Hausbaukosten im Überblick

Das kleine Einmaleins der Kostenkalkulation

Vor Beginn der Bauphase steht die Kalkulation der Hausbaukosten auf dem Programm. Kennen Sie die wichtigsten Kostenfaktoren, können Sie Größe, Stil und Ausstattung Ihres Hauses dem Budget anpassen.

Hausbaukosten

 

Über den individuellen Wert der meisten Einfamilienhäuser entscheiden nicht nur Lage, Ausstattung und Grundriss. Auch die verwendeten Baumaterialien, die Arbeitsleistung der Handwerker und die Ausführung des Baus beeinflussen die Höhe der Hausbaukosten. Wer sich hier auskennt und Preise vergleicht, kann Einsparungspotenzial nutzen und strapaziert das Baubudget nicht zu sehr.

So setzen sich die Hausbaukosten zusammen:

  • Grundstückslage: Der Wert eines Grundstücks hängt erheblich von der Lage ab. Hier bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. So liegt der Kaufpreis eines Grundstücks in begehrter Innenstadtlage deutlich über dem Kaufpreis eines vergleichbaren Grundstücks auf dem Land.
  • Haustyp: Für den Bau eines Massivhauses müssen Sie tiefer in die Tasche greifen als für den Bau eines Fertighauses. Auch die Anzahl der Etagen und die Form des Gebäudes schlagen sich auf die Bausumme nieder. Hier gilt: Je verwinkelter der Grundriss des Hauses ist, desto komplizierter der Bau. Entsprechend höher fallen die Hausbaukosten aus. Eine durchgehende Dachfläche ohne architektonische Extras wie Gauben oder Erker bietet hier die kostengünstigste Bauvariante.
  • Kellerbau: Der Ausbau des Kellergeschosses ist aufwendig. Die Bauarbeiter heben Erdreich aus, legen eine Drainage an, schütten die Bodenplatte, ziehen Kellerwände hoch und montieren zusätzliche Fenster und Leitungen. Benötigen Sie die zusätzliche Wohn- und Nutzfläche eines Kellers nicht, können Sie sich den Kostenaufwand sparen, indem Sie lediglich ein ebenerdiges Fundament gießen lassen.
  • Größe des Grundfläche: Jeder Quadratmeter Grundfläche kostet Material- und Arbeitskosten. Entscheiden Sie sich anstelle des großzügig bemessenen Eigenheims für ein etwas kleineres, gemütliches Haus, fällt die Bausumme unter dem Strich geringer aus.
  • Qualität der Baumaterialien: Qualität hat seinen Preis, das gilt auch bei Baumaterialien. Ob Außenhülle, Dämmmaterial, Dachziegel oder Holzbalken – machen Sie Zugeständnisse bei der Qualität der Baumaterialien, sparen Sie bares Geld. Allerdings kann sich das später als Sparen an der falschen Stelle entpuppen. Eine gut gedämmte Gebäudehülle ist wichtig für ein gesundes Raumklima und eine ideale Luftzirkulation. Dadurch vermeiden Sie außerdem Folgekosten, die bei einem schlecht isolierten Haus durch Feuchteschäden und Schimmelbildung entstehen können.
  • Fensterzahl: Lichtgeflutete Räume tragen erheblich zu einer freundlichen Wohnatmosphäre bei. Doch jedes Fenster und jede Tür hat seinen Eigenpreis, ihr Einbau ebenfalls. Deshalb gilt: Je mehr Fenster und Außentüren der Bau aufweist, desto höher klettert die Bausumme. Weniger Fenster, die dafür sehr großzügig ausfallen, können hier einen guten Kompromiss bieten.
  • Haustechnik: Gas, Strom oder doch lieber Erdwärmepumpe? Das ist nicht nur eine Frage des Gewissens, sondern auch eine Kostenfrage. Die Installation der herkömmlichen Heizsysteme kostet im Vergleich zum Einbau aufwendiger regenerativen Heiztechniken einige tausend Euro weniger. Doch aufgepasst: Der Staat unterstützt den Einbau ressourcenschonender Techniken durch finanzielle Zuschüsse und zinsgünstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
  • Innenausstattung: Muss für die Küche tatsächlich die Rundum-Sorglos-Ausstattung mit Luxus-Backofen, Side-by-Side Kühlschrank und Kochinsel her oder reicht hier vielleicht auch die weniger glamouröse, aber hübsche Standardausstattung? Bei der Innenausstattung haben Hausbauer die Wahl. Jede Variante hat ihr eigenes Preisniveau und birgt damit eine Menge Einsparpotenzial bei den Hausbaukosten. Das betrifft insbesondere die Bodenbeläge, die Sanitäreinrichtung, das Beleuchtungssystem und die Küchenausstattung.
  • Gartengestaltung: Rollrasen statt Grassaat, Gartenarchitekt statt Eigenleistung, Doppelstabmattenzaun statt Jägerzaun, Rosen statt Rhododendren. – Den Garten hübsch herzurichten, schmälert das Baubudget ebenfalls beachtlich. Hier können Sie einfach an der Kostenschraube drehen, indem sie bei der Gartengestaltung Preise genau vergleichen und selbst zu Spaten und Hacke greifen, anstatt einen Profi dafür zu engagieren.
Baufinanzierungsrechner

Hausbaukosten richtig berechnen

Neben dem Kaufpreis für das Grundstück und den Kosten für den Roh- und Innenausbau fließen noch weitere Summen in die Hausbaukosten mit ein. Diese Baunebenkosten verlieren Bauherren schnell aus dem Blick. Dazu zählen:

  • Kosten für den Grundbucheintrag
  • Grunderwerbssteuer
  • Grundsteuer
  • Vermessung des Grundstücks und Eintrag ins Liegenschaftskataster und Grundbuch
  • Honorare für Makler und Notar
  • Kosten für die Baugenehmigung
  • Erschließung des Grundstücks (Anschluss an das öffentliche Energie- und Wasserversorgungsnetz sowie die Kanalisation, Telefon- und Kabelfernsehnetz)
  • Versicherungen (Bauleistungsversicherung, Bauherrenhaftpflichtversicherung, Wohngebäudeversicherung)

Rechenbeispiel:

Qualität der Ausstattung

 einfach

mittel hochwertig
Kaufsumme 198.000 243.000 324.000

Quadratmeter Wohnfläche

180 180 180

Kosten pro Quadratmeter

1.100 EUR 1.350 EUR 1.800 EUR