Lexikon Baufinanzierung
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VWL - Vermögenswirksame Leistung

Die Vermögenswirksame Leistung ist eine Form der Vermögensbildung für Arbeitnehmer. Sie werden tariflich oder per Arbeitsvertrag vereinbart und vom Arbeitgeber ausgezahlt.

Die maximal geförderte Spareinlage liegt bei 470 Euro im Jahr bzw. ca. 40 Euro im Monat. Die Sparformen sind vom Gesetzgeber vorgegeben. In Frage kommen z. B. Bausparverträge, Aktienfonds und Lebensversicherungen. Wichtig ist, dass es sich um langfristige Anlagen handelt. Zusätzlich zu den vermögenswirksamen Leistungen hat ein Arbeitnehmer unter bestimmten Gesichtspunkten Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage bzw. Wohnungsbauprämie. Voraussetzung dafür ist, dass das Jahreseinkommen bei Alleinstehenden 20.000 Euro, bei Ehepaaren 40.000 Euro nicht überschreiten darf.

Bei manchen Arbeitgebern regeln Tarifverträge den Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen. In anderen Fällen zahlt die Firma diese Beiträge freiwillig. Keinesfalls sollten sich Arbeitnehmer die Möglichkeit entgehen lassen, auf diese sehr einfache Weise zu einem guten Finanzpolster zu kommen. Die Auszahlung des angesparten Gesamtbetrags inklusive staatlicher Förderung erfolgt nach sieben Jahren. Daher sind vermögenswirksame Leistungen besonders interessant für Bausparer beziehungsweise zur Tilgung eines Darlehens. Aber auch die eigene berufliche Weiterbildung kann seit dem 01. Januar 2009 mit Hilfe von vermögenswirksamen Leistungen finanziert werden.

Selbstständige, Rentner oder auch freie Mitarbeiter haben keinen Anspruch auf die Zahlung von vermögenswirksamen Leistungen. Auszubildende, Beamte, Soldaten oder Richter hingegen schon. Allerdings startet der Bezug bei einer Neueinstellung oft erst nach der Probezeit. Die Höhe der Beiträge, die der jeweilige Arbeitgeber zahlt, kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen und richtet sich nach Tarif- oder Arbeitsvertrag.