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Bodeneigenschaften

Baugrund:

Was für größere Projekte Selbstverständlichkeit ist, mag noch nicht bei allen Bauherren eines Einfamilienhauses am Anfang Ihrer Überlegungen stehen: "Wie sind die Boden- und Grundwasserverhältnisse?" und "Wie wirken sich diese auf mein Bauvorhaben aus?" Auch beim Einfamilienhausbau gilt, eine sorgfältige Planung spart Kosten!

Die rechtzeitig erfolgte Baugrunduntersuchung mindert das Baugrundrisiko des Bauherrn und schafft Planungssicherheit. Und das für einen gemessen an den Baukosten geringen Aufwand von ca. 500 EUR.

So ist es zum Beispiel von Vorteil, vor Unterzeichnung eines Bauvertrages zu wissen, ob ein Bodenaustausch erfolgen muss oder ob die Grundwasserproblematik im Untersuchungsgebiet eine Abdichtung des Kellers gegen drückendes Wasser erforderlich macht. Eine spätere Sanierung eines nassen Kellers ist um ein Vielfaches teurer als die im Zuge des Neubaus erstellte "Schwarze" oder "Weiße Wanne". Ohne genaue Kenntnisse über die Bodenverhältnisse kann es zu Nachtragsforderungen des Baupartners kommen und die sind meist teuer.

Wenn Ihnen kein Bodengutachten vorliegt und Sie nicht sicher sind, ob Ihr Grund überhaupt tragfähig ist, wie hoch das Grundwasser steht oder ob es Schichtenwasser gibt, so können Sie wichtige Informationen von den Nachbarn erhalten. War das Grundstück schon einmal bebaut? Sind die Keller der umliegenden Häuser feucht? Hat überhaupt jemand Tiefgründungen, also Keller? Gab es Probleme beim Anlegen der Gründung? Sollte es keine verbindlichen Antworten zum Baugrund geben, so hat vielleicht der Eigentümer bereits ein Bodengutachten eingeholt, was er Ihnen jedenfalls auf konkrete Nachfrage auch zeigen muss oder Sie müssen eines anfertigen lassen, bevor Sie ein Haus planen können.
Zu hoch stehendes Grundwasser z.B. wird Ihnen beim Bau eines Hauses mit Keller Mehrkosten für die Wasserhaltung (Wasserhaltungskosten) verursachen.


Altlasten:

Ist das Grundstück mit Altlasten verunreinigt (Öl, Bauschutt, Asbest, etc.)? Klären Sie stets die frühere Nutzung. Umwelt-, Wasserbehörden oder angrenzenden Nachbarn sind dabei die nützlichsten Informationsquellen. Hinweise geben auch die staatlichen Altlastendateien oder -register. Bei konkretem Altlastenverdacht sollten Sie immer ein Bodengutachten erstellen lassen oder von einem Kaufgedanken Abstand nehmen.


Bodengutachten:

Ein Bodengutachten beinhaltet alle für die Planung erforderlichen Angaben. Dies sind Grundwasserspiegel, Nutzungsgeschichte, geologischer Bodenaufbau (Bodenart, Schichten), eine Bewertung der angetroffenen Schadstoffgehalte nach den jeweils gültigen Vergleichswerten und Empfehlungen zu weiterführenden Maßnahmen, ggf. Sanierungskonzeption.

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