Mietvertrag
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Untermietvertrag

Untermieter sind erlaubt, wenn der Vermieter gefragt wird

Wer ein oder mehrere Zimmer seiner Wohnung weitervermietet, sollte einen Untermietvertrag abschließen. Das geht nur mit Erlaubnis des Vermieters.

Ein echtes Mietverhältnis



Ein Untermietvertrag ist rechtlich gesehen ein echtes Mietverhältnis mit allen üblichen Rechten und Pflichten. Auch für diese Form des Mietvertrags gelten nämlich die gesetzlichen Bestimmungen des Mietrechts, zum Beispiel in Bezug auf Kündigungsfristen. Ein Untermietvertrag unterscheidet sich der Form nach nicht von anderen Mietverträgen, er regelt die Höhe der Miete und der Nebenkosten, die Mietdauer und einiges mehr. Manchmal wird der Untermietvertrag für eine WG als Vertragsform gewählt. Für den Vermieter hat das den Vorteil, dass er es nur mit einem Ansprechpartner, dem Hauptmieter, zu tun hat. Wenn Wohnraum nur für einen begrenzten Zeitraum untervermietet wird, zum Beispiel während eines Auslandsaufenthalts, spricht man auch von einem Zwischenmietvertrag.

Einen Untermietvertrag als Muster können Sie sich hier erstellen und ausdrucken. Vorlagen für einen Untermietvertrag als PDF gibt es im Internet viele, und zwar kostenlos wie beim Vordruck für den allgemeinen Mietvertrag. Doch Vorsicht: Die wenigsten sind wirklich aktuell. Wer einen Untermietvertrag über ein geprüftes Formular abschließt, geht sicher, dass alle wichtigen Punkte berücksichtigt sind. Das gilt auch für den Zwischenmietvertrag.

Ohne Erlaubnis des Vermieters kein Untermietvertrag

Ganz wichtig: Wer seine Wohnung oder einzelne Räume an Dritte untervermieten möchte, muss die Erlaubnis des Vermieters einholen. Will der Mieter nur einen Teil seiner Wohnung untervermieten, hat er aber unter Umständen einen Anspruch auf die Zustimmung des Vermieters. Nämlich dann, wenn er ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung hat – das heißt, wenn er aus wirtschaftlichen oder persönlichen Gründen jemanden in seine Wohnung einziehen lassen möchte. 



Wann Mieter berechtigtes Interesse haben

Mann und Frau sitzen vor einem Laptop

Ein Untermieter sollte immer mit Erlaubnis des Vermieters einziehen.

Ist die Wohnung zu teuer, so dass der Mieter die Miete nicht mehr allein aufbringen kann, liegt ein wirtschaftlicher Grund zur Untervermietung vor. Ein persönlicher Grund kann die Unterbringung von Verwandten oder Lebensgefährten sein.
Möchte der Mieter gleich die gesamte Wohnung weitervermieten, also selber ausziehen, ohne das Mietverhältnis zu kündigen, steht es dem Vermieter allerdings frei zu entscheiden, ob der Untermieter akzeptiert oder nicht. Das gilt auch dann, wenn etwa die Eltern ausziehen und der Sohn oder die Tochter die Wohnung übernehmen wollen.



Vorsicht – die fristlose Kündigung droht

Bevor ein Untermietvertrag abgeschlossen wird, sollte auf jeden Fall die Erlaubnis des Vermieters abgewartet werden. Denn eine unerlaubte Weitervermietung berechtigt den Vermieter immer, eine fristlose Kündigung der Wohnung auszusprechen.

Erteilt der Vermieter die Erlaubnis, kann er die Miete geringfügig um einen sogenannten Untervermietungszuschlag erhöhen.

Untermietvertrag für Gewerbe

Grundsätzlich ist auch eine Untervermietung von Gewerbe- und Geschäftsräumen möglich. Da Gewerbemietverträge oft als befristete Mietverträge abgeschlossen werden, können sie manchmal über Jahre nicht gekündigt werden. Deshalb möchten manche Mieter bei schlechter Geschäftslage untervermieten. Der Vermieter kann einen Mietvertrag zur Untermiete von gewerblich genutzten Räumen zwar ohne Begründung ablehnen, oft ist es aber auch in seinem Interesse, dass beispielsweise ein Ladenlokal nicht zu lange leer steht. Auch für einen gewerblichen Untermietvertrag können Sie eine Vorlage nutzen.

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