des eigenen Urlaubs untervermietet werden, bieten sich in aller Regel Städtereisende als Mieter an. Für eine touristische Nutzung brauchen Sie eine ausdrückliche Erlaubnis Ihres Vermieters, anderenfalls laufen Sie Gefahr, fristlos gekündigt zu werden.

Empfehlenswert ist es, auch die Nachbarn über zu erwartende Feriengäste zu informieren. Sie fühlen sich dann einbezogen und rufen nicht bei ungewohnten Geräuschen sofort den Vermieter oder gar die Polizei herbei.

Beim städtischen Wohnungsamt nachfragen


Wohnung im Urlaub vermieten? Dafür ist eine Erlaubnis nötig.

Wer seine Wohnung an Touristen vermietet, verstößt mancherorts gegen das Zweckentfremdungsgesetz. Fragen Sie also bei Ihrem städtischen Wohnungsamt nach, ob Sie eine Erlaubnis brauchen. Das Gesetz soll verhindern, dass gerade in Städten mit angespannten Wohnungsmärkten wie Berlin oder Hamburg zusätzlich Wohnraum durch gewerbliche Nutzung verlorengeht. Dabei ist es unerheblich, ob die Wohnung dauerhaft oder nur für zwei Wochen als Ferienwohnung genutzt wird. Wer gegen das Zweckentfremdungsverbot verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen.

Ausnahmen von der Zweckentfremdung

Es ist immer sinnvoll, mit dem Feriengast eine Kaution zu vereinbaren. Denn richtet der Untermieter Schäden in der Wohnung oder im Haus an, müssen Sie als Mieter dafür haften.

Das Finanzamt nicht vergessen

Selbst wenn die Einnahmen aus der Vermietung nur gering ausfallen, müssen sie in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Bei privater Vermietung fällt in der Regel keine Gewerbesteuer an.

Wohnungstausch zur Ferienzeit

Wenn Sie Ihre Wohnung zeitweilig einem Städtereisenden überlassen, muss das keine Einbahnstraße sein. Der Wohnungstausch zur Ferienzeit ist eine bequeme und meist preisgünstige Art der Urlaubsunterkunft. Allerdings gilt es auch hier, einige Regeln einzuhalten. Ganz wichtig: Der Vermieter muss dem Tausch zustimmen!

Klären Sie mit dem Tauschpartner,

  • ob er sich an den Energiekosten beteiligt
  • wie Sie Schadensfälle regeln (Versicherungsschutz)
  • wann und wie die Schlüsselübergabe erfolgt
  • wie bestimmte technische Geräte funktionieren
  • was der Gast benutzen darf
  • welche Aufgaben er ggf. übernehmen würde (Blumen, Briefkasten)

 

Wer vor dem Wohnungstausch schriftlich für klare Verhältnisse sorgt, kann entspannt in den Urlaub fahren. Mit etwas Glück werden nebenbei auch die Blumen mit Wasser versorgt und der Briefkasten quillt nicht über.

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