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So lebt es sich in Grüna

Grüna: Bei der Stadt, nicht in der Stadt

Grüna ist der flächenmäßig größte der Chemnitzer Stadtteile. Er erstreckt sich über fast 14 Quadratkilometer, tief im Westen der Stadt. Seine Fläche wird zu drei Vierteln land- und vor allem forstwirtschaftlich genutzt. Wer hier wohnt, wohnt eigentlich schon auf dem Land.

Forsthaus Grüna - das klingt idyllisch, und das ist es auch. Zwar liegt das Forsthaus nicht nur in Grüna, sondern auch wirklich im Grünen, ist heute aber ein modernes Tagungs- und Wellness-Hotel sowie mit angeschlossenem Biergarten auch Start- oder Zielpunkt für Wanderungen oder auch nur Spaziergänge durch Grüna und das Erholungsgebiet Rabensteiner Wald.

50 Jahre Baupause

Erholung ist also jede Menge geboten in Grüna, zumal man sich den Platz im normalen Leben nicht mit übermäßig vielen anderen Menschen teilen muss: Grüna nimmt zwar sechs Prozent der Fläche von Chemnitz ein, stellt aber nur zwei Prozent der städtischen Einwohner. Die knapp 6.000 Grünaer sind vom Alter her verhältnismäßig gut verteilt. Aber die Eltern von morgen arbeiten mit wachsendem Erfolg daran, die Zahl der Geburten anzuheben - und mit Kindergarten, Grund- und Mittelschule wird ihnen auch alles geboten, was staatlicherseits zu machen ist.

Zwei Dritteln der Grünaer sind sesshaft in Ein- und Zweifamilienhäusern. Überhaupt findet sich in ganz Grüna kein Haus mit mehr als drei Wohneinheiten (außer einem Altenheim). Immerhin 30 Prozent der Wohngebäude haben schon das vorletzte Jahrhundert gesehen, weitere 30 Prozent entstanden zwischen 1900 und 1948. Dann wurde die Bautätigkeit weitestgehend eingestellt und erst nach 1990 in nennenswertem Umfang wieder aufgenommen: Hier entstanden für die Stadtflüchtigen mehr als nur ein paar Doppelhaushälften. Da allerdings nur 15 Prozent der Fläche zur Bebauung freigegeben sind, wächst Grüna weniger stark als andere Vororte.

Zufriedene Anwohner trotz mangelnder Anbindung

Der Stadtteil verfügt über Gewerbegebiete und auch Industrie, was aber angesichts der Größe nicht weiter auffällt - vom Kernort ist beides ausreichend weit entfernt. Und obwohl man nur zirka zehn Autominuten bis zur Autobahn und bis zum Neefepark auf der grünen Wiese benötigt, mag sich in Grüna so beinahe nichts zum Meckern finden.

Oder doch: Wer hierher zieht, braucht unbedingt ein Auto und hat sich darauf eingestellt, dass er neben der Stadt lebt. Wer aber nicht mobil ist, kommt nicht wirklich fort aus Grüna: Die Anbindung an den ÖPNV ist ausbaufähig. Es gibt eine Buslinie und auch einen Haltepunkt der Deutschen Bahn auf der Strecke Chemnitz-Zwickau. Aber wahrscheinlich ist es so, dass man als Grünaer gar nicht mehr fort will aus diesem Ort. Schließlich gibt es Bäcker, Fleischer, Sauna und Kneipe - was braucht der Mensch mehr?

Refugien für die Kleinfamilie lassen sich in Grüna finden. Hier kann man sich sein kleines Reich mit Gartenteich schaffen - vorausgesetzt man hat ein Auto, um die Baumaterialien heranzuschaffen.

Volker Tzschucke

Dieser Insider-Tipp spiegelt nur die Meinung des Autors wider.

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