Eigentumswohnung

Nach dem Wohnungseigentumsgesetz besteht die Möglichkeit, innerhalb eines Gebäudes Eigentum an einer einzelnen Wohnung zu bilden.


Rechtlich wird unterschieden zwischen dem Sondereigentum an der Wohnung selbst und dem dazugehörigen Miteigentumsanteil am gemeinschaftlichen Eigentum (Gemeinschaftseigentum). Beide sind Bestandteile des Wohnungseigentums und untrennbar miteinander verbunden. Das bedeutet, dass beim "Verkauf" einer Eigentumswohnung neben dem Sondereigentum an der Wohnung selbst noch der entsprechende Miteigentumsanteil am gemeinschaftlichen Eigentum verkauft wird. Im Gegensatz zum Wohnungseigentum wird von Teileigentum dann gesprochen, wenn es sich um Sondereigentum handelt, welches nicht zu Wohnzwecken dient (zum Beispiel: Laden- und Büroräume).

Wie wird das Wohnungseigentum begründet?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten das Wohnungseigentum zu begründen. Aufgrund der Rechtslage der Paragraphen 3 und 8 WEG kann ein Vertrag aufgesetzt werden, welcher die Eigentumsverhältnisse der Eigentumswohnung begründet. Eine weitere Variante ist die Teilung des Grundstücks in Allgemeineigentum. Grundsätzlich sind jedoch spezielle Vorgaben beim Verkauf des Grundstücks zu beachten.

Rechte und Pflichten von Wohnungseigentümern

Mit dem Eigentum an einer Wohnung gehen einige Pflichten einher, die bekannt sein sollten.

  • Sondereigentum ist entsprechend der Bestimmung zu benutzen, ohne dabei das Eigentum der Gemeinschaft oder aber fremdes Sondereigentum zu beeinträchtigen (§14 Nr. 1 und 2 WEG).
  • Das Sondereigentum muss instandgehalten werden (§14 Nr. 1 WEG)

Weitere Pflichten können über die Hausordnung der Eigentümerschaft beschlossen und dokumentiert werden. Aspekte, welche häufig aufgenommen werden, sind folgende.

  • Geruchsbelastung – Unter diesem Aspekt wird meist zusammengefasst, wie häufig das Grillen gestattet ist.
  • Haltung von Haustieren – Für Allergiker oder Personen mit einer empfindlichen Nase ist es ungemein wichtig zu wissen, ob Haustiere in den Wohnungen gestattet sind.
  • Geräuschbelastung – Es darf prinzipiell nicht rund um die Uhr, an jedem Tag in der Woche, gefeiert werden. Damit sich die Eigentümer daran halten, können in der Hausordnung Ruhezeiten vereinbart werden.
  • Winterdienst – Hier ist es möglich einen Dienstleister zu beauftragen und die Kosten unter allen Anwohnern aufzuteilen. Andererseits kann auch eine Planung erstellt werden, wenn jeder einzelne Bewohner des Hauses den Winterdienst zu versehen hat. Gleiches kann für die Reinigung von Flurstücken oder sonstigen Anlagen des Grundstückes festgelegt werden.
  • Parkplätze – Bekommt jeder einen eigenen Parkplatz? Und sind diese alle in der gleichen Entfernung vom Gebäude gelegen? Auch hier können Regelungen festgelegt werden, welche das Abstellen der Fahrzeuge betrifft. Bei der Auswahl kann durchgewechselt, nach dem Losverfahren entschieden (bspw. jährlich neu) oder fest vergeben werden.

Je genauer die Regelungen festgeschrieben sind, desto friedlicher verläuft das Leben miteinander.