Veröffentlicht am 27.01.2021

Auch Solo-Selbstständige und kleine Gewerbebetriebe brauchen Platz, um Akten, Waren, Geräte oder andere Betriebsmittel zu lagern. Herkömmliche Lagerflächen mit langfristigen Mietverträgen sind aber nicht unbedingt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Eine gute Alternative ist Lagerraum in passgenauer Größe, zu flexiblen Konditionen und mit Serviceangeboten.

Ab einem Quadratmeter Grundfläche geht es los bei den Anbietern des sogenannten Selfstorage (englisch für „selbst einlagern“). In immer mehr Städten eröffnen meist große überregionale Unternehmen ihre Lagerhäuser mit Boxen, Abteilen oder Räumen zum Mieten. Für Privatleute sind sie eine gute Möglichkeit, vorübergehend oder längerfristig alles unterzubringen, was im Keller oder auf dem Dachboden keinen Platz findet, von Winterkleidung über Sportgeräte bis zu Möbeln oder Motorrädern (Link zum Artikel für Privatleute). Die Anbieter wenden sich aber auch an Selbstständige und Unternehmen. Für welche Gewerbe und in welchen Situationen ist ein Lagerraum geeignet? 


Flexibel: Coworking und Lagerraum

Nehmen wir zum Beispiel die Freiberuflerin aus der Werbebranche, die einen Coworking-Space nutzt. Den kann sie tage- wochen- oder monatsweise buchen, kann dort WLAN und Drucker nutzen und ist nicht immer so allein wie im Homeoffice. Weil ihre Wohnung sehr klein ist, möchte sie auch gern Dokumente, Akten und Präsentationsmaterial auslagern. Ein Lagerraum von ein bis zwei Quadratmetern für etwa 20 bis 30 Euro im Monat reicht ihr schon. Mit wöchentlicher Kündigungsfrist bleibt sie flexibel, falls sich kurzfristig eine andere Lösung ergibt. Es gibt übrigens inzwischen auch Unternehmen, die sowohl Coworking-Plätze als auch Selfstorage anbieten.


Saisonal: Lagerraum für die Gastronomie

Ein Gastronomie-Paar betreibt gemeinsam ein kleines Café in Stadtlage, das außer Gastraum und Küche nur wenig Platz bietet. Im Sommer gibt es eine kleine Fläche für den Außenbetrieb, die Tische und Stühle dafür bringen die Beiden im Herbst zu einem gemieteten Lagerraum. Für die kurze Fahrtstrecke können sie einen Kleintransporter ihres Lagerraumvermieters kostenlos nutzen. In ihrer Box ist auch noch Platz für ein Regal mit ein paar Vorräten für den Cafébetrieb. Verderbliche Lebensmittel dürfen aber grundsätzlich nicht in Lagerräumen untergebracht werden. 


Internethandel: vom Service profitieren

Der gewerbsmäßige Internethändler auf einer großen Online-Plattform betreibt sein Business von zu Hause aus. Für die Ware hat er einen Lagerraum angemietet. Um wenig Zeit zu verlieren, hat er sich einen Selfstorage-Anbieter in der Nähe gesucht. Neben dem Standort gibt es hier noch weitere Vorteile: Das Servicecenter des Lagerhauses nimmt für Paketlieferungen seine Kund:innen an. Im dazugehörigen Shop gibt es Verpackungsmaterial, die DHL-Packstation ist gleich nebenan.  


Der Mehrwert macht’s

Beim Mietpreisvergleich schneidet der Raum im Lagerhaus nicht unbedingt am günstigsten ab. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Lagerfläche kann der Quadratmeterpreis das zwei- bis dreifache betragen. Dafür habt ihr bei Lagerhäusern die Sicherheit, dass die Räume trocken, sauber und ständig überwacht sind. Von den Serviceangeboten wie Postannahme und Transporthilfen war schon die Rede, Kartons und Kisten gibt es selbstverständlich auch. Viele Unternehmen erweitern ihr Portfolio und bieten zum Beispiel auch Räume für Meetings an.


So wird es günstiger

Auch bei der Preisgestaltung gibt es Spielraum. So gewähren Anbieterfirmen oft einen Rabatt, wenn man den Lagerraum von vornherein längerfristig mietet, etwa für ein Jahr oder länger. In der Regel sinkt auch der Quadratmeterpreis mit wachsender Mietfläche. Etwas größer mieten kann also sinnvoll sein, wenn du bei florierenden Geschäften in absehbarer Zeit mehr Warenumsatz erwartest. Es ist prinzipiell auch möglich, sich mit anderen Gewerbetreibenden einen Lagerraum zu teilen. Hier kommt es aber auf die Vertragsbedingungen des jeweiligen Anbieters an. Auf jeden Fall können mehrere Personen Zugangsberechtigungen und dazugehörige Schlüssel oder Codes erhalten, müssen aber immer als Berechtigte angegeben werden. 


Versicherung inklusive?

Lagerräume bei großen Anbietern sind gut geschützt und gewartet. Wie in jedem Gebäude lassen sich auch hier Vandalismus, Brand, Wasserschaden oder ähnliche Ereignisse und Folgeschäden nicht völlig ausschließen. Nicht bei allen Firmen, aber in der Regel ist eine Versicherung des Lagergutes Pflicht. Bei Privatkund:innen kann das die Hausratversicherung sein, für Gewerbetreibende gibt es als Pendant dazu die Inventarversicherung. Die Versicherung kann meist auch über das Lagerhaus, beziehungsweise ein kooperierendes Versicherungsunternehmen abgeschlossen werden. 


Geschäft in schwierigen Zeiten – was tun?

Die Corona-Krise hat in diesem Jahr kleinere Gewerbebetriebe, vor allem im Handel und in der Gastronomie getroffen. Was wird aus dem Lagerraum, wenn das Geschäft plötzlich einbricht oder ganz wegfällt? Klar ist: Wenn die Miete nicht mehr bezahlt wird, können Vermieter:innen wie bei anderen Mietverhältnissen kündigen, im Extremfall ist das Lagergut pfändbar. Bei Standardverträgen kann in der Regel mit Wochenfrist gekündigt werden. Wurde eine längere Laufzeit vereinbart, wäre vorübergehende Untervermietung eine Lösung, aber ausdrücklich nur mit dem Einverständnis des Lagervermieters.  

Ein Lagerraum bietet dir eventuell aber auch die Chance, bei einer Geschäftsschließung oder -aufgabe deine Ware online weiterzuverkaufen. Ein Beispiel: Weinhandel funktioniert gut übers Internet und manche Lagerhäuser bieten sogar speziell temperierte Lagerplätze an.

 

Die hier enthaltenen Informationen sind unverbindliche Auskünfte (Irrtum vorbehalten).



Lagerräume für private Nutzer

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Für die Couch, die geliebte Legosammlung oder die Vitrine von der Oma bietet ein Lagerraum die ideale Lösung. Vielleicht auch nur, um sie zwischenzulagern. So funktioniert Selfstorage.

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Sei es zur Überbrückung von Zeit, nach einer Trennung oder zur Aktenlagerung: Selfstorage bietet eine perfekte Lösung. Sie erhalten dabei flexible Lagermöglichkeiten für Ihr Eigentum.

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Laut einer bevölkerungsrepräsentativen Bevölkerungsumfrage für ImmoScout24 können sich drei Viertel der Deutschen grundsätzlich vorstellen, einen Lagerraum anzumieten. Das sind die Gründe.

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