Das Geschäft mit Wohnimmobilen läuft gut - und damit auch das Geschäft der Makler. Denn über die Hälfte der Immobilienverkäufe im privaten Bereich läuft zurzeit über sie. Doch ob und wie viel man an Provision bezahlen muss, wissen viele Mieter und Kaufinteressenten nicht.
Die Maklerprovision beträgt je nach Region zwischen 5,8 und 7,1 % des Kaufpreises.
Die Provision oder auch Courtage ist ein Erfolgshonorar für die Vermittlung zwischen Käufer und Verkäufer. Erst bei Vertragsabschluss bekommt der Makler sein Geld. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel er dafür tun musste.
Eine gesetzliche Vorschrift für die Provision gibt es nicht. Meist gilt die sogenannte „ortsübliche Courtage“, die je nach Region zwischen 5,8 und 7,1 Prozent des Kaufpreises beträgt. In Berlin und Potsdam zahlen Käufer die höchsten Maklerprovisionen in Deutschland.
Ein Beispiel: Für den Kauf einer Eigentumswohnung im Wert von 200 000 Euro muss ein Interessent in Berlin 14 280 Euro an Maklerprovision zahlen.
Immobilienkäufer müssen die „ortsübliche Courtage" nicht akzeptieren, sondern können deutlich günstigere Konditionen bei den Vermittlern aushandeln. In manchen Fällen gibt sich der Makler mit Provisionszahlungen zufrieden, die 4,6 bis 5,6 Prozent des Kaufpreises betragen. Bei einer Immobilie mit einem Kaufpreis von 200 000 Euro lassen sich je nach Region so zwischen 2400 und 2720 Euro an Provision sparen.
Doch ob Käufer wirklich verhandeln können, hängt vom Markt ab. Bei gefragten Immobilien wird der Makler leider kaum mit sich feilschen lassen.
Wohnungskäufer können auf Internetplattformen wie immobilienscout24.de oder in Zeitungsanzeigen nach provisionsfreien Angeboten suchen. Diese werden oft direkt vom Eigentümer angeboten. Vorsicht: Es gibt allerdings auch Makler, die mit dem Hinweis „provisionsfrei“ werben. "Hier kann man davon ausgehen, dass die Maklerprovision in den Kaufpreis eingerechnet wurde.
Ein guter Makler ist bereit, sich für das Anliegen seiner Kunden Zeit zu nehmen.
Der Service, den Käufer vom Makler bekommen, ist höchst unterschiedlich. Manche kennen die Immobilie genau, vom Keller bis zum Dach. Andere beschränken sich darauf, bei Besichtigungen die Vorzüge von hellen Räume zu preisen. Ein wichtiger Qualitätsnachweis für Makler ist daher die Mitgliedschaft in einem Berufsverband wie dem Immobilienverband Deutschland (IVD). Der verpflichtet seine Mitglieder, regelmäßig Schulungen und Seminare zu besuchen.
Ein seriöser Makler ist bereit, sich für das Anliegen seiner Kunden Zeit zu nehmen und sie nicht nur mit einigen Adressen abzuspeisen. Gegen die Einbeziehung externer Hilfe, beispielsweise eines Sachverständigen oder Rechtsanwalts, wird ein guter Makler nichts einwenden. Und: Ein Top-Makler verfügt über genügend Referenzen und führt die Beratungen ohne Zeitdruck durch.
Wohnungskäufer können auf Internetplattformen wie immobilienscout24.de oder in Zeitungsanzeigen nach provisionsfreien Angeboten suchen. Diese werden oft direkt vom Eigentümer angeboten. Vorsicht: Es gibt allerdings auch Makler, die mit dem Hinweis „provisionsfrei“ werben. Hier kann man davon ausgehen, dass die Maklerprovision in den Kaufpreis eingerechnet wurde.
Makler kosten nicht nur Geld, sie liefern auch Informationen. Das ist vor allem für Käufer einer Eigentumswohnung wichtig: Denn sie werden Teil einer Eigentümergemeinschaft. Der Makler wird die nötigen Unterlagen an den Interessenten weitergeben: Das ist bei Wohnungseigentum in der Regel die Teilungserklärung und die Gemeinschaftsordnung der Eigentümergemeinschaft, in der Stimmrechte geregelt sind. Wichtig: Der Makler muss in der Regel auch über Schulden auf dem Wohneigentum oder dem Grundstück Bescheid wissen. Denn das kann erhebliche Auswirkungen auf den Preis haben.