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Porenbetonsteine sind sehr leicht und bestehen aus Porenbeton, dem gleichnamigen Baumaterial. 

Porenbeton ist ein mineralischer und hochporöser Baustoff auf der Grundlage von Kalk- oder Zementmörtel. Er wird porosiert und einer Dampfhärtung unterzogen. Anders als die Bezeichnung vermuten lässt, hat Porenbeton nichts mit Beton zu tun. Als Rohstoff wird fein vermahlener, quarzhaltiger Sand (Sandmehl) eingesetzt und nicht wie bei Beton Sand beziehungsweise Kies. Außerdem braucht man zur Herstellung Branntkalk und Wasser. Porenbetonsteine haben viele positive Eigenschaften, die sie als Baumaterial sehr populär machen. Sie sind im Verbund besonders tragfähig und druckfest, können wunderbar als Dämmmaterial benutzt werden und sind nicht brennbar. Nicht zuletzt ist Porenbeton sehr leicht im Gewicht, was ihn äußerst flexibel in der Verarbeitung macht. Man benötigt keinerlei schweres Gerät zur Herstellung, gleichzeitig ist das Material vielseitig einsetzbar. So können Porenbetonsteine aufgrund ihrer hohen Tragfähigkeit beispielsweise gut als Mauerstein oder Fertigbauteil verwendet werden. Sogar im Innenausbau und als Komplex- oder Brandtrennwand kommt Porenbeton zum Einsatz.

Herstellung von Porenbetonsteinen

Als Rohstoffe werden Kalk, Quarzsand und Wasser benötigt, die zu einer Mörtelmasse angerührt werden. Als Ersatz für den Quarzsand kommt manchmal auch Hüttensand oder Flugasche zum Einsatz. Porenbetonsteine bestehen allerdings zu 60 bis 85 Prozent aus Luft. Einen kleinen Hinweis darauf, wie die Luft ins Gemisch kommt, gibt die veraltete Bezeichnung „Gasbeton”. Ähnlich wie beim Kuchenbacken mit Backpulver wird zur Herstellung von Porenbeton ein gasbildendes Pulver verwendet. Heutzutage kommt hauptsächlich pastöses Aluminiumpulver zum Einsatz. Vermischt mit den anderen Rohstoffen bildet es Wasserstoffgas in der Mörtelmischung. Dadurch entstehen unzählige, ungefähr einen Millimeter große Gasporen, die das Gemisch aufblähen. Der Vorgang wird in der Regel in großen Gefäßen durchgeführt. Weil sich Wasserstoff schnell verflüchtigt, wird er sehr schnell durch Luft ersetzt. Schon im Blähprozess fängt das Material an, zu versteifen. Nach einer gewissen Ruhezeit ist es hart genug, um produktgerecht zurechtgeschnitten zu werden. Die einfache Erhärtung des Materials reicht jedoch noch nicht aus – um als Baustoff eingesetzt zu werden, muss ein Bindestoff namens Tobermorit in den Porenbetonsteinen gebildet werden. Durch die sogenannte Dampfhärtung in Dampfdruckkesseln bei einer Temperatur von bis zu 200 Grad Celsius wird Calciumoxid für die Bildung des Tobermorits verbraucht.

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