Wohnen in
Hamburg, Kirchwerder

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So lebt es sich in Kirchwerder

Der südlichste Stadtteil Hamburgs ist mit über 8.600 Einwohnern, die auf 32 Quadratkilometern leben, der größte Teil der Vier- und Marschlande. Zugleich ist es eine der ältesten erhaltenen Kulturlandschaften Deutschlands: 1217 wurde Kirchwerder zum ersten Mal unter dem Namen Kercewerder erwähnt.

In Kirchwerder finden sich zahlreiche historische Gebäude, die teilweise unter Denkmalschutz stehen. So ist etwa der Zollenspieker eine Attraktion, die Besucher aus ganz Norddeutschland nach Kirchwerder lockt. Die Fährverbindung über die Elbe existiert bereits seit dem 13. Jahrhundert und bis ins frühe 19. Jahrhundert wurden hier Zölle erhoben (daher auch der Name; Zollenspieker = Zollspeicher). Unternehmungslustige schließen Spaziergänge auf den Elbdeichen oft mit einem Besuch im Zollenspieker Fährhaus ab. Weit über die Kirchwerder Grenzen hinaus bekannt ist auch die Autofähre, die vom niedersächsischen Hoopte die Elbe überquert und in Kirchwerder anlegt - es ist im Übrigen die einzige Autofähre Hamburgs.

Tradition wird beibehalten

Die bäuerlich-ländliche Atmosphäre wird durch viele geschichtsträchtige Hufnerhäuser aus dem 19. Jahrhundert und viele reetdachbedeckte Häuser geprägt. Neben den Häusern haben auch die Feste eine lange Tradition in Kirchwerder: Jeden ersten Sonntag im Oktober feiert man in Kirchwerder den Erntedankumzug - eine Feierlichkeit, die von den Kirchwerder Landfrauen organisiert wird und die Besucher aus Niedersachsen und Hamburg anzieht.

Wie die anderen Stadtteile der Vier- und Marschlande ist Kirchwerder wie eine Kleinstadt an den Toren Hamburgs. Doch spiegelt sich die Heterogenität urbanen Lebens hier nicht wider: In Kirchwerder gibt es kaum Arbeitslose. Hier lebt man oft seit vielen Generationen in Großfamilien auf riesigen Anwesen.

So scheint es auch nicht weiter schlimm zu sein, dass sich die nächste S-Bahn-Station im Stadtteil Bergedorf befindet und eine Fahrt vom Kirchwerder Hausdeich zum Hauptbahnhof fast eine Stunde dauert. Denn wer sich einmal in Kirchwerder niedergelassen hat, den zieht es nicht mehr so schnell weg.

Andreas Bock

Dieser Insider-Tipp spiegelt nur die Meinung des Autors wider.

 

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