Finanzierung kompakt
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Sicherheiten für die Bank

So sichert sich die Bank vor einem Kreditausfall ab

Banken sind bei der Kreditvergabe bekanntermaßen wählerisch: Nur wer ihnen als kreditwürdig erscheint, bekommt auch das gewünschte Darlehen. Die Bandbreite möglicher Kreditsicherheiten ist groß. Ein Überblick.

Grundpfandrecht - Hypothek und Grundschuld

Zu den wichtigsten Grundpfandrechten gehören die Hypothek und die Grundschuld. Bei der Hypothek überschreibt der Kreditnehmer das Grundpfandrecht an einem Grundstück, Erbbaurecht oder einer Immobilie der Bank. Im Falle eines Zahlungsverzugs kann der Kreditgeber das Grundstück oder die Immobilie dann zwangsversteigern und sich aus dem Erlös bedienen. In der Praxis viel weiter verbreitet aber ist die Eintragung einer Grundschuld ins Grundbuch.

Im Unterschied zur Hypothek, die immer an eine ganz bestimmte Forderung der Bank gekoppelt ist, kann bei dieser Form von Grundpfandrecht die Grundschuld zur Absicherung beliebiger Kredite verwendet werden.

Bürgschaft und Co.

Älteres Ehepaar im Gespräch mit einem Berater

Bei einer Bürgschaft haftet eine dritte Person für den Kredit.

Bei einer Bürgschaft haftet eine dritte Person für den Kredit. Der Regelfall ist die Ausfallbürgschaft, bei der die Bank zunächst gegen den Schuldner prozessieren muss, bevor sie den Bürgen zur Kasse bittet. Bei einer selbstschuldnerischen Bürgschaft darf die Bank sowohl den Gläubiger als auch den Bürgen gleichermaßen belangen. Bei der Forderungsabtretung oder Zession tritt der Gläubiger seine Forderungen, die er an Arbeitgeber oder Kunden hat, als Sicherheit an die Bank ab. Auch für Selbstständige ist die Abtretung ein wichtiger Baustein, um überhaupt einen Kredit zu erhalten.

Die Forderungsabtretung aus einer Versicherung kann bei der Kreditabsicherung eine große Rolle spielen. Wenn ein Kreditnehmer eine Negativerklärung abgibt, verspricht er damit der Bank, dass er ohne deren Einwilligung keine Vermögensgegenstände veräußern oder beleihen wird.

Kurzfristige Finanzspritze mit dem Lombardkredit

Der Begriff Lombardkredit geht auf die italienische Region Lombardei zurück, wo sich Kaufleute schon im Mittelalter Geld liehen und die Rückzahlung mit einer Verpfändung absicherten. Der Lombardkredit eignet sich nicht für die langfristige Immobilienfinanzierung, kann aber eine kurzfristige Knappheit in der Kasse ausgleichen oder die Finanzkraft steigern. Der Lombardkredit ist ein Realkredit und deshalb an die Verpfändung einer Sache gebunden. Grundsätzlich kann die Sicherheit auf drei verschiedene Weisen an den Kreditgeber „übergeben“ werden: als Verpfändung nach dem Prinzip Besitz gegen Geld, bei einer Sicherheitsübereignung als Eigentum gegen Geld oder bei einer Abtretung als Forderungen gegen Geld.

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