Bonität

Als Verkäufer einer Immobilie haben Sie ein Interesse daran, den Verkauf ordnungsgemäß und zügig über die Bühne zu bringen. Aus diesem Grunde empfiehlt sich oftmals die Beauftragung eines Maklers. Dieser kennt die Eigenheiten des Marktes und kann, in Kombination mit einem Verkehrswertgutachten, die Chancen eines Verkaufs sowie den realistischen Verkaufserlös abschätzen. Allerdings gibt es immer wieder dann Probleme, wenn die Bonität des Käufers nicht eindeutig bestimmt wurde.


Im Allgemeinen gilt: Die Bonität ist der Wertmaßstab für die Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit von Personen oder Unternehmen als Unterlage für ihre Kreditwürdigkeit.

Basis dafür sind in erster Linie die persönlichen, fachlichen und finanziellen Verhältnisse des Kreditnehmers. Für die Beurteilung der persönlichen Bonität des Darlehensnehmers wird vor allem die SCHUFA-Auskunft herangezogen. Zur Beurteilung der sachlichen Bonität werden sämtliche Unterlagen über Einnahmen und Ausgaben geprüft.

Risiko für Immobilienverkäufer

Handelt es sich um eine vermietete Immobilie, werden Sie bei der Auswahl Ihrer Mieter bisher auch darauf geachtet haben, möglichst „potente“ Mieter zu finden. Die Bonität bewertet also das Risiko beziehungsweise die Wahrscheinlichkeit, ob und inwiefern ein Schuldner (Mieter, Käufer) seiner Zahlungsverpflichtung nachkommt. Bei Banken kann eine niedrigere Bonität oftmals zu einem höheren Sollzinssatz führen, der Immobilienkauf verteuert sich teils drastisch.

Der in Deutschland gültige Grundsatz lautet: „Zahlung bei Übergabe“. Da es, unabhängig von der Art eines möglichen Maklerauftrages, auch nicht beim Notar zu einer stichhaltigen Prüfung der Bonität des Käufers kommt, müssen Sie hier Wachsamkeit an den Tag legen. Zudem werden Finanzierungen typischerweise erst nach Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrages abgeschlossen. Die übliche Prozedur, vom Interessenten eine „Finanzierungsbestätigung“ zu fordern, minimiert das Ausfallrisiko also nur marginal.

ImmobilienScout24 bietet Ihnen die Gelegenheit, mit einem SCHUFA-BonitätsCheck eine gute Grundlage für weitere Verkaufsverhandlungen zu nutzen. 

Das Schuldrecht des BGB

In Immobilienkaufverträgen können sowohl Rechts- wie auch Sachmängel auftreten. Nach § 434 BGB führt all das, was Sie im Zuge der Verkaufsverhandlungen in Bezug auf die Immobilie „zum Besten geben“, zu einer sogenannten „Beschaffenheitsvereinbarung“. Im Zweifelsfalle heißt das, dass Sie bei gravierenden Abweichungen mit einer Rückgängigmachung des Kaufvertrages rechnen müssen und obendrein noch Schadenersatz zu leisten haben.

Da sich die gesetzlichen Regelungen zu diesem Thema fortlaufend ändern, oftmals auch zulasten des Verkäufers, empfiehlt sich die Beauftragung eines Maklers. So laufen Sie nicht Gefahr, die von Ihnen zu beachtenden Informationspflichten zu verletzten und dadurch den Abschluss des Geschäfts zu gefährden.