Refinanzierung

Der Begriff der Refinanzierung beschreibt das Beschaffen von Kapital, das Kreditinstitute im Anschluss als Kredit an Verbraucher und Unternehmen ausreichen.

Baufinanzierungsrechner

Auf dem sogenannten Refinanzierungsmarkt werden fortlaufend Werte gehandelt, die Banken bündeln ihr Geschäft und halten es so aufrecht. Eine wichtige Funktion übernimmt das sogenannte Zentralbankgeld. Die Bank kann sich hier für verschiedene Laufzeiten um frische Liquidität bemühen, um flexibel zu bleiben. Je nach Art und Dauer der Refinanzierung werden unterschiedliche Zinsen fällig. Auch die zu stellenden Sicherheiten müssen gewisse Voraussetzungen erfüllen. Im privaten Bereich bedeutet Refinanzierung unter anderem, eine laufende Immobilienfinanzierung zu erneuern beziehungsweise zu verlängern. Refinanzierung wird hier gleichbedeutend mit Anschlussfinanzierung genannt. Hierdurch kann die Zinsbelastung sowohl sinken als auch steigen, je nach aktuellem Marktniveau, Zinsbindung, Kreditwürdigkeit und den Sicherheiten.

So läuft die Mittelbeschaffung

Um entsprechende Immobiliendarlehen ausreichen zu können, muss die Bank ihrerseits für ausreichend Liquidität sorgen. Je niedriger der Zins liegt, den sie dafür zahlen muss, desto niedriger fällt auch der nominale Zinssatz der Immobilienfinanzierung aus. Solche Verbindlichkeiten sind klassischerweise langfristig und überschreiten nicht selten die Grenze von 30 Jahren. Die Bank jedoch wird sich zum Großteil kurz- bis mittelfristig refinanzieren, um Marktchancen zu nutzen. Aber auch, um die Risiken zu streuen und die Differenz zwischen den Zinssätzen zu erhöhen. Denn diese bildet ihre Marge, der Überschuss der übrigbleibt, um alle anderen Aufwendungen zu finanzieren. Weil Prognosen auf lange Sicht bekanntlich schwierig sind, verlangt sie Aufschläge. Bereits bei Zinsbindungsfristen ab 15 Jahren sind Aufschläge bis zu 0,25 Prozentpunkte üblich. Ab 25 Jahren Zinsfestschreibung liegen die Aufschläge bei bis zu einem Prozentpunkt, sofern derart lange Laufzeiten überhaupt angeboten werden. In Niedrigzinsphasen können Kreditnehmer hiervon profitieren und Planungssicherheit bekommen. Für die Bank gleichwohl wird die Refinanzierung schwieriger, da weniger planbar. In normalen oder Hochzinsphasen ist es hingegen sinnvoll, eher kurze Zinsfestschreibungen zu wählen und auf sinkende Zinsen zu setzen. Um den Kosteneffekt einer nötigen Anschlussfinanzierung zu vermindern, werden hierfür entsprechend hohe Tilgungssätze gewählt.

Welche Arten von Refinanzierung gibt es?

Im Gegensatz zu Avalkrediten, also Bürgschaften oder Krediten, findet bei Geldkrediten tatsächlich ein Mittelabschluss statt. Dieser Liquiditätsabfluss muss von der Bank unmittelbar ausgeglichen werden. Um flexibel zu bleiben, müssen daher langfristige Bankkredite (Immobiliendarlehen, etc.) durch kurz- und mittelfristige Anlagen finanziert werden. Diese Form der Refinanzierung wird in Niedrigzinsphasen immer schwieriger, die Margen sinken. Eine bestimmte Geldpolitik der Zentralbank kann diesen Zustand verstärken. Sofern Verbindlichkeiten erhöht werden, etwa durch neue Spareinlagen oder Schuldverschreibungen, ist von einem passivischen Ausgleich die Rede. Wird der Bilanzwert hingegen vermindert, etwa durch den Verkauf von Geldmarktpapieren, dann werden Aktiva getauscht. Es wird vom aktivischen Ausgleich gesprochen. 

Baufinanzierung einfach gemacht
Wir zeigen Ihnen, wie es richtig geht
  • Zinsen vergleichen unter den besten Anbietern
  • Wer würde mich finanzieren?
  • Wieviel Haus kann ich mir leisten?
  • Mieten oder Kaufen - Was ist für Sie besser?
  • Günstige Konditionen für Ihren Ratenkredit

Vergleichen lohnt sich. Das gilt insbesondere für die Finanzierung einer Immobilie.