Handwerker

Malern und Streichen: Gute Maler finden


Das Streichen einer Wohnung nimmt bei Umzügen oder beim Kauf einer neuen Einrichtung den größten Stellenwert ein. Während das einfache Anstreichen mit weißer Farbe auch Laien keine großen Probleme bereiten sollte, kann es bei Farben und verschiedenen Maltechniken durchaus komplex werden. Zu diesem Zweck kann ein versierter Maler beauftragt werden. Wann ist die Beauftragung eines Malers sinnvoll und worrauf muss beim Streichen geachtet werden?

Inhalt

Dienstleister für das Streichen: Der Maler

Gelernte Maler dekorieren Innenräume und Fassaden mittels Farbe. Sie übernehmen dabei im Vorfeld schon eine Farbberatung und die Planung als auch die Umsetzung sämtlicher Malerarbeiten.

Warum einen Maler beauftragen?

Gerade die Zeitknappheit beim Umzug spielt eine entscheidende Rolle. Wer umzieht und sich gleichzeitig um diverse Angelegenheiten kümmern muss, wird auf diese Weise immens entlastet. Doch auch das Malen komplexer Räume oder die Verwirklichung individueller Wünsche und Vorstellungen können nur erfahrene Maler in die Hand nehmen. Laien mangelt es an dieser Stelle sowohl am Wissen als an den Techniken.

Maler: Leistungen im Überblick

Maler sind keineswegs ausschließlich für das Anstreichen von Wänden verantwortlich. Neben dieser Kernkompetenz weisen sie weitere Wissens- und Erfahrungsgebiete auf, welche innerhalb der Ausbildung erlernt wurden. Die Tätigkeit von Malern umfasst daher eine Reihe weiterer Leistungen:

  • Gestalterische und technische Beratung
  • Erstellung von Gestaltungskonzepten und Ausmaßen
  • Anstricharbeiten auf sämtlichen Untergründen (Holz, Beton, Abrieb, Metall, Kunststoff)
  • Lasierung und Beizung von Holzoberflächen
  • Dekorative Malerei
  • Tapezierarbeiten
  • Reinigungsarbeiten
  • Spritzlackierung

Zum Inhaltsverzeichnis

Was kostet ein Maler im Durchschnitt?

Maler rufen im Durschnitt fünf bis zehn Euro pro Quadratmeter für ihre Dienstleistungen auf. Dies sind allerdings lediglich die Kosten für die Malerarbeit. Hinzu kommen Abdeckarbeiten, Ausbesserungsarbeiten, das Verspachteln von Unebenheiten und Löchern oder der Gerüstbau für die Gestaltung der Fassade. Diese Kosten müssen gesondert kalkuliert und angefragt werden.

Was macht einen guten Maler aus?

Versierte Maler arbeiten sowohl in Innenräumen als auch an Fassaden. Innenräume werden unifarben oder mit bunten Akzenten gestrichen. Der Außenbereich von Häusern sowie die Bausubstanz werden vor Umwelteinflüssen oder mechanischer Beanspruchung geschützt. Ein guter Maler verfügt nicht nur über die Kenntnisse zu verschiedenen Techniken des Streichens und Malens. Darüber hinaus kennzeichnet ihn fundiertes Wissen über die unterschiedlichen Anstrichstoffe und Untergründe sowie die späteren möglichen Beanspruchungen der behandelten Oberflächen.

Zum Inhaltsverzeichnis

Welche Farbe passt zu mir?

Jeder Wohnraum muss einmal neu gestrichen werden und dabei stellt sich die Frage der Farbwahl. Grundsätzlich existieren drei Charaktertypen mit der passenden Farbgebung.

Charakter Beschreibung
Klassisch Weiß ist einfach, klassisch und passt zu jedem Wohnstil. Wer weiß bevorzugt, legt Wert auf gleichmäßig helle Räume und eine weitläufige Raumwirkung. Perfekt wird die weiße Wandfarbe mit einem dunklen Bodenbelag kombiniert. Denn dann gewinnen auch kleinere Räume an optischer Tiefe und Größe.
Elegant Farben bieten ein sehr großes Spektrum an Kombinationsmöglichkeiten. Eine sehr beliebte Kombination sind dezente Graustufen mit knalligen Farben. Das Ergebnis ist ein leicht farblich abgesetzter Akzent. Wird eine helle Wandfarbe im oberen Bereich des Raumes eingesetzt, verliert derselbe seine optische Tiefe nicht.
Kreativ Der Kreativität sind beim Streichen keinerlei Grenzen gesetzt. Muster, Formen, individuelle Motive oder unterschiedlich gestrichene Wände drücken den Charakter der Bewohner aus.  

Weitere Tipps zur Farbwahl

1. Ruhige Wirkung

Die Bewohner suchen in der Regel Ruhe und Geborgenheit in den eigenen vier Wänden. Zu viele, nicht aufeinander abgestimmte Wandfarben können die Harmonie stören. So verhält es sich beispielsweise mit Rot, welches eine aggressive Farbe ist und nur sparsam eingesetzt werden sollte.

2. Streichen bei Auszug

Gerade in Mietwohnungen muss die Wandfarbe bei der Wohnungsübergabe im ursprünglichen Zustand sein. Wurden sehr dunkle Farben für die kreative Wandgestaltung eingesetzt, kann das spätere Überstreichen sehr lange dauern. Dies zieht nicht nur sehr viel Arbeit nach sich, sondern auch höhere Kosten aufgrund der zusätzlichen Wandfarbe.

Zum Inhaltsverzeichnis

Welche Formen der Wandgestaltung gibt es?

Zum einen existieren verschiedene Techniken, um eine Wand in einem bestimmten Stil erscheinen zu lassen, wie zum Beispiel Schwammtechnik. Zum anderen sind zahlreiche Arten von Farben verfügbar, die bereits als eigene Gestaltungselemente verstanden werden können.

Zum Inhaltsverzeichnis

Welche Arten von Farben gibt es?

Arten Beschreibung
Wandlasuren Wandlasuren bilden eine kaum sichtbare und sehr dünne Schicht auf der Wandfarbe. Sie werden als Ergänzung zur ursprünglich eingesetzten Wandfarbe verwendet.
Strukturfarben Kleine Kügelchen oder Quarzsand werden der Strukturfarbe während der Produktion beigemischt. Mit diesen Farben verlieren Wände ihre perfekte Glätte und erhalten eine leichte, aber deutlich sichtbare Struktur.
Spezialfarben Eine Spezialfarbe ist die Anti-Schimmelfarbe, welche der Bildung von Schimmel vorbeugt. Eine sogenannte Abschirmfarbe hingegen kann elektromagnetische Felder dämpfen.
Lehmfarben Lehmfarben sind insbesondere aufgrund ihrer fein-rauen Struktur sehr beliebt und verfügen über eingefärbte Tonmehle oder pflanzliche Stoffe.
Naturfarben Eine typische Naturfarbe ist der Kalkanstrich. Dieser zeichnet sich durch seine schimmelhemmenden Eigenschaften aus und wird mit Hilfe des Bindemittels Kasein hergestellt.
Latexfarben Scheuerfestigkeit und Strapazierfähigkeit sowie eine wasserabweisende Oberfläche charakterisieren Wände, die mit Latexfarben gestrichen wurden. Sie sind ideal für stark beanspruchte Flächen geeignet.
Abtönfarben Mit Abtönfarben lassen sich beispielsweise Dispersionsfarben in weiß zu einem gewünschten Fabton einfärben.
Dispersionsfarben Als Dispersionsfarbe werden sämtliche Wandfarben auf Wasserbasis bezeichnet. Dispersionsfarben sind besonders einfach aufzutragen und zeichnen sich durch ein gleichmäßiges sowie glattes Ergebnis aus. Weiter decken Dispersionsfarben sehr gut, trocknen schnell und riechen kaum.

Was kostet Wandfarbe?

Die häufig eingesetzte, weiße Dispersionsfarbe kostet in einem Zehn-Liter-Eimer zwischen 11 und 35 Euro. Je nachdem, ob noch zusätzliche Farben wie Wandlasuren hinzukommen, müssen die Kosten gesondert kalkuliert werden. Zehn Liter Wandfarbe eigenen sich zum Anstreichen von 60 bis 100 Quadratmeter Wandfläche.

Selber Streichen: Tipps

Die Arbeit beginnt schon mit der Anschaffung von Farbe, Pinsel, Rolle mit verlängertem Arm, Folie und Kreppband. Letzteres wird für das Abkleben von Zierleisten, Fenster- und Türrahmen benötigt.

Schritt 1: Abdecken und Abkleben

Bevor der Farbeimer geöffnet wird, gilt es den Boden und die Möbel mit einer Folie zu schützen. Die Plastikplane sollte den gesamten Boden lückenlos überdecken und mit Klebeband an den Fußleisten befestigt sein. Schalter, Leisten und angrenzende Flächen werden mit dem Kreppband geschützt.

Schritt 2: Reinigung

Verschmutzungen an den Wandoberflächen können mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Bei leichten Schimmel- oder Stockflecken hilft ein Schwamm, der vorher in Essigwasser getaucht wird.

Schritt 3: Ausgleichen

Kleine Risse auszukratzen und mit Spachtelmasse auszufüllen lohnt sich. So entstehen später keine Schatten auf der Wandoberfläche

Schritt 4: Tapeten und alte Farbe

Während alte Farbe mit Wasser abgewaschen werden kann, sollten Tapetenreste grundsätzlich komplett entfernt werden.

Schritt 5: Grundierung

Wer auf Perfektion setzt, grundiert die Wände mit einem sogenannten Tiefengrund. Dieser kann den sandenden Putz befestigen und zu einer gleichmäßigen Saugfähigkeit der Wand beitragen. So wird späteres und mehrmaliges Anstreichen überflüssig.

Schritt 6: Erst die Decke

Beim Streichen gilt es immer mit der Decke zu beginnen, damit keine Farbe auf die fertig gestrichenen Wände tropft. Die Rolle macht das Anstreichen der Großflächen einfacher, der Pinsel eignet sich für die Deckenränder.

Schritt 7: Dann die Wände

Die Bearbeitung der Wände mit der Rolle erfolgt idealerweise in möglichst breiten Streifen.

Tipp: Zunächst kann die Farbe kreuz und quer auf die Wand gestrichen werden. Für den gleichmäßigen Look reicht es vollkommen aus, den Roller zum Schluss in überlappenden, senkrechten Bahnen über die Wandfläche zu ziehen. Die Kreppbänder müssen direkt nach dem Streichen entfernt werden. Die Herstellerangaben zeigen zudem an, wie lange die Trocknungszeit in Anspruch nehmen wird. Lüften nicht vergessen!  

Zum Inhaltsverzeichnis

Malern und Streichen: Häufige Fragen und Fehler

Häufige Fehler beim Streichen der Wand

  • Abkleben vergessen
  • Erwerb minderwertiger Pinsel, Rollen, Farben
  • Wand vor der Decke streichen
  • Ecken und Kanten mit Rolle streichen
  • Kreppband nach der Trocknung entfernen
  • Mangelndes Umrühren der Farbe
  • Streichen auf beschädigter Tapete

Häufige Fragen rund um das Streichen von Wänden

1. Wie müssen dunkle Farben gestrichen werden?

Beim Einsatz von dunkler Farbe muss in der Regel zweimal gestrichen werden, um eine perfekte Deckung zu erzielen. Hierbei ist es unbedingt notwendig, die Farbe nach dem ersten Anstrich vollständig trocknen zu lassen.

2. Wie werden farbige Wände perfekt gestrichen?

Ein kleiner, aber wirkungsvoller Trick beim Streichen von farbigen Wänden sind weiß abgesetzte Randbereiche. Auf diese Weise entstehen wirkungsvolle Akzente, welche die verwendete Farbe noch besser zur Geltung bringen.

3. Kann Tapete überstrichen werden?

Grundsätzlich ist es möglich, Wände mit Tapete zu überstreichen. Dabei darf die Tapete jedoch keinerlei Beschädigungen aufweisen, teilweise abblättern oder an einzelnen Stellen aufgebläht sein.

Zum Inhaltsverzeichnis