Instandhaltungsrücklage

Die Instandhaltungsrücklage ist eine Ansparrücklage, die von der Hausgemeinschaft zur Deckung größerer Anschaffungen und Reparaturen gebildet wird. Sie muss der Höhe nach dem Zustand des Gebäudes und den zu erwartenden Instandhaltungs- und Modernisierungskosten entsprechen.

Die Instandhaltungsrücklage gehört zu jeder ordnungsgemäßen Verwaltung, die der Immobilieneigentümer regelt. Die finanziellen Mittel, die aus der Instandhaltungsrücklage resultieren, dürfen alleine für Instandhaltungsmaßnahmen und Instandsetzungszwecke verwendet werden.

Die einzige Ausnahme hierfür stellen unerwartete Bonitätsprobleme dar, die sich durch den Rückgriff auf die Instandhaltungsrücklage decken lassen. Generell ist der Verwalter aber dazu verpflichtet, alle gemeinschaftlichen Finanzen getrennt von seinem Privatvermögen zu halten. Rechtlich gesehen muss er außerdem Gemeinschaftsgelder auf Bankkonten führen, die auf den Namen der Wohnungseigentümergemeinschaft laufen, anstatt auf seinen eigenen.



Höhe von Instandhaltungskosten

Instandhaltungsrücklagen werden im Falle des Verkaufs einer Wohnung nicht ausgezahlt, da sie zu dem Verwaltungsvermögen gehören. Wie hoch die Instandhaltungsrücklage im Endeffekt ausfällt, wird nicht alleine vom Eigentümer bestimmt, sondern mehrheitlich in einer Wohnungseigentümerversammlung beschlossen. Darüber hinaus wird die Höhe im Wirtschaftsplan festgelegt.

Jeder der Miteigentümer bringt die Instandhaltungsrücklage anteilig auf, wobei sich die Höhe nach der Größe der Wohnungen in Quadratmetern richtet. Mithilfe der sogenannten Petersschen Formel lässt sich grob ermitteln, in welcher Höhe Instandhaltungskosten von den Eigentümern zu leisten sind. Bei Neuanlagen gilt eine Instandhaltungsrücklage in Höhe von circa 0,8 bis 1 Prozent des Kaufpreises als angemessener Betrag.